Glück Sprüche – leben

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Was Heil uns bringet, ist ein Unheil nicht zu nennen, Und jedes Unheil bringt uns Heil, wenn wir's erkennen.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Und glaube mir, der schmerzlich es erfahren, Fernab vom Pfad des Dichters wohnt das Glück! … Laß mich’s verdienen, und ich will’s entbehren!

Halm, Camoens. Dramatisches Gedicht in einem Aufzuge, 1837

Glück heißt, seine Grenzen zu kennen und sie zu akzeptieren.

Rolland, Jean-Christophe, 1904-12. Band VIII. Übers. Internet

Das Menschenherz ist feig, und es gehört Mut dazu, um glücklich zu werden.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Bitter und beschwerlich sind uns die mannigfachen Launen des Glücks. …

Boccaccio, Das Dekameron (Il decamerone), Novellensammlung, entstanden 1348-53; Erstdruck 1470. Sechste Geschichte

Nichts ist bitterer als zu sehen, dass übermenschliche Anstrengungen so wenig Glück hervorbringen.

Némirovsky, Die Beute (La Proie), 1938. Übersetzt von Olivia Mauny

Fortuna Frau Fortuna, ganz umsunst Tust du spröde! deine Gunst Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen, Zu erbeuten, zu erzwingen. Überwältigt wirst du doch, Und ich spanne dich ins Joch, Und du streckst am End' die Waffen – Aber meine Wunden klaffen. Es verströmt mein rotes Blut, Und der schöne Lebensmut Will erlöschen; ich erliege Und ich sterbe nach dem Siege.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, Erstdruck 1844. Die Gedichte entstanden zwischen 1824 und 1844, viele von ihnen wurden zuvor in Zeitschriften bzw. in Sammelbänden veröffentlicht. Originaltext

Niemand kann glücklich sein in der Furcht um bedeutsame Dinge.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Beatus autem esse in maximarum rerum timore nemo potest

Die meisten Menschen werden deshalb nicht glücklich sein, weil sie das Gute als berechtigte Forderung hinnehmen.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Selbst der Unbedeutendste hätte täglich die Pflicht, das Glück anzuerkennen; leider hat er keine Zeit.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Es ist nichts Leichtes, Glück zu spenden und gleichzeitig selbst nichts zu entbehren.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Ein Leben ohne Glauben an das Glück ist überhaupt kein Leben; das ist nur ein Vegetieren.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Wir schwimmen dahin, in stetem Haschen nach dem Glück, und wir haben es nur deshalb nicht, weil es stets durch die engen Maschen unseres Netzes entwischt.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Du glaubst, ein großes Glück tragen zu können, – und versagst in einem kleinen Schmerze?

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Es gibt keine Glückseligkeit ohne Schmerz.

Bowman-Hart, Thoughts and Aphorisms, 1899. Übers. Internet

Der Mensch ist also zum Unglück bestimmt, dass ihm das Glück fast als ein Unrecht erscheint: einer gemeinen Natur das fremde, einer edlen das eigene.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)