Charakter Sprüche – zukunft

42 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Charakter zukunft

Erwarte nichts vom Treiben und den Treibern; und wo Geräusch auf der Gassen ist, da gehe fürbaß.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Jeder Mensch wird von seiner Zeit verschwemmt; von allen, die mit ihm leben. Nur auftauchen kann das bißchen Bessere im Charakter.

Internet

Wir sind das Jahrhundert der Meisterwerke der Frechheit.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Dennoch! sei dein Wort, wenn jedes Licht um dich Nacht wird.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [12]

Den Redlichen bewährt ja nur die Zeit, den schlechten Mann enthüllt ein einz'ger Tag.

Internet

Die Wüste wächst: Weh dem, der Wüsten birgt!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Unter Töchtern der Wüste

Man sieht, es bessert doch nicht Elend, Reu' noch Zeit; Einmal ein Lumpenhund, er bleibt's in Ewigkeit.

Goethe, Die Mitschuldigen, entstanden 1768/69. 1. Aufzug, 1. Szene, Wirt zu Sophie

Es gibt Leute, die heute Sozialisten und Rebellen sind und morgen Verwaltungsräte. Die sind Personifikationen der Seelenwanderung.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1857

Der hat den Kopf über dem Nebel.

Burckhardt, J., Briefe. An Preen über Constantin Frantz, 17. März 1872

Auf den Menschen, die sich doch nicht fügen, ruht die Zukunft der Menschheit.

Ernst, Zusammenbruch und Glaube, 1922

Sie, Wolf im Schafspelze! Aber warten Sie, es dürfte sich auch noch ein Gerber für Ihren Pelz finden.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Ich glaube an eine künftige Revolution der Gesinnungen und Vorstellungsarten, die alles bisherige schamrot machen wird.

Hölderlin, F., Briefe. An Johann Gottfried Ebel, 10. Januar 1797

Sturmwilder Graus Brach in die Tannenhallen: Riesen sind gefallen, Riesen hielten aus. Sturm muß sein, Brich ihn, sonst mußt du liegen! Und willst du kühn dich wiegen, Wachs' ins Gestürm hinein!

Internet

Die „Geister“ unter der Menschheit bereiten die Zeit vor, aber die Charaktere führen sie aus.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Fast überall ein kaum nachzukommender Fortschritt, nur nicht in den Gesinnungen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Was kraucht da in dem Busch herum? Ich glaub', es ist Napolium!

Pistorius (Füsilier Kutschke), Kutschkelied, Erstdruck 22. August 1870 (anonym)

Schicksale von Völkern und Staaten, Richtungen von ganzen Zivilisationen können daran hangen, daß ein außerordentlicher Mensch gewisse Seelenspannungen und Anstrengungen ersten Ranges in gewissen Zeiten aushalten könne.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Wichtiger, als wohin du kommst, ist, als wer du kommst; daher dürfen wir unser Herz an keinen Ort hängen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 28. Brief. Übers. Internet Originaltext: Magis quis veneris quam quo interest, et ideo nulli loco addicere debemus animum

Obgleich er [Ritter Zendelwald] sich gern unterhielt, wo es nicht etwa galt, etwas zu erreichen, redete er doch nie ein Wort zur rechten Zeit, welches ihm Glück gebracht hätte.

Keller, Sieben Legenden, entstanden während der Berliner Zeit, Erstdruck 1871. Die Jungfrau als Ritter

Böse Augen sehen nie nichts Gutes.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Den Himmel, nicht die Gesinnung ändert, wer über das Meer eilt.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 11, 27. Übersetzung: Internet Originaltext: Caelum, non animum mutant, qui trans mare currunt.