Freundschaft Sprüche – abschied

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Wer ihn nicht braucht, dem wird ein Freund nicht fehlen, und wer in Not versucht den falschen Freund, verwandelt ihn sogleich in einen Feind.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Das Gefühl der Trennung bestimmt den Wert der Freundschaft.

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Wer jedes Freund sein will, ist niemands Freund.

Pfeffel, Poetische Versuche, 3 Bde., 1791/92 (4. vermehrte Auflage in 8 Bänden 1802-05). Aus: Das Chamäleon und die Vögel

Gute Freunde sind schwer zu finden, noch schwerer fällt es, sie zu verlieren und unmöglich, sie zu vergessen.

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Den Verlust von Freunden beklagen wir gewöhnlich um so mehr, je verächtlicher sie sich uns als Feinde zeigen. Und doch müßten wir uns darüber gerade am schnellsten trösten können, wenn wir sehen, wie wenig wir an ihnen verloren haben.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Wer aufhört ein Freund zu sein, war nie ein guter Freund.

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Eins von beiden musst du wählen: entweder bei deinen alten Freunden ebenso beliebt sein wie früher, indem du ebenso bist wie früher, oder, falls du über deinen früheren Standpunkt hinausgeschritten bist, auf deine früheren Beziehungen zu verzichten.

Arrian, Unterredungen Epiktets mit seinen Schülern (Epiktētou diatribai). 4, 2, 3

Ein verlorener Freund ist eine verwehte Oase, ein wiedergefundener wie ein Sack Datteln, der im Sand liegt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Narben Und als ich zu St. Petern kam, Er meinen Körper in Augenschein nahm: "Sie schlugen auf dich wohl blind und toll, Wie bist du Armer narbenvoll!" "Ach ja, das taten die Feinde mein, Es sollte wohl nicht anders sein!" Als Petrus nahm meine Seele heraus, Wie zog er erst da die Brauen kraus. "Nun, keine Seele sah ich je, Wie deine ich voll Wunden seh!" "Herr Peter! Das haben die getan, Die ich sah als meine Freunde an!"

Bern/Zoozmann (Hg.), Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl aus vergangenen Jahrhunderten und aus unseren Tagen, Erstauflage hg. von Maximilian Bern, spätere Auflagen neu bearbeitet und hg. von Richard Zoozmann, 3 Bde., 1924-29 (EA: 1902)

Wo Geld kehrt und wendt, Hat die Freundschaft bald ein End.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Unter Freunden Ein Nachspiel 1 Schön ist's, miteinander schweigen, Schöner, miteinander lachen, – Unter seidenem Himmels-Tuche Hingelehnt zu Moos und Buche Lieblich laut mit Freunden lachen Und sich weiße Zähne zeigen. Macht' ich's gut, so wolln wir schweigen; Macht' ich's schlimm –, so wolln wir lachen Und es immer schlimmer machen, Schlimmer machen, schlimmer lachen, Bis wir in die Grube steigen. Freunde! Ja! So solls geschehn? Amen! Und auf Wiedersehn! 2 Kein Entschuldgen! Kein Verzeihen! Gönnt ihr Frohen, Herzens-Freien Diesem unvernünftgen Buche Ohr und Herz und Unterkunft! Glaubt mir, Freunde, nicht zum Fluche Ward mir meine Unvernunft! Was ich finde, was ich suche –, Stand das je in einem Buche? Ehrt in mir die Narren-Zunft! Lernt aus diesem Narrenbuche, Wie Vernunft kommt – »zur Vernunft«! Also, Freunde, solls geschehn? – Amen! Und auf Wiedersehn!

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Unter Freunden. Ein Nachspiel

Die Freunde winken und lassen mich leben. Ich will mich glücklich zum Danke erheben. Da würgt mich ein Taumel und raubt mir die Luft. Ich spüre verwelkter Kränze Duft. Ein rasches Gleiten – – ein stumpfes Scharren – – Der dumpfe Fall von erdenen Schollen. Und stiller wird es. – – Nur fern ein Tollen, Ein Lachen. – – – Freunde sind es und Narren.

Ringelnatz, J., Gedichte. 1910

Falsche Freunde sind Schwalben, die nur des Sommers da sind, Sonnenuhren, die nur brauchbar sind, solange die Sonne scheint.

Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Wie oft sehen wir Personen kommen und wieder abtreten, ohne daß sich begreifen läßt, warum sie kamen, oder warum sie wieder verschwinden?

Wieland, Geschichte des Agathon, 2 Bde., 1766-67; umgearbeitet 1773 und 1794. Band 1

Mir ist der Gedanke an verstorbene Freunde süß und verlockend: Ich habe jene nämlich gehabt, obwohl ich im Begriff stand, sie zu verlieren, und ich habe sie verloren und habe ich sie gleichsam noch immer.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 63. Brief. Übers. Internet Originaltext: Mihi amicorum defunctorum cogitatio dulcis ac blanda est; habui enim illos tamquam amissurus, amisi tamquam habeam

Wie rettet man sich vor Menschen, deren Verkehr uns unangenehm und schädlich geworden? Man kennt sie nicht mehr.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)