Ehe Sprüche – hochzeit

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Ehe und Erziehung sind ohne Unterordnung nicht denkbar, ohne Gehorsam des Schwächeren dem Stärkeren, des Unerprobten dem Lebenserfahrenen gegenüber.

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Kurzgefaßte Geschichte vieler Ehen: "Einige Jahre ging alles gut."

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Bitternisse und Süßigkeiten der Ehe werden von den Weisen geheim gehalten.

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Er [Kant] behauptete, das Wort conjugium beweise schon hinlänglich, dass beide Eheleute an einem Joch tragen; und in ein Joch gespannt sein, könne doch keine Glückseligkeit genannt werden.

Metzger, Äußerungen über Kant, seinen Charakter und seine Meinungen. Von einem billigen Verehrer seiner Verdienste (anonym veröffentlicht), 1804

Der Ehestand ist am schönsten von vorne, der Brautstand von hinten.

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Die Ehe zwischen zwei Menschen, die sich lieben, ist ein Himmel, wie soll der Himmel immer wolkenlos sein?

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Weh dem Manne, der ein Weib des Geldes wegen nimmt, der die reiche Alte der nackten Jungen vorzieht. Hat sie ihn in ihrer Machte, dann ist er ihr Sklave; die Hexe hält ihn bei dem Bart, und durch Teufelskunst verwandelt sie ihn in einen geduldigen Esel.

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Ein Bündnis ist fester, wenn die Verbündeten aneinander glauben als voneinander wissen: weshalb unter Verliebten das Bündnis fester vor der ehelichen Verbindung als nach derselben ist.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Oktober – Dezember 1876

Die Ehe wird sich erhalten, solang ihr die Mitgift treu bleibt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Ein Ehmirakel sollt ihr sehn Im ewig-treuen Bund! Nur bleibe Liebchen jung und schön, Ich munter und gesund.

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Was sie im Himmel tun, das wissen wir nicht; was sie aber nicht tun, das wissen wir ganz genau, nämlich: sie freien nicht, noch lassen sie sich freien.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Die Ehe ist der positive Anknüpfungspunkt, die heilige Gelegenheits-Macherin für alle exakte Sittlichkeit und Treue. Sie bewahrt das Gold der Tugend und bringt zugleich ihre Scheidemünze in Verkehr. Sie ist die Pflanzschule aller werktüchtigen und aller idealen Menschenbildung, aller staats- und weltbürgerlichen Qualifikationen, der Herd, die Heimat aller Gesittung und Civilisation.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Auf gleicher Bildung beruht die Möglichkeit dauernder Zuneigung und geistigen Verständnisses, und daß die Heiraten aus Neigung nicht aufhören, ist viel notwendiger, als unser materialistisches Zeitalter zugestehen will. Je mehr aus der Ehe ein Geschäft gemacht wird, desto mehr wird die Familie untergraben, und mit ihr die bürgerliche Ordnung.

Stahl, Ein weiblicher Arzt, 1863

Ihr Eheleute seid den bunten Karten gleich. Wer kann das treue Bild verdammen? Den ganzen Tag bekriegt ihr euch, Und nachts liegt friedlich ihr beisammen.

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Die Fremden hören in der Ehe wohl den Sturm, aber nicht die Windstille oder den Zephyr.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811

Die meisten Frauen gehorchen dem Manne sehr gern; nur muß er verlangen, was sie selber wollen.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die Ehe ist des Menschen höchster irdischer Stand.

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Nur wer des Lebens Bedeutung und Ernst verkennt, das Leben hält für ein Schaukeln auf den Wellen der Lust ohne Ziel und Zweck, nur der verkennt der Ehe hohe Bedeutung, verhöhnt sie als veraltet, als eine morsche Schranke gegen wahre Kultur. Der ist dann aber auch kein Sohn der Ewigkeit, sondern ein Kind des Augenblicks; wie ein Irrlicht hüpft im Moor, so ist sein Wandel durchs Leben; wie ein Irrlicht versinkt im Moor, so sein Leben im Schlamme der Welt.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Die Ehe ist das Höchste in des Menschen Leben, sie fordert die größte innere Vollendung, sie gibt den edelsten Kräften Raum, sie stellt Göttergleiches dar.

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Und zur Vergrößerung meines Kummers muß meine Frau mein elendes Leben teilen, während sie meine Fehler nicht geteilt hat.

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Die einzige Art der Erforschung der weiblichen Physiologie ist die Ehe. Ein unverheirateter Mann wird nie imstande sein, die Seele der Frau zu erkennen.

Unamuno, Nebel (Niebla), 1914, deutsche Erstausgabe 1927