Gedanken Sprüche
Nachdenkliche Sprüche und Gedanken
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Ich erfahre das Glück, daß mir in meinem hohen Alter Gedanken aufgehen, welche zu verfolgen und in Ausübung zu bringen eine Wiederholung des Lebens gar wert wäre. Also wollen wir uns, solange es Tag ist, nicht mit Allotrien beschäftigen.
Viele Gedanken heben sich erst aus der allgemeinen Kultur hervor wie die Blüten aus den grünen Zweigen. Zur Rosenzeit sieht man Rosen überall blühen.
Dichtungskraft Daß dein Leben Gestalt, dein Gedanke Leben gewinne, Laß die belebende Kraft stets auch die bildende sein.
Große Gedanken und ein reines Herz, das ist's, was wir uns von Gott erbitten sollten!
Einen Gedanken verfolgen – wie bezeichnend dies Wort! Wir eilen ihm nach, erhaschen ihn, er entwindet sich uns, und die Jagd beginnt von neuem. Der Sieg bleibt zuletzt dem Stärkeren. Ist es der Gedanke, dann läßt er uns nicht ruhen, immer wieder taucht er auf – neckend, quälend, unserer Ohnmacht, ihn zu fassen, spottend. Gelingt es aber der Kraft unseres Geistes, ihn zu bewältigen, dann folgt dem heißen Ringkampf ein beseligendes, unwiderstehliches Bündnis auf Leben und Tod, und die Kinder, die ihm entspringen, erobern die Welt.
Ein Gedanke kann nicht erwachen ohne andere zu wecken.
Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist gar nicht wert, ein Gedanke zu sein.
Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat.
Wir sind zur Gemeinschaft geboren. Unsere gesellige Zusammengehörigkeit hat große Ähnlichkeit mit einem Steingewölbe, das einstürzen würde, wenn die Steine nicht durch ihre gegenseitige Lage dies verhinderten und eben dadurch den Bau haltbar machten.
Ein Heer kann seines Führers, aber niemand seiner Gedanken beraubt werden.
Der Mensch tut gut daran, einen Bleistift bei sich zu tragen und die Gedanken, wenn sie kommen, niederzuschreiben.
Nimmt man von den einflußreichsten wissenschaftlichen Leistungen der größten Männer die Gedanken hinweg, die sie von anderen hatten, so bleibt für sie immer etwas übrig, was die anderen nicht hatten, in der Regel nur ein kleines Stückchen von einem neuen Gedanken, aber dies macht eben schon den großen Mann.
In dem genialen Werk erkennen wir längst verworfene Gedanken wieder, die uns dann gleichsam ins Erhabene entrückt erscheinen.
Gedanken sind das Eigentum dessen, der sie beherbergen kann, und dessen, der sie entsprechend verwerten kann.
Schwer ergründlich, groß in Künsten schwelgt der Geist in den Gedanken. Glück ist er allein dem Weisen, der ihn achtsam hält in Schranken.
Körperfrei und tief verborgen schweift der Geist zu fernen Stätten, wandert einsam. Wer ihn zügelt, sprengt zerreißend Maras Ketten.
Was ein Hasser auch dem Hasser, was ein Feind dem Feind bereitet – Schlimmern Schaden schaffst du selbst dir, hast den Geist du falsch geleitet.
Nicht die Eltern, nicht die Freunde können dich so treu bewahren, wie dein eigner Geist, der richtig die Erkenntnisbahn gefahren.