Erziehung Sprüche
Sprüche über Erziehung
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Darauf soll der Erzieher beständig hinarbeiten, daß das Kind in Hinsicht seiner Seele das Wahre kennen, das Gute lieben und tun, das Schöne schön finden und das Religiöse, das Göttliche erfassen lerne.
Erziehung ist die absichtliche Heranbildung junger Menschen zu der unter den gegebenen Verhältnissen möglichsten menschlichen Vollkommenheit.
Der Anfang der Erziehung fällt schon in jenen Augenblick, wo das Kind ans Licht und mit der umgebenden Welt in Berührung tritt und wo die Liebe pflegend und leitend auf dasselbe wirken kann.
Es ist immer wahr gewesen, daß die am meisterlosigsten sind, die daheim es am schlechtesten haben.
Die höhere und seelische Erziehung hat die Aufgabe, die Eingebungen der Natürlichkeit mit den Gesetzen des guten Tons so in Harmonie zu bringen, daß man gebildet wird und doch natürlich bleibt bei aller Bildung.
Wenn ich einen Sohn hätte, so würde ich mich bemühen, ihn mit den französischen und deutschen Autoren bekannt zu machen, lieber als mit den Klassikern. Griechisch und Latein ist eitel Luxus.
Es ist gut, daß die ersten Blicke gleich auf anmutige Bilder fallen und der jungen Seele nur solche zuführen.
Nach Absolvierung der Religionsstunde kommt in der nächsten Stunde der Lehrer für Naturwissenschaften. Gab's dort nur ewige Rätsel und nichts als Wunder, so muß jetzt ein jedes Rätsel gelöst werden, und wird jedes Wunder als Märchen, als erregte Phantasie oder ganz und gar als erlogenes Unding schlechtweg bezeichnet.
Die Kunst der Erziehung ist nichts anderes als die Kenntnis der Mittel, die geeignet sind, kräftigere und widerstandsfähigere Körper, aufgeklärtere Geister und tugendhaftere Seelen hervorzubringen.
Ein Kind nur mit äußerster Strenge behandeln heißt, seine Kraft lähmen und sein Leben ertöten.
Das Handeln aus Furcht, sowie jedes Vollziehen des Befehls aus Beweggründen der Lust ist nur ein äußerliches Gehorchen, aber kein Gehorsam. Deshalb ist es ein sehr großer Fehler, wenn Väter und Lehrer ihre Gebote auf Gründe des Nutzens stützen.
Auf was es bei der Erziehung ankommt, ist die Veredelung des Egoismus.
Unweise wählte man die Belohnungen. Man reizte die Sinnlichkeit der Kinder, schmeichelte der Eitelkeit, weckt die Habsucht. Es war größtenteils nur ein Zufall, wenn Strafen und Belohnungen Besserung bewirkten.
Sind die Belohnungen auch eine angenehme Medizin, so sind sie doch eine Medizin und also schädlich, wenn das Kind gesund ist; sie stören dann immer den natürlichen Entwicklungsgang.
Die harmonische Entwicklung, die gleichmäßige und stufenweise Ausbildung aller menschlichen Anlagen ist die Hauptaufgabe aller Erziehung.
Eine gute Erziehung ist die beste Ökonomie, und Unwissenheit die teuerste Sache im Lande.