Glück Sprüche – liebe
68 Sprüche gefunden
Die Knospe Mein Herz ist eine Knospe, Die still verborgen keimt Und in dem Sturm des Winters Von schön'ren Lenzen träumt. Mein Herz ist eine Knospe, Durchwallt von süßem Duft Sie kann ja nicht erblühen In eisig kalter Luft. Mein Herz ist eine Knospe, Und wenn es liebend bricht, Entfaltet sich die Blüthe Dem ew'gen Sonnenlicht.
Tränen der Trauer, Tränen des Glücks; es kommt auf die Seite an, wohin man blickt.
Glück und Unglück nehmen den Menschen die Maske ab.
Glück und Unglück trägt man im Herzen.
Es geht mit unserem Glück wie mit Gemälden. Die Nähe drängt zu gewaltig auf uns; wir müssen in der gehörigen Entfernung stehen, um die Schönheit recht zu fühlen und zu genießen.
Fremder Hunger langweilt, fremdes Glück reizt.
Aber muß man nicht oft unbedachtsam handeln, wenn man das Glück anreizen will, etwas für uns zu tun?
Besteht zwischen zwei Menschen völlige Natürlichkeit, so darf ihr Glück für gegründet gelten. Zuneigung und einige andere Gesetze des Seelenlebens machen es einfach zum größten überhaupt möglichen Glück.
Vermehrung des menschlichen Glücks wird nur durch Vermehrung der Liebe möglich.
Und da ein wahres Glück untrennbar verbunden ist mit dem Gefühl des Gebens, so ist es klar, daß der Mitmensch dem Glück viel näher steht als der isoliert nach Überlegenheit strebende Mensch.
Ich liebe die Welt, die Sonne, die Erde, die Blumen, die Vergnügungen, die Jugend, die Schönheit; ich habe Durst nach Glück!
Größtes Glück auf Erden ist es, eine Nacht zwischen einer schönen Frau und einem schönen Himmel zu teilen.
Dunkel umfängt uns rings, doch, steigt die Sonne der Liebe, Über des Abgrunds Nacht spielen die Falter des Glücks.
Wenn ich die Glücksfälle in meinem Leben zähle, zähle ich dich zwei mal!
So ist das Glück, es nähert sich dir, es berührt deine Stirn, du aber bist so betroffen von seiner Gegenwart, so befangen, und machtlos, es zu ergreifen, daß du die Göttin erst erkennst, wenn sie entschwunden ist.
Es gibt keinen Menschen, der das Glück nicht liebte, und wer blickte nicht mit Sehnsucht auf die junge Geliebte eines andern?
Südliche Mondnacht Werden zu doppelter Lust nun doppelte Tage geboren? Ehe der eine versank, steigt schon der neue herauf! Herrlich in Salben und Glanz, gedächtnislos wie ein Halbgott, Deckt er mir Gärten und See zu mit erstarrendem Prunk. Und der vertrauliche Baum wird fremd, fremd funkelt der Springbrunn, Fremde und dunkle Gewalt drängt sich von außen in mich. Sind dies die Büsche, darin die bunten Gedanken genistet? Kaum mehr erkenn ich die Bank! Die ists? Die lauernde hier? Aber sie ists, denn im Netz der fleißigen, winzigen Spinne Hängt noch der schimmernde Punkt! Komm ich mir selber zurück? Als dein Brief heut kam – ich riß mit zu hastigen Fingern Ungeduldig ihn auf –, flogen die Teilchen hinweg Von dem zerrissenen Rand: sie sprühten wie Tropfen dem Trinker, Wenn er zum Springbrunn sich drängt, um den verdürsteten Mund! Ja, jetzt drängt sichs heran und kommt übers Wassers geschwommen, Hebt sich mit lieblichem Arm rings aus dem Dunkel zu mir: Wie ein Entzauberter atme ich nun, und erst recht nun verzaubert, Und in der starrenden Nacht halt ich den Schlüssel des Glücks!
Ruhe des Herzens Wie heimlich glüht ein Bild aus langer Dämm'rung: Ein Sommerabend war's Im Heimatdorfe; Noch lag ein Sonnenhauch Auf Dach und Giebeln, Und hell stand schon der Mond In leerer Straße. Der Nachbar sprach ein Wort Von Tau und Regen, Er sprach zu seinem Weib Drin in der Kammer; Er zog das Fenster an, Es klang der Riegel; Ein erstes Sternlein trat Aus lichtem Dunkel. Aus fernen Gärten klang Ein Mädchenlachen; Ein letzter Nachhall dann Und letzte Stille. Und all die Sommerwelt Ging wie ein Atem Geruhig ein und aus Durch meine Lippen. – Nun weiß ich's, da mein Haar Beginnt zu bleichen: Was damals ich geatmet, war Das Glück.
Was sucht ihr Ruhm? Könnt ihr denn mehr gewinnen von der Welt, als dass euch aus dem Menschenwald ein Herz, das wie das eure fühlt, das Glück zurückwirft, das ihr ihm zugesandt!
In der trüben Einsamkeit Späh ich nach der Spur Jener kurzen, süßen Zeit, Da ich Glück erfuhr. Ja, die Wege weiß ich noch, Und die Spur ist nah. Aber Schnee liegt spannenhoch, Wo mein Glück geschah. Meine Tränen fallen drauf, Wärmen rings den Ort. Und der Schnee taut langsam auf, Und der Schnee schmilzt fort.
Der Mensch trennt sich schwerer von einem geträumten, als von einem wirklichen Glück.