Freundschaft Sprüche – trauerkarte

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Verliere deinen Freund um keinen kleinen Zwist; Wenn aber sein Vergehn kein kleiner Fehler ist, Wenn seinem Herzen Gift am hellen Tag entschlüpfte, Dann reiß' das Band entzwei, das dich an ihn verknüpfte!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Menschen, die im Unglück sind, haben eines vor den andern voraus: sie lernen unterscheiden, welche Freunde ihnen wirklich gut gesinnt sind.

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An dem Kummer eines Freundes teilzunehmen, ist leicht, aber es bleibt das Zeichen einer außergewöhnlichen Natur, sich an den Erfolgen des Freundes rein mitfreuen zu können.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

In gewissen Jahren wird das Leben ein fortdauerndes Verlieren. – Gott erhalte mir meine Freunde! Es wäre wirklich schön, wenn man in Gesellschaft sterben könnte, wenn man in Gesellschaft gelebt.

Jean Paul, Briefe. An Emanuel Osmund, 6. März 1814

O du, mein frühster Freund, vor allen wert, Trost meines Herzens, dem kein Trost mehr lacht! Wenn nun mein Tag auf ewig dich entbehrt, So gönne mir dein Bild im Traum der Nacht! Und wenn, zu neuem Leben dann entfacht, Der Morgen die geheimen Tränen weckt, Dann hält an deiner Gruft die Sehnsucht Wacht, Bis Staub auch meinen armen Staub bedeckt Und zum Beweinen still der Weinende sich streckt.

Byron, Childe Harolds Pilgerfahrt (Childe Harold's Pilgrimage), 1812-18

Sein Tod hat eine fühlbare Lücke in der Kasse aller seiner Freunde zurückgelassen.

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Ein melancholischer Freund ist eine Plage Gottes.

Heine, H., Briefe. An Moses Moser, 6. August 1829

Es ist nicht so schwer für einen Freund zu sterben, sondern einen Freund zu finden, der es wert wäre, daß man für ihn stirbt.

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Kein besseres Heilmittel gibt es im Leid als eines edlen Freundes Zuspruch.

Euripides, Fragmente. Überliefert bei Stobaios (4, 48, 23) als Fragment eines nicht identifizierten Stückes

Gute Freunde sind schwer zu finden, noch schwerer fällt es, sie zu verlieren und unmöglich, sie zu vergessen.

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Den Verlust von Freunden beklagen wir gewöhnlich um so mehr, je verächtlicher sie sich uns als Feinde zeigen. Und doch müßten wir uns darüber gerade am schnellsten trösten können, wenn wir sehen, wie wenig wir an ihnen verloren haben.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Wenn man von der wenigen Übereinstimmung, die das Innere des Menschen mit seinem Äußern hat, ich meine hier der esoterische Mensch mit dem exoterischen, auf etwas Ähnliches in den Werken der Natur schließen kann, so ist das ein schlechter Trost. Denn wie wenig Freunde würden Freunde bleiben, wenn sie ihre Gesinnungen im ganzen sehen könnten.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 600]

Man kann nicht lange die Gefühle, welche man seinen Freunden und seinen Wohltätern schuldet, bewahren, wenn man sich die Freiheit nimmt, oft von ihren Fehlern zu sprechen.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Ein verlorener Freund ist eine verwehte Oase, ein wiedergefundener wie ein Sack Datteln, der im Sand liegt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Narben Und als ich zu St. Petern kam, Er meinen Körper in Augenschein nahm: "Sie schlugen auf dich wohl blind und toll, Wie bist du Armer narbenvoll!" "Ach ja, das taten die Feinde mein, Es sollte wohl nicht anders sein!" Als Petrus nahm meine Seele heraus, Wie zog er erst da die Brauen kraus. "Nun, keine Seele sah ich je, Wie deine ich voll Wunden seh!" "Herr Peter! Das haben die getan, Die ich sah als meine Freunde an!"

Bern/Zoozmann (Hg.), Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl aus vergangenen Jahrhunderten und aus unseren Tagen, Erstauflage hg. von Maximilian Bern, spätere Auflagen neu bearbeitet und hg. von Richard Zoozmann, 3 Bde., 1924-29 (EA: 1902)

Wunder ist's, wenn jemand traurig ist, da er doch einen Freund besitzt!

Peiper (Hg.), Stimmen aus dem Morgenlande, oder: Deutsch-Morgenländische Frucht- und Blumenlese. Eine Sammlung von unbekannten oder noch ungedruckten Schriftstücken Morgenländischer Autoren, hg. von Carl Rudolf Samuel Peiper, 1850

Ich kenne nichts Wohltuenderes auf der Welt als eine Unterhaltung mit einem Freund über schmerzliche Dinge.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Besuche deinen Freund, aber mit Abstand; bei zu vielen Besuchen verlierst du ihn.

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Bei Übersendung eines Vergissmeinnicht Diese Blume, deren blaue Blüthe Deutungsvoll der schönste Nahme schmückt, Der als Wunsch mir längst im Herzen glühte, Hab' ich einsam heut' im Thal gepflückt. Süss umschwebt von Deinem theuern Bilde, Schien sie würdig zur Gesandtin mir; Hin in ferne, trennende Gefilde, Bringe sie den Gruss der Freundschaft Dir. Ehe sie Dir naht wird sie verbleichen – Schnell verlöschet ihrer Farbe Licht, Doch die Bitte möge Dich erreichen, Die ihr Nahme zärtlich zu Dir spricht.

Ahlefeld, C., Gedichte. Gedichte von Natalie, 1808. Originaltext

Welcher Schmerz Kann tiefer uns verwunden, als ein schlechter Freund?

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 647f. Kreon. Übersetzt von J. J. C. Donner, 1842

Mir ist der Gedanke an verstorbene Freunde süß und verlockend: Ich habe jene nämlich gehabt, obwohl ich im Begriff stand, sie zu verlieren, und ich habe sie verloren und habe ich sie gleichsam noch immer.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 63. Brief. Übers. Internet Originaltext: Mihi amicorum defunctorum cogitatio dulcis ac blanda est; habui enim illos tamquam amissurus, amisi tamquam habeam