Glück Sprüche

Sprüche über Glück und Zufriedenheit

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Zürne dem Glücklichen nicht, daß den leichten Sieg ihm die Götter Schenken, daß aus der Schlacht Venus den Liebling entrückt. Ihn, den die lächelnde rettet, den Göttergeliebten beneid ich, Jenen nicht, dem sie mit Nacht deckt den verdunkelten Blick.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Wozu die Tage zählen! Dem Menschen genügt ja ein einziger Tag, um das ganze Glück zu erfahren.

Dostojewski, Die Brüder Karamasow, 1878-80

Zum Glück sind die Menschen geschaffen, und wer vollkommen glücklich ist, der ist gewürdigt, sich selbst sagen zu dürfen: Ich habe das Gebot Gottes auf dieser Erde erfüllt.

Dostojewski, Die Brüder Karamasow, 1878-80

Die Pflicht, unbedingt wenigstens einen Menschen in seinem Leben glücklich zu machen, und zwar praktisch, das heißt: in Wirklichkeit, würde ich sie für jeden entwickelten Menschen einfach zum Gebot erheben.

Dostojewski, Der Jüngling (auch: Ein grüner Junge), 1876

Es ist nicht leicht, Glück mit Anstand zu tragen.

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Es genügt nicht, glücklich zu sein; es gehört auch dazu, dass andere unglücklich sind.

Renard, Ideen, in Tinte getaucht (aus den Tagebüchern 1887-1910), 1925

Das Glück lenkt alles zum Vorteil seiner Günstlinge.

Rochefoucauld, De la Rochefoucault's Sätze aus der höhern Welt- und Menschenkunde, deutsch hg. von Friedrich Schulz, neue verbesserte Ausgabe 1798 (EA: 1793)

Ich wäre nur wenig glücklich, wenn ich sagen könnte, wie sehr ich's bin.

Shakespeare, Viel Lärmen um nichts (Much Ado about Nothing), Erstdruck 1600. 2. Aufzug, 1. Szene, Claudio

Mancher erträgt fremdes Glück schwerer als eigenes Unglück.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das Glück findet man am sichersten, indem man zu zweit danach sucht.

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Venetianischer Gondelgruß 1873 Glücklich hab' ich ihn erlauscht - Ob ich neckend mich verstecke? Schwesterchen, die Gondel rauscht, Sieh, da fährt er um die Ecke! G'raden Flugs herauf zu mir Dringt sein herrlich leuchtend Grüßen - Blumen, glücklich seid nur ihr, Daß euch seine Lippen küssen!

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Die drei schönsten Gipfel des Lebens sind: das erste Amt, ein liebes Weib, das erste Kind! Wer diese drei gewonnen hat, der darf hienieden keine große Steigerung des Glücks mehr erwarten. Wer keines je besessen, der ist als Bettler durchs Leben gegangen.

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Daß im Ganzen die Menschen nicht im Glücke besser, sondern schlechter werden – leichter umgekehrt im Unglück – beweist hart gegen sie.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Suche das Glück nicht mit dem Fernrohr.

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Denn wenn ich auch nicht ganz bestreiten will, daß es Pechvögel gibt, so gilt doch vom Glück im Ganzen dasselbe wie vom Gold: Es liegt auf der Straße, und der hat's, der's zu finden und aufzuheben versteht.

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Man verbringt die eine Hälfte des Lebens damit, sich Glück zu erhoffen, und die andere, eine Hoffnung zu vermissen.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Laß jedes Glück verblühn, wenn dir nur eines bleibt, Die Hoffnung, die am Zweig stets neue Knospen treibt.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

So übe ich mich unaufhörlich darin, das wahre Glück von allen äußeren Umständen zu trennen und es nur als Belohnung und Ermunterung an die Tugend zu knüpfen. Da erscheint es in schönerer Gestalt und auf sicherem Boden.

Kleist, H., Briefe. An Christian Ernst Martini, 18./19. März 1799

O was ist glückseliger, als frei von Sorgen zu sein!

Catull, Gedichte (Carmina), 116 Gedichte in 3 Gruppen. 31. Originaltext: O quid solutis est beatius curis!

Sollte das Glück sich mit mir einlassen, so muß es die Bedingungen annehmen, die mein Charakter ihm stellt.

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Alle haben es gleich. Wie man in einem See an keiner Stelle die Wasseroberfläche höher oder niedriger machen kann als an anderen Stellen, so kann man auch das Glück nicht durch materielle Mittel vermehren oder vermindern.

Tolstoi, Tagebücher. 1893