Freundschaft Sprüche – hochzeit

37 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Freundschaft hochzeit

Der Freund ist der Schlüssel und ich bin das Schloß.

Internet

Bündnisse sind gut, aber wehe denen, die ihrer bedürfen!

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630

Frauen von Freunden Frauen von Freunden zerstören die Freundschaft. Schüchtern erst besetzen sie einen Teil des Freundes, nisten sich in ihm ein, warten, beobachten, und nehmen scheinbar teil am Freundesbund. Dies Stück des Freundes hat uns nie gehört – wir merken nichts. Aber bald ändert sich das: Sie nehmen einen Hausflügel nach dem andern, dringen tiefer ein, haben bald den ganzen Freund. Der ist verändert; es ist, als schäme er sich seiner Freundschaft. So, wie er sich früher der Liebe vor uns geschämt hat, schämt er sich jetzt der Freundschaft vor ihr. Er gehört uns nicht mehr. Sie steht nicht zwischen uns – sie hat ihn weggezogen. Er ist nicht mehr unser Freund: er ist ihr Mann. Eine leise Verletzlichkeit bleibt übrig. Traurig blicken wir ihm nach. Die im Bett behält immer recht.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 21.07.1925, Nr. 2 (Theobald Tiger), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Willst du heiraten, steige eine Stufe herab; willst du einen Freund wählen, steige eine Stufe hinauf.

Internet

Was zu einander paßt auf Erden, zusammenfüge das der Weise. Wie können wir in Freundschaft leben! Bist du doch Zehrer, ich die Speise.

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Die Maus zur Katze. Übersetzt von Ludwig Fritze, 1888

Ach, wehe thut es, den zu hassen, den man geliebt, und mit dem man die Blüte der Jahre in Eintracht verlebt hat!

Internet

Mancher sucht sein Leben lang Kameradschaft, – aber man muß mit diesem Bedürfnis im Herzen nicht zu Frauen gehen. Sie wollen, eine jede, ausschließlichgeliebtsein, sie wollen aus aller Kraft die Episode der Liebe, aber ohne sie dabei als Episode aufzufassen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Man weiß gar nicht, was man hat, wenn man zusammen ist.

Goethe, J. W., Briefe. An Christiane Vulpius, 25. August 1792

Es gibt wohl hier und da auf Erden eine Art Fortsetzung der Liebe, bei der jedes habsüchtige Verlangen zweier Personen nacheinander einer neuen Begierde und Habsucht, einem gemeinsamen höheren Durste nach einem über ihnen stehenden Ideale gewichen ist: aber wer kennt diese Liebe? Ihr rechter Name ist Freundschaft.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Zu einem Wurstpaket:Es blüht die Wurst nur kurze Zeit, Die Freundschaft blüht in Ewigkeit.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Mit jedem Schlüssel kannst du nicht Ein jedes Kästchen erschließen: Du wirst auch nicht mit jedem Wicht Dich zurecht zu finden wissen. – Dem Einen hast du in Jahren zehn Kein Wort zu sagen gefunden; Und mit dem Andern, kaum geseh'n, Verlebst du die froh'sten Stunden. – Und solchen fasse ganz und gar, Euch Beiden zu Nutz und Frommen; Weil endlich der rechte Schlüssel war Zum rechten Kästchen gekommen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es ist leicht, eine Geliebte zu finden, und nicht schwer, einen Freund zu behalten; schwerer aber ist es, eine Geliebte zu behalten und einen Freund zu finden.

Internet

Diejenigen aber, die in ihren Beziehungen nicht Lust um Lust, sondern Vorteil um Vorteil austauschen, sind sich weniger Freund und bleiben es auch weniger, vielmehr hören Verhältnisse, die auf dem Vorteil beruhen, mit eben diesem Vorteil auf, weil hier die Liebe nicht der Person galt, sondern lediglich dem eigenen Nutzen.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1157a (8, 5.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Dreißig Jahre bei Mann und Frau seien verschiedene Größen, und gut Freund sein und Mann und Frau sein, das sei auch zweierlei.

François, Zu Füßen des Monarchen, 1881. Chamonix, den 31. Juli 1873

Glücklich, der einen wahren Freund findet, glücklicher, der in seinem Weibe eine wahre Freundin findet.

Schubert, Tagebücher

Wir zwei Wir haben oft beim Wein gesessen Und öfter beim Grog. Beim Pfandverleiher lag indessen Der Sonntagsrock. Wir haben die lustigsten Mädelgeschichten Ausgetauscht, An Abenteuer und an Gedichten Uns weidlich berauscht. Wir haben, o je, von unsern Schulden Uns vorgeklagt, Vertranken dabei den letzten Gulden: Nur nicht verzagt! Wir haben uns immer zusammengefunden, Wars Wetter schlecht; Und waren die greulichen Wolken verschwunden, Dann erst recht. Wir sind zwei Kirschen an einem Stengel, Ein Zwiegesang, Ein Kanon, wie er von Bach bis Klengel Noch keinem gelang. Wir sind zwei Schelme. Wenn sie uns fangen, Philistergericht, Wir müssen an einem Galgen hangen, Sonst tun wirs nicht.

Falke, G., Gedichte