Freundschaft Sprüche – abschied

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Die wahren Freunde verursachen allen Schmerz und alle Bitterkeit des Lebens.

Fénelon, Briefe. An M. Destouches, über den Tod des Herzogs von Beauvilliers, am 13. August 1714

Hat dich ein Freund getäuscht, so magst du deine Rechnung mit ihm abschließen, aber wirf ihn nicht auf den Schindanger deines Herzens. Bewahre das Bild deines Freundes, wie es war, als er dich liebte und sei ihm dankbar für das, was er dir einmal gegeben hat. So kannst du eine Erfahrung gewinnen, ohne daß sie zur stets fließenden Quelle der Bitterkeit wird.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Freund, sieh auf dich und nicht auf mich, und fehle ich, so bess're dich!

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Freunde gibt's genug, doch sind sie wie der Aal, der meistens entschlüpft und Reißaus nimmt, wenn man glaubt, ihn ganz fest und sicher zu haben.

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Wer einen edlen Freund verstößt, der stößt sein eigenes Leben fort.

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Sehr oft ist das Wiedersehen erst die rechte Trennung. Wir sehen, daß der andere uns entbehren konnte, er betrachtet uns, wie ein Buch, dessen letzte Kapitel er nicht gelesen hat, er will uns studieren und wir haben ihn ausstudiert!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1835

Willst du deinen Freund behalten – nimm ihm nicht die Freiheit.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Sieh, ich war so oft allein, Und ich lernte gleich den Zweigen, Gleich dem Stein, Träume wachen, Worte schweigen. Denke, daß ich Dichter bin. Eure Sonne ist nicht meine. Nimm als Freund mich hin, Wenn ich dir auch fremd erscheine. Laß mich lauschen aus der Ferne, Wenn ihr tanzend schwebt, Daß auch ich das Schwere lerne: Wie man narrenglücklich lebt.

Ringelnatz, J., Gedichte. 1910

Und tut dir ein Freund Übles, so sprich: „Ich vergebe dir, was du mir tatest; dass du es aber dir tatest, — wie könnte ich das vergeben!“

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von den Mitleidigen

Mit einem Schlechten soll man weder Umgang noch Freundschaft haben. Wenn eine Kohle heiß ist, so brennt sie, ist sie kalt, so schwärzt sie die Hand.

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Übersetzt von Max Müller, 1844

Unpassende Freundschaften endigen immer mit Abneigung; wir wollen uns lieber zu gleichgebildeten Gesellschaftsgenossen halten.

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Man soll kein fallendes Messer und keinen fallenden Freund auffangen.

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Wer ohne Freund ist, geht wie ein Fremdling über die Erde.

Zschokke, Stunden der Andacht zur Beförderung wahren Christentums und häuslicher Gottesverehrung, 1809-16 (26. Auflage in 8 Bänden 1846)

Du siegst, wenn dich dein Freund besiegt.

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Gutwetterfreund springt um, wie der Wind.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Die meisten Freundschaften gehen gerade an dem wieder zugrunde, was sie gebar.

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Du grollest dem Freunde und wendest Das Antlitz trüb von ihm fort. Was trat doch wohl zwischen euch beide? Ein Nichts – ein harmloses Wort, Das arglos den Lippen entfallen! Er ahnet nicht einmal den Grund, Und darum droht zu zerreißen Ein alter, heiliger Bund! So schaffst du immer dir Sorge und Schmerz, Du stolzes, du eitles Menschenherz! –

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Man verliert mehr Freunde durch Wohltaten, als man durch Dankbarkeit gewinnt.

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Verliere deinen Freund um keinen kleinen Zwist; Wenn aber sein Vergehn kein kleiner Fehler ist, Wenn seinem Herzen Gift am hellen Tag entschlüpfte, Dann reiß' das Band entzwei, das dich an ihn verknüpfte!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Freunde sind ein kostbarer Luxus, und wenn man sein Kapital auf eine Berufung und eine Mission hier im Leben setzt, so hat man nicht die Mittel, Freunde zu halten. Wenn man Freunde hält, so liegt das Kostspielige ja nicht darin, was man für sie tut, sondern was man auch Rücksicht auf sie zu tun unterläßt. Dadurch verkrüppeln viele geistige Keime in einem.

Ibsen, H., Briefe. An Georg Brandes, 6.3.1870

Entfernung und lange Abwesenheit tun jeder Freundschaft Eintrag, so ungern man es gesteht. Denn Menschen, die wir nicht sehen, wären sie auch unsere geliebtesten Freunde, trocknen im Laufe der Jahre allmählich zu abstrakten Begriffen auf, wodurch unsere Teilnahme an ihnen mehr und mehr eine bloß vernünftige, ja traditionelle wird: die lebhafte und tiefgefühlte bleibt denen vorbehalten, die wir vor Augen haben, und wären es auch nur geliebte Tiere. So sinnlich ist die menschliche Natur.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen