Dankbarkeit Sprüche – trauerkarte
57 Sprüche gefunden
Dankbarkeit ist eine schwere Last.
Dem, den Gott liebt, er auch ein Herz zum Danken gibt.
Zueignung Ja, du weißt es, teure Seele, Daß ich fern von dir mich quäle, Liebe macht die Herzen krank, Habe Dank. Einst hielt ich, der Freiheit Zecher, Hoch den Amethysten-Becher, Und du segnetest den Trank, Habe Dank. Und beschworst darin die Bösen, Bis ich, was ich nie gewesen, heilig, heilig an's Herz dir sank, Habe Dank.
Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebendigen.
Dank Es fiel ein Tau wohl über Nacht rings auf die durstig matten Auen, und früh war in der Sonne Pracht des Schöpfers Lob und Preis zu schauen. Ein diamantnes Leuchten sprühte von Strauch zu Strauch, von Halm zu Halm, und von Milliarden Perlen glühte zu ihm empor ein Dankespsalm. Nun aber sendet Tag und Nacht der Vater seinen Segen nieder, und hat der Segen Glück gebracht, wo bleiben dann die Dankeslieder? Es hat der Mensch so viel zu sagen, doch Dank an Gott, den sagt er nicht. Oh, möchte er den Tau doch fragen, der lehrte ihm die Dankespflicht.
Jedes Eingeständnis von Dankbarkeit ist ein demütigender Umstand.
Wieviel könnte aber auch ein jeder von uns berichten, wenn er dankbar sich an die empfangenen Wohltaten erinnert und Gott dafür Dankgebete darbringen will. Denn Menschenseelen, die lange Zeit unfruchtbar geblieben waren und die Dürre der eigenen Vernunft und die Unfruchtbarkeit ihres Denkens wahrgenommen hatten, sind infolge anhaltenden Gebets vom Heiligen Geist befruchtet worden und haben heilsame Worte, erfüllt von Lehren der Wahrheit, hervorgebracht.
Einfache Dankbarkeit, ohne eine Spur von Liebe, ist die einzige Gegengabe, die ein edles Gemüt für frühere Wohltaten erweisen kann.
Im Dank verschlingt sich alles Sein.
Die Wohltat ist eine stattliche Pflanze, ihre seltenste Blüte ist Dankbarkeit.
Dankbarkeit ist unserer unvollkommenen Natur eine Last, und wir sind nur allzu bereit, uns ihrer zu entledigen oder sie uns so leicht wie möglich zu machen.
Es muß schon eine hohe Seele sein, welcher die Dankbarkeit nicht ein peinliches Gefühl ist. Willst du dir Wohlwollen erwerben, so wirst du es klüger finden, Gunst zu empfangen, ja selbst zu erbitten, als solche zu erweisen; denn die Eitelkeit des Gebers ist immer geschmeichelt, die des Empfängers fast nie.
Nicht erwarteter Dank macht verlegen; man schämt sich im Innern, die Person verkannt zu haben.
Betrachte man doch nicht das Verlorne, sondern das Empfangene, das niemand schuldig war zu geben [...].
Jenem Stück Bindfaden Bindfaden, an den ich denke, Kurz warst du, und lang ist's her. Ohne dich wäre das so schwer Und so hoffnungslos gewesen. Auf der Straße von mir aufgelesen, Halfst du mir, Mir und meiner Frau. – Wir danken dir, Ich und meine Frau. Bindfaden, du dünne Kleinigkeit Wurdest mir zum Tau. – Damals war Hungerszeit; Und ich hätte ohne dich in jener Nacht Den Kartoffelsack nicht heimgebracht.
Das Gefühl schuldiger Dankbarkeit ist eine Last, die nur starke Seelen zu ertragen vermögen.
Dankbarkeit ist ein Zeichen edler Seele.
Durch den Tod Goethes bin ich wie eine Witwe, die ihren Mann verliert, ihren Herrn und Versorger. Und doch darf ich nicht trauern. Ich muß erstaunen über den Reichtum, den er mir zugebracht hat. Solchen Schatz habe ich zu bewahren und mir die Zinsen zu Kapital zu machen.
Ich hasse jeden, dessen Dankbarkeit erlischt.
Nie vergessen, daß wir auf den Schultern der Toten stehen! Es führt zu nichts, Fehler und Schuld aufzusuchen, aber es führt ins Helle, Dankbarkeit und Verpflichtung zu fühlen.
Ein Dank Das macht mich, Liebste, oft beklommen: Wie dankt dir würdig dies Gemüt? Was hätte, wärst du nicht gekommen, In meinem Garten wohl geblüht? Und wenn du heut mich von dir stießest – Ich war so reich durch deine Huld! Und wenn du morgen mich verließest – Ich bliebe doch in deiner Schuld! Und willst du mich im Scheiden kränken, Und ob du nimmer nach mir fragst – Ich müßte dankbar noch gedenken, Wie lieb du mir im Arme lagst, Und wär' am Wagen deiner Siege Mein Name nichts als eitle Zier, Ich säh' dein Aug', wie einst, und schwiege Und dächt' an einst und dankte dir. Ich hab's gefühlt in sel'gen Schauern: Dies Glück war eine Stunde mein, Doch war's zu herrlich, um zu dauern, Und war zu schön, um treu zu sein; Noch im Besitz sah ich's entschweben, Genießend ahnt' ich den Verzicht – So geht durch unser armes Leben Das Göttliche, doch weilt es nicht. Wer spürt der Ewigkeit Versprechen, Schmückt froh der Frühling sein Revier? Ein Maitag, drin die Knospen brechen Und Falter schwärmen, warst du mir, Und hat der Herbststurm mich verschlagen, War nicht des Lenzes Sonne mein? Und kommt der Frost in rauhen Tagen, Soll ich dem Mai nicht dankbar sein?