Erziehung Sprüche – kinder

558 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Erziehung kinder

Bilde frühzeitig einen Schutzwall um die Seele deines Kindes; ein anderer kann den Umfang desselben bestimmen, du selber aber mußt die Schranken setzen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Das Gefühl der Lust, darf man sagen, ist mit der Natur des Menschen aufs innigste verwachsen; deshalb regiert man ja auch die Jugend beim Werke der Erziehung durch das Mittel von Lust und Schmerz.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. Hier nach der Übers. v. Adolf Lasson, Jena 1909

Ein Kind von der allgemeinen Erziehung auszuschließen heißt, seine innere Entwicklung und sein geistiges Leben zu köpfen.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80

Wer die Kinder verzärtelt, setzt sie ins leichte Schiff.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Gerade die Menschen, die andre durch Verwöhnung zu Egoisten erzogen, wollen die Folgen ihres Tuns am wenigsten ertragen und sind oft ihrer Opfer schärfste Richter.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Einseitigkeit ist der größte Fehler unserer Erziehung.

Karl von Österreich-Teschen, Aphorismen, 1893

Die Erziehung hat an der Stelle einzusetzen, wo die unberechtigte Eigenheit und die berechtigte Eigenart einander berühren.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Die streng erzogenen Menschen werden die Könnenden, die Wissenden, die Schaffenden.

Keiter, Lebenssprüche und Zeitbetrachtungen, 1910

Die Wohnungsnot ist groß − gute Kinderstuben findet man fast überhaupt nicht mehr.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Neue Folge, 1924

Öfter, als man glaubt, werden die Eltern durch die Kinder erzogen.

Kalischer, Aphorismen, 1907

Wer nicht gekämpft hat, kann nicht erziehen.

Kalischer, Aphorismen, 1907

Warum wird aus Musterknaben und -schülern selten etwas Bedeutendes? Die Erziehung hat ihre Eigenart getötet.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929