Glück Sprüche – romantisch

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Welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Aus: Willkommen und Abschied

Glück ist die Poesie der Frauen.

Balzac, Vater Goriot (Le Père Goriot), 1834-35

An der Brücke stand jüngst ich in brauner Nacht. Fernher kam Gesang: goldener Tropfen quoll’s über die zitternde Fläche weg. Gondeln, Lichter, Musik – trunken schwamm’s in die Dämmrung hinaus… Meine Seele, ein Saitenspiel, sang sich, unsichtbar berührt, heimlich ein Gondellied dazu, zitternd vor bunter Seligkeit. – Hörte Jemand ihr zu?…

Nietzsche, Ecce Homo. Wie man wird, was man ist, 1889 (erstmals gedruckt 1908). Warum ich so klug bin

Freundschaft und Liebe erzeugen das Glück des menschlichen Lebens, Wie zwei Lippen den Kuß, welcher die Seelen entzückt.

Hebbel, F., Briefe. 14. Februar 1832

Ach, das Köstlichste auf Erden Ist das stille Glück im Haus! Mag es draußen Winter werden, Hier ist's Lenz jahrein jahraus.

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Ein Herz muß dann und wann an seinem Glück sich laben, es muß der Liebe viel und etwas Frohsinn haben.

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Er fühlt, wie das reinste Glück der Welt Schon eine Ahndung von Weh enthält.

Goethe, Der ewige Jude. Versepos. Ein Fragment, 1774; Erstdruck 1836. Des ewigen Juden erster Fetzen

Stille – nirgends ein Laut ich höre ihn… Deinen Atem auf meiner Haut Glockengeläut und Kerzenrauch ich fühle sie… die Schmetterlinge im Bauch Jede Berührung intensiv erlebt da ist sie wieder… wie es in mir bebt… ich nenn es… ›Die Gänsehaut des Glücks‹.

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Wie jauchzt meine Seele Und singet in sich! Kaum, daß ich's verhehle So glücklich bin ich!

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Mir ist, als müßt ich singen So recht aus tiefster Lust, Von wunderbaren Dingen, Was niemand sonst bewußt. O könnt ich alles sagen! O wär ich recht geschickt! So muß ich still ertragen, Was mich so hoch beglückt.

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Und Freud und Wonne aus jeder Brust. O Erd, o Sonne! O Glück, o Lust!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Lieder, aus: Mailied

Venetianischer Gondelgruß 1873 Glücklich hab' ich ihn erlauscht - Ob ich neckend mich verstecke? Schwesterchen, die Gondel rauscht, Sieh, da fährt er um die Ecke! G'raden Flugs herauf zu mir Dringt sein herrlich leuchtend Grüßen - Blumen, glücklich seid nur ihr, Daß euch seine Lippen küssen!

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Das kleine Mädchen Es war ein armes kleines Mädchen, Das stickte nur mit kurzen Fädchen; Ich glaube, Lina war ihr Name. Sie wurde eine schöne Dame, War fleißig, brav und lernte gerne, Da kam ein Prinz aus weiter Ferne. Der sagte: »Liebe gute Lina, Komm mit mir auf mein Schloß nach China.« Dort sitzen sie nun alle beide Auf einem Thron von gelber Seide.

Ringelnatz, J., Gedichte. Kleine Wesen, 1910

Die Knospe Mein Herz ist eine Knospe, Die still verborgen keimt Und in dem Sturm des Winters Von schön'ren Lenzen träumt. Mein Herz ist eine Knospe, Durchwallt von süßem Duft Sie kann ja nicht erblühen In eisig kalter Luft. Mein Herz ist eine Knospe, Und wenn es liebend bricht, Entfaltet sich die Blüthe Dem ew'gen Sonnenlicht.

Ferrand, E., Gedichte

O, Glück auszugießen über die Welt! Augen leuchten, Herzen erbeben machen!

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. In me ipsum, 1901

Vermehrung des menschlichen Glücks wird nur durch Vermehrung der Liebe möglich.

Tolstoi, Tagebücher. 1903

Ich liebe die Welt, die Sonne, die Erde, die Blumen, die Vergnügungen, die Jugend, die Schönheit; ich habe Durst nach Glück!

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Ihr wißt's, wie wir so selig waren, So selig und so rein dabei, Rein, wie man's ist mit achtzehn Jahren – Es war im schönen Monat Mai.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Vermischte Gedichte. Erstes Buch. Aus: Vorüber!

Aber am meisten beglückt, wer, was er liebte, gewann.

Weber (Hg.), Die elegischen Dichter der Hellenen nach ihren Überresten übersetzt und erläutert, 1826

Es gibt keinen Menschen, der das Glück nicht liebte, und wer blickte nicht mit Sehnsucht auf die junge Geliebte eines andern?

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Übersetzt von Max Müller, 1844

Südliche Mondnacht Werden zu doppelter Lust nun doppelte Tage geboren? Ehe der eine versank, steigt schon der neue herauf! Herrlich in Salben und Glanz, gedächtnislos wie ein Halbgott, Deckt er mir Gärten und See zu mit erstarrendem Prunk. Und der vertrauliche Baum wird fremd, fremd funkelt der Springbrunn, Fremde und dunkle Gewalt drängt sich von außen in mich. Sind dies die Büsche, darin die bunten Gedanken genistet? Kaum mehr erkenn ich die Bank! Die ists? Die lauernde hier? Aber sie ists, denn im Netz der fleißigen, winzigen Spinne Hängt noch der schimmernde Punkt! Komm ich mir selber zurück? Als dein Brief heut kam – ich riß mit zu hastigen Fingern Ungeduldig ihn auf –, flogen die Teilchen hinweg Von dem zerrissenen Rand: sie sprühten wie Tropfen dem Trinker, Wenn er zum Springbrunn sich drängt, um den verdürsteten Mund! Ja, jetzt drängt sichs heran und kommt übers Wassers geschwommen, Hebt sich mit lieblichem Arm rings aus dem Dunkel zu mir: Wie ein Entzauberter atme ich nun, und erst recht nun verzaubert, Und in der starrenden Nacht halt ich den Schlüssel des Glücks!

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