Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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Es ist wirklich grausam, von Müttern und Vätern, zwei arme unschuldige Wesen, die einzeln vielleicht sehr glücklich gewesen wären, in der Ehe gemeinsam in ein Haus zu sperren, auf daß sie sich gegenseitig foltern und quälen.

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In einer guten Ehe fügen sich Himmel und Erde zusammen.

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Es ist nicht ungefährlich, wenn die Ehefrau gebildeter ist als ihr Mann; wenn dem jedoch so ist, so ist es seine eigene Schuld, denn er scheint die Gelegenheit zu eigener Bildung nicht zu nutzen. Liegt es jedoch daran, daß er von Natur aus ein Dummkopf ist, bedarf es einer klugen Frau, die ihn führt und seine Mängel in der Öffentlichkeit mit Umsicht zu verbergen und zu mindern weiß.

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Auff Mummium Es theilet Mumm sein Reich mit seinem lieben Weibe; Tags liegt sie ihm im Haar, Nachts er ihr auff dem Leibe.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Das Glück der Ehe wie jeder Gemeinschaft ist ein täglich gefährdetes, täglich zu pflegendes, täglich zu gestaltendes.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Es ist ein Skandal, wie viele Frauen in London mit ihren eigenen Männern kokettieren. Das macht einen so schlechten Eindruck. Es heißt einfach, öffentlich seine reine Wäsche waschen.

Wilde, Ernst sein ist alles oder Bunbury, dt. auch: Die Bedeutung des Ernstseins (The Importance of Being Earnest), 1895. Erster Akt, Algernon. Übersetzt von Felix Paul Greve

In einer guten Ehe unterstützt der Mann durch sein logisches Urteil den Verstand der Frau, und die Frau nach ihrem sicheren Empfinden ist recht eigentlich das Gewissen des Mannes. Gott möge uns davor bewahren, daß dieser Einfluß an der rechten Stelle uns jemals ermangele.

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Je edlere Beweggründe zur Ehe führen, desto mehr werden die Anklagen gegen sie verstummen; desto höher werden Mann und Weib in der sittlichen Vervollkommnung gelangen; desto gesunder werden Söhne und Töchter sein. Dann aber wird das Heim wieder der feste Grund für den Aufbau des Staates und der Menschheit sein.

Leixner, Laien-Predigten für das deutsche Haus. Ungehaltene Reden eines Ungehaltenen, 1894

Die Ehe ist so heilig, daß es kaum ein Volk gibt, bei dem sich nicht um ihretwillen die bürgerliche Gemeinde zugleich zur kirchlichen gestaltete, die den höheren Segen für sie herbeiruft.

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Sobald in der Ehe jene niedrige Haltung besteht, in welcher jeder Teil auf Rechten beharrt, kann keine vollständige Harmonie jemals eintreten. Nur wenn jeder Teil sorglich bemüht ist, lieber ein Opfer zu bringen, als ein Opfer anzunehmen, kann die höchste Form dieses Verhältnisses erreicht werden.

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Im Ehestand muß alles moderiert sein, auch die Liebe, weil die Sache für die Hitze und den Eifer zu lange währt.

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Willst du die Mängel deiner guten künftigen Frau leicht voraus wissen: so gib nur auf diejenigen Acht, welche der Braut von den Eltern und Geschwistern oft nur leise und lächelnd vorgeworfen werden. Diese folgen ihr als die gewisseste Mitgabe.

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Erstes Bändchen. II. Meine Miszellen

Zwischen den Eheleuten herrsche aufrichtige Treue und reine Liebe in Gotteserkenntnis.

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Wenn sich Personen aus zu ungleichen Ständen und Altern verbinden, so bleiben die Ehen selten glücklich.

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Die Armut erschwert zwar ohne Zweifel die Ehen, verhindert sie aber nicht, ja sie scheint sogar der Zeugung günstig zu sein.

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Bloße Neigungsehe, den Vernunftgründen zuwider, ist gewagter als bloße Vernunftehe ohne ausgesprochene Neigung, vorausgesetzt, daß keine Abneigung und wenigstens Achtung vorhanden sei; unsittlich ist aber eine Verehelichung mit innerer Abneigung aus bloßen äußeren Gründen.

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Ich getraue mir zu sagen, daß Verheiratete, wenn sie Demut bewahren, besser sind, als die stolzen Asketen.

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Verächtlich ist der Ehemann, der seine eigene Schande in der Ehrlosigkeit der Frau fühlt und doch erträgt.

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Eine zu große Ungleichheit an Jahren zwischen Eheleuten bringt gemeiniglich Uneinigkeit und Mißvergnügen hervor.

Aristoteles, Politik. 1334b (VII, 16.) Übersetzt von Christian Garve (1799)

Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. Gehet zu euerm Saatfeld, wann und wie ihr wollt.

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Der Ehestand ist wohl deshalb der ›heilige‹, weil er so viele Märtyrer zählt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944