Ehe Sprüche – freundschaft

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Wenn trübe Tage kommen wollen, wenn Fehler an dem einen, an dem andern, an beiden ausbrechen, so denket nicht an Ungesell, daß ihr unglücklich seiet, sondern an den lieben Gott, der alle diese Fehler schon lange gekannt und euch eben deswegen zusammengebracht, damit eins das andere heile, ihm von seinen Fehlern helfe; das ist Zweck und Aufgabe eures Zusammenkommens.

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Zur Einheit und Unauflöslichkeit einer Verbindung ist das beliebige Zusammentreten zweier Personen nicht hinreichend; ein Teil musste dem andern unterworfen und wechselseitig einer dem andern irgendworin überlegen sein, um ihn beherrschen oder regieren zu können.

Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Zweiter Teil. Anthropologische Charakteristik

Auch Ehe soll Freundschaft sein: und wehe, wo sie's nicht ist, wo sie nur Liebe und Appetit sein wollte!

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 1781

Die der Teufel zusammengefügt, kann keiner trennen, Und die Gott zusammengefügt, halten selten aneinander.

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Die Schöpfung kennt nichts Edleres, als zwei freiwillig und unauflöslich zusammengeschlungene Hände, zwei freiwillig eins gewordene Herzen und Leben.

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 1781

Ich glaube, dass es kein Bündnis gibt, Bei dem so schnell die Freude endigt, Als wenn man sich ohne Verstand verliebt Oder sich ohne Liebe verständigt.

Roderich, In Gedanken. Vers-Aphorismen, 1907

Findet sich Unkraut im Acker unsres Herzens, so wollen wir gegenseitig bemüht sein, ihn so zu bestellen, daß sein Same nicht aufgehn kann [...] und wenn mich Deine kleinen Disteln auch mitunter in den Finger stechen sollten, kehr Dich daran nicht und verbirg sie mir nicht. Du wirst an meinen großen Dornen auch nicht immer Freude erleben, so große, daß ich sie nicht verstecken kann, und wir müssen gemeinschaftlich daran reißen, wenn auch die Hände bluten.

Bismarck, O., Briefe. An seine spätere Frau Johanna, 23. Februar 1847

Mißtraue einem, der an deinem häuslichen Glück zu zweifeln scheint.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Nenne dich nicht einsam Nenne dich nicht einsam! Nein, du bist es nicht, Da uns ja gemeinsam Leid und Lieb verpflicht! Daß in Purpurscheinen Blüh' dein welker Kranz, Leiht mein Herz dir seinen Abendsonnenglanz.

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Sie schwören, daß nur der Tod sie trennen wird. Doch meistens trennt sie das Leben.

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Es ist ein großes Ding, immer zu Zwei(e)n sein!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Von alten und neuen Tafeln

Mein Herz in mir Teil ich mit dir Brech ich's von dir, Rächs Gott an mir, Vergeß ich dein, Vergeß Gott mein, Dies soll für uns beide Verbündnis sein.

Inschrift. Auf einer Fensterscheibe des Schlosses Murau in der Steiermark; von Ulrich und Anna Katharina, Graf und Gräfin zu Sulz, 1641

Weißt, wo es keinen Herrn und keinen Diener gibt? Wo eins dem andern dient, weil eins das andre liebt.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Aus: Angereihte Perlen