Gedanken Sprüche – klassisch

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Jedem menschlichen Geiste sind schöne Gedanken und, weil mit jedem Menschen die Welt neu geschaffen wird, auch neue angeboren; aber das Leben und der Unterricht schreiben ihre unnützen Sachen darauf und bedecken sie.

Börne, Die Kunst, in drei Tagen ein Original-Schriftsteller zu werden, 1823

Neue Gedanken sind nicht häufig; Sag uns die alten nur geläufig.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Groß sind die, die sehen, daß geistige Macht stärker ist als materielle, und daß Gedanken die Welt regieren.

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Aber das Vaterland der Gedanken ist das Herz; an dieser Quelle muß schöpfen, wer frisch trinken will.

Börne, Die Kunst, in drei Tagen ein Original-Schriftsteller zu werden, 1823

Jede Produktivität höchster Art, jedes bedeutende Aperçu, jede Erfindung, jeder große Gedanke, der Früchte bringt und Folge hat, steht in niemandes Gewalt und ist über aller irdischen Macht erhaben.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 11. März 1828

Die größten Taten der Gedanken wurden vollbracht, in dem die Denker zu entschleiern suchten – was ewig ein Geheimnis bleiben wird.

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Geduld ist der Meister des menschlichen Handelns.

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Ewig aus der Wahrheit Schranken Schweift des Mannes wilde Kraft, Unstet treiben die Gedanken Auf dem Meer der Leidenschaft.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Würde der Frauen, 1795

Sucht nach Originalität ist gelehrter, grober Egoism(us). Wer nicht jeden fremden Gedanken wie einen seinigen und einen eigentümlichen wie einen fremden Gedanken behandelt, ist kein echter Gelehrter.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Es gibt Vorahmer von Originalen. Wenn zwei einen Gedanken haben, so gehört er nicht dem, der ihn früher hatte, sondern dem, der ihn besser hat.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. IV. Vom Künstler

Selig, wer einen Schatz an göttlichem Geist sich erworben.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 83.

Auch in der geistigen Welt geht kein Atom verloren; was je war, verharrt unvertilgbar. In unsern Geistern leben die Geister aller Verstorbenen aller Zeiten.

Steinthal, Mythos und Religion, 1870

Die Götterkraft im Handeln beruht darauf, daß der Mensch voll ist von Einem Gedanken.

Wolzogen, Literarischer Nachlaß, 2 Bde., 1848/49

Im Wasser wogt die Lilie, die blanke, hin und her, Doch irrst du, Freund, sobald du sagst, sie schwanke hin und her! Es wurzelt ja so fest ihr Fuß im tiefen Meeresgrund, Ihr Haupt nur wiegt ein lieblicher Gedanke hin und her!

Platen, Gedichte. Motto zu den Ghaselen

Es liegt im Wesen der Musik, dass die Früchte ihrer großen Kultur-Jahrgänge zeitiger unschmackhaft werden und rascher verderben, als die Früchte der bildenden Kunst oder gar die auf dem Baume der Erkenntnis gewachsenen: Unter allen Erzeugnissen des menschlichen Kunstsinns sind nämlich Gedanken das Dauerhafteste und Haltbarste.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Eines zu sein mit Allem, was lebt, in seliger Selbstvergessenheit wiederzukehren ins All der Natur, das ist der Gipfel der Gedanken und Freuden, das ist die heilige Bergeshöhe, der Ort der ewigen Ruhe, wo der Mittag seine Schwüle und der Donner seine Stimme verliert und das kochende Meer der Woge des Kornfelds gleicht.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Was du allhie im Geiste bauest oder säest, es sei gleich mit Worten, Werken oder Gedanken, das wird dein ewig Haus sein.

Böhme, Aurora oder Morgenröte im Aufgang, 1612. 18. Kapitel, 44.

So fliegt ein großer Gedanke Feurig gen Himmel zu Dem empor, von dem er gedacht ward.

Klopstock, Der Messias, 4 Bde., 1751-73. 4. Gesang

Jederzeit und womöglich bei jeder Vorstellung mußt du die Lehren der Physik, der Ethik, der Dialektik in Anwendung bringen.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 8,13. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Wer den gewaltigsten und tiefsinnigsten Gedanken am einfachsten und klarsten auszudrücken vermag, wäre nach meinem Geschmack der größte Denker und der größte Dichter.

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O, Erbe der Ewigkeit, bewache wohl das Tor der Sünde: den Gedanken!

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