Ehe Sprüche – familie

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Man sollte wirklich nur die zusammen leben lassen, die ohne einander sterben würden.

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Daß wir nicht als Barbaren zur Welt kommen, und von der Welt als Barbaren scheiden; daß uns von Kindesbeinen an sittliches Element umfängt, unter dem Mutterherzen zeitiget, und in der Muttermilch nährt; daß wir uns im Leben und im Tode als Menschen fühlen: diese unermeßlichen Wohltaten verdanken wir der Ehe.

Goltz, Die Ehe und die Ehestands-Candidaten. Charakteristik der Männer und Frauen. Zwei Vorlesungen, 1869

Wiltu ein junges Mägdlein han, so sieh zuvor die Mutter an.

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Wir haben geglaubt, das Band, das bei uns die Ehegatten aneinander bindet, fester zu knüpfen, indem wir jede Möglichkeit, es zu lösen, beseitigten; aber in demselben Maße, wie der Zwang sich gesteigert hat, hat sich die freiwillige Bindung durch die Zuneigung gelockert.

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Das Zusammensein mit ihr zu Hause fällt mir schwer.

Tolstoi, Tagebücher. 1863 (nach wenigen Monaten Ehe)

Manche Frauen haben ihr ganzes Leben hindurch eine doppelte Bindung aufrechtzuerhalten, die gleich schwer zu lösen und zu verschleiern ist; bei der einen fehlt nur der Vertrag, bei der anderen das Herz.

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Denn da dies von Natur den Lebewesen gemeinsam ist, die Lust zu zeugen, liegt die erste Gemeinschaft in der Ehe selbst, die nächste in den Kindern, dann die Einheit des Hauses, die Gemeinsamkeit in allem. Das aber ist der Anfang der Stadt und gleichsam die Pflanzschule des Gemeinwesens.

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Wo die Frau die Hosen anhat und der Mann die Schürze trägt, da gehen die Dinge schlecht.

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Zur Haushaltung gehören vier Pfennig: ein Notpfennig, ein Sparpfennig, ein Zehrpfennig und ein Ehrpfennig.

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Ohne Ehe ist der Mensch überall und nirgends zu Hause.

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Viel Narrentag und selten gut hat, wer sin Frouen hüten dut.

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Wenn aber eine Frau auch etwas bitter ist, muß sie trotzdem ertragen werden, denn sie gehört ins Haus.

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Die Frau will herrschen, der Mann beherrscht sein.

Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Zweiter Teil. Anthropologische Charakteristik

Ohne Ehe hängt unsere Sittlichkeit in der Luft, im Familienleben allein gewinnt sie den festen Grund und Boden, den echt menschlichen Charakter, ein Gemüt, das sich in Liebe und Treue dem Himmel entgegenbildet.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Oberherrschaft Ein Hausherr fiel betrunken in die Flamme. Die Magd rief Hilfe. - Daß dich Gott verdamme, Sprach die erboste Frau. Sei plötzlich still! Mein Mann, als Herr, kann liegen, wo er will.

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Der Mann gibt dem Hause und der Familie Namen und äußere Gestaltung; er vertritt das Haus nach außen. Durch die Frau aber werden die Sitten des Hauses erst lebendig; so haucht sie in der Tat dem Hause den Odem des Lebens ein.

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Manche Frau versteht ihren Mann so gründlich zu verdrängen und im eigenen Hause zu begraben, daß draußen in der Welt kein Mensch von ihm spricht: Lebt er noch? Lebt er nicht mehr? Man weiß es nicht.

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Es ist der höchste Schatz auf Erden eine liebe Hausfrau.

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Ehe heißt Ordnung; sie ist der älteste und schönste Orden, den der Schöpfer selbst, im Paradiese, (ehe Sünde und Ungemach da war), gestiftet und mit seinem Segen beehrt hat.

Herder, J. G., Predigten. Über die Heiligkeit und Bedeutung der Ehe. Logen-Rede, am Silvesterabend 1801 gehalten von Fr. Ludw. Schröder nach einer von Herder gelieferten Vorlage

Die Frauen fühlen sich den Männern enger verbunden durch die Gunst, die sie ihnen gewähren, die Männer werden durch eben diese Gunstbeweise geheilt.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Von den Frauen

Die Liebe des Sohnes zu seiner Mutter beeinträchtigt nie die Liebe des Gatten zu seinem Weibe, und ein grober Charakterfehler muß bei einer oder beiden Frauen obwalten, wenn sie aufeinander eifersüchtig werden könnten.

Burow, Im Wellenrauschen, 2 Bde., 1869 (posthum)