Dankbarkeit Sprüche – zeit
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Der Kranke »Oft zu sterben wünscht ich mir ... Und wie dankbar bin ich doch, daß ich leb und leide noch im gesetzten Nun und Hier. Bleibt mir doch damit noch Zeit, abzubauen manch Gebrest, komm ich nimmer auch zum Rest, werd ich besser doch bereit. Wenn ich jetzt nicht wirken kann, helf ich also doch dem Mir, das dereinst nach Nun und Hier wirken wird im Dort und Dann.«
Dank Wenn die Welt in Blüten steht, und dich ruft der Tod: schicke noch ein Dankgebet in dein Abendrot! Sieh, es war doch schön allhier im lebendigen Sein, auf der Erde Jagdrevier und im Kämmerlein. Ging's dir auch nicht immer gut, schlechter oft als schlecht, blieb dir doch ein froher Mut treu, sogar als Knecht. Stiegst hinab und stiegst hinauf, sahst so Nacht und Licht: gibt's denn einen Lebenslauf, dem's an nichts gebricht? Als du garnichts mehr gehofft, dunkler ward dein Sein, hüllte heiße Lieb dich oft in Vergessen ein. Und als heiße Liebe dann endete in Leid, schwang dein Herz sich himmelan und dein Blick war weit. Schmerz und Lust, sie alle zwei blühten auf im Licht, machten Duft der Seele frei – mehr bedarf's ja nicht. Wenn dieWelt in Blüten steht und dich ruft der Tod, schick' noch still ein Dankgebet in dein Abendrot!
Bisweilen kann man Erhaltenes nicht nur zurückgeben, sondern auch wegwerfen.
Der gewöhnliche Mensch ist nicht dankbar.
Keiner dankt dem Schatten, in dem er wandelt, weil er ihn nicht als geschenkt empfängt.
Den Anspruch auf Dankbarkeit verwirkt man, wenn man ihn geltend machen will.