Ehe Sprüche – romantisch
55 Sprüche gefunden
Nenne dich nicht einsam Nenne dich nicht einsam! Nein, du bist es nicht, Da uns ja gemeinsam Leid und Lieb verpflicht! Daß in Purpurscheinen Blüh' dein welker Kranz, Leiht mein Herz dir seinen Abendsonnenglanz.
… ich Glaub wohl dass Ihre Lieb zu mir mit dem Abseyn wächst. denn wo ich weg bin können Sie auch die Idee lieben die Sie von mir haben, wenn ich da bin wird Sie offt gestört, durch meine Thor und Tollheit.
Wie griff die holde Clelia Aus blinder Liebe fehl! O, sie ist ganz Camelia und er ist ganz Kamel!
Melissa, in allem tust du die Werke der blumenliebenden Biene; Frau, ich weiß es wohl, und denke in meinem Herzen: Honig läßt, wenn süß du mich küßt, von deinen Lippen du rinnen; aber forderst du Geld, trifft unverdient mich dein Stachel.
Aber was braucht man, wenn man jung ist und sich liebhat?
Gesehn, gehofft, gefunden Gesehn, gehofft, gefunden, gestanden und geliebt – drauf eine Zahl von Stunden durch keinen Schmerz getrübt. Gequält, getrennt, geschieden durch feindliches Bemühn – dahin der Seele Frieden, die süße Ruh dahin… Sich liebend treu geblieben, geklagt, gesehnt, geweint und dann, im bessern Drüben auf ewig doch vereint.
Dass seine Frau ihn liebt – das weiß mancher Mann viel genauer als seine Frau.
Der erste Kuss, Der erste Verdruss Wie brennen die zwei! Und – 's bleibt nicht dabei!
Im Allgemeinen verraten die verheirateten Leute die Kälte ihrer Gefühle mit derselben Naivität, womit sie ihre Liebe zur Schau trugen.
Der erste Eindruck Die Liebe ist, was man empfindet, Solang' man sich nicht eh'lich bindet, Denn wird die Liebe erst zur Pflicht, So ist sie keine Liebe nicht! Wie oft hab' ich nicht schon geschrieben, Man kann nur ohne Fesseln lieben, Doch trotzdem gibt es selbst noch heute Zur Eh' geneigte Liebesleute. Da dichtet man durch ganze Nächte, Weil man die Leute retten möchte, Schreibt sich am Geist und Finger Schwielen, Es hört nicht einer von den vielen. So hatte es in stiller Nacht Auf sie 'nen Eindruck jüngst gemacht; Na, so 'was kommt zuweilen vor, Sie hieß Babette, er Theodor. Nun ist solch' Eindruck je nach Lage, Das steht wohl außer jeder Frage, In vielen Fällen Grund zur Ehe, Trotzdem ich ihr entgegenstehe. So war es auch in diesem Falle, – die Dummen werden ja nie alle – Er nahm sie dieses Eindrucks wegen, Und ihre Tante gab den Segen. Der Onkel sprach beim Hochzeitsfeste, Der erste Eindruck sei der beste, Womit er sich jedoch blamierte, Denn jener Eindruck war der vierte. Zu Ende ging die Hochzeitsfeier, Angeblich reißt danach der Schleier, Doch eingeweihte Kreise wissen, Meist ist er vorher schon gerissen. Dann macht man eine Hochzeitsreise Und sucht auch noch auf and're Weise, Durch das, was uns die Freunde schenken, Den Katzenjammer abzulenken. So kamen sich fast glücklich vor, Zunächst Babette und Theodor. Doch täglich ward die Freude kleener, Und beide dachten: Schön ist schöner! Babette fühlt' sich unverstanden, Und Theo war meist nicht vorhanden, Und täglich kam er heim erst morgen Und tausend and're Ehesorgen, Die teils der Gattin, teils dem Gatten Den Liebes-Himmel tief beschatten. Der Eindruck war schon arg verblaßt, Die Liebe Pflicht und deshalb Last, Ich hatte wieder einmal recht, Die Ehe paßt zur Liebe schlecht. Und kann ich bei den Ehegründen Den Eindruck auch verzeihlich finden, Ich bleib' dabei, wird Liebe Pflicht, Dann ist es keine Liebe nicht.
Eine Geliebte ist Milch, eine Braut Butter, eine Frau Käse.
Ehespruch Jeder Mensch ist eine Melodie. Lieben heißt: sie innehaben. Ich bin für dich, du bist für mich ein Lied. Geschlossenen Auges sing ich dich, In meiner Seele mich an dir zu laben. Doch wehe, wenn wir uns vergessen, Fehlt Ton um Ton des Lieds, umsonst gesucht, Dann ist die Liebe ohne Zucht, Ein Zwang, der ichbesessen Zwei Einsamkeiten ineinanderflucht.
Gatte der jungen Frau, Hast du es auch bedacht, Als um dich liebelau Rauschte die erste Nacht, Als du sie glühend an dich drücktest, Daß du vielleicht ihre Seele ersticktest? Daß vielleicht, was in ihr schlief, Nach einem Andern angstvoll rief, Um dens ihr unbezwinglich bangte, Nach dem ihr ganzes Sein verlangte? Daß dein Umfangen vielleicht ein Zerbrechen, Daß dein Recht vielleicht ein Verbrechen? ...