Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Wer Freunde sucht, ist sie zu finden wert, wer keinen hat, hat noch keinen begehrt.

Lessing, G. E., Gedichte. Nachlese zu Lessings Gedichten. Aus: In einem Stammbuch, 1779

Zug um Zug ist eine Regel in der Handlung, aber nicht in der Freundschaft. Handel und Wandel leidet keine Freundschaft, aber Freundschaft leidet auch keinen Handel und Wandel.

Lessing, G. E., Briefe. An Friedrich Nicolai, am 22. Oktober 1762

Dreht sich dein Glücksrad nur ein winziges Stückchen nach rückwärts, so kramen die lautesten deiner Gäste schon nach ihrem Reisegepäck.

Kenkō, Betrachtungen aus der Stille oder Aufzeichnungen der Muße (Tsurezuregusa), entstanden 1334-39, veröffentlicht 1352 (posthum)

Wir haben, solange unser Freund hat.

Lessing, Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück, 1767. 3. Akt, 7. Auftritt, Werner

Eine Frau kann sich keinen festern und reinern Freund erwählen als den Liebhaber einer andern.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Drittes Heftlein. 29. Hundposttag

Steh deinem Freund mit deinem Rat zur Seite, so gut du kannst, auch wenn er dir nicht glauben will. Du aber bist dazu verpflichtet ihm guten Rat zu erteilen.

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Zürnet dein Freund mit dir: so verschaff ihm eine Gelegenheit, dir einen großen Gefallen zu erweisen; darüber muß sein Herz zerfließen, und er wird dich wieder lieben.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Erstes Heftlein. Dritter Schalttag

Jeder Freund ist des andern Sonne und Sonnenblume zugleich, er zieht, und er folgt.

Jean Paul, Impromptü's, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde (in: Cotta'sches Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812), 1811

Zur Freundschaft gehört: daß wir einander gleichen, einander in einigem übertreffen, einander in einigem nicht erreichen.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Womit kann man sich eine Freundschaft erwerben? Mit Wohlwollen und Gnade, verbunden mit der Tugend: das ist das Seltenste auf der Welt. Wirklich füreinander da zu sein, ist also nur unter wenigen möglich.

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Ich brauche keinen Freund, der sich jedesmal mit mir verändert und mein Kopfnicken erwidert, denn das tut mein Schatten besser.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen)

Es ist schlimm, erst dann zu merken, daß man keine Freunde habe, wenn man wirklich Freunde nötig hat, und es nicht mehr Zeit ist, falsche und unechte Freunde mit treuen und standhaften zu vertauschen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Abhandlung, wie man einen Freund vom Schmeichler unterscheiden soll. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser

Die Glocken klingen viel anders, wenn einem ein lieber Freund gestorben ist.

Aurbacher, Historia von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches, 1897

Es soll keiner einen für seinen vertrauten Freund halten, er habe denn zuvor ein Scheffel Salz mit ihm gegessen.

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Die Behauptung, jemand sei ein Freund, besagt in der Regel nicht mehr, als daß er kein Feind ist.

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Alles, was über die Freundschaft gesagt werden kann, verhält sich zu ihr wie die Botanik zu den Blumen. Wie kann der Verstand von ihrem Wesen Rechenschaft geben?

Thoreau, Eine Woche auf den Flüssen Concord und Merrimack (A Week on the Concord and Merrimack Rivers), 1849

Nichts läßt die Erde so geräumig erscheinen, als wenn man Freunde in der Ferne hat.

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Wir brauchen wenigstens einen Menschen, vor dem wir unsere Gefühle herausleben dürfen. Vor dem wir nicht das Visier abnehmen, nicht auf der Hut, nicht unsere Worte wählen müssen: das heißt, den psychischen Lebens-Bogen nicht immer in Spannung erhalten müssen – dies würde die Lebenskraft ausleiern.

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Die Freundschafft, die der Wein gemacht, Würckt, wie der Wein, nur eine Nacht.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Nur die Gefahr kann einen Freund bewähren, Die Außenseite trügt.

Grillparzer, F., Gedichte. Aus dem Gedicht »Die beiden Hunde«

Nur unsre äußern Schicksale interessieren die Menschen, die innern nur den Freund.

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 22. März 1801