Gott Sprüche – abschied

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Können sie schon den Menschen entlaufen, so haben sie doch keine Flügel um Gott zu entfliehen.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600. König Heinrich

Gott zieht an einer Hand, der Teufel an beiden Beinen.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verläßt.

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Niemals verliert man die, die man in Jenem liebt, den man nicht verlieren kann.

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Was du verlorst, hat er gefunden; Du triffst bei ihm, was du geliebt: Und ewig bleibt mit dir verbunden, Was seine Hand dir wiedergibt.

Novalis, Geistliche Lieder, 1802. Aus: III.

Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1891

Ernste Stunde Wer jetzt weint irgendwo in der Welt, ohne Grund weint in der Welt, weint über mich. Wer jetzt lacht irgendwo in der Nacht, ohne Grund lacht in der Nacht, lacht mich aus. Wer jetzt geht irgendwo in der Welt, ohne Grund geht in der Welt, geht zu mir. Wer jetzt stirbt irgendwo in der Welt, ohne Grund stirbt in der Welt: sieht mich an.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Buchder Bilderm 1902/1906, Des ersten Buches zweiter Teil

Des Himmels Netz hat weite Maschen und doch entkommt ihm nichts.

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Es wandelt, was wir schauen, Tag sinkt ins Abendrot, Die Lust hat eignes Grauen, Und alles hat den Tod. Ins Leben schleicht das Leiden Sich heimlich wie ein Dieb, Wir alle müssen scheiden Von allem, was uns lieb. Was gäb es doch auf Erden, Wer hielt' den Jammer aus, Wer möcht geboren werden, Hieltst du nicht droben Haus! Du bist's, der, was wir bauen, Mild über uns zerbricht, Daß wir den Himmel schauen – Darum so klag ich nicht.

Eichendorff, J., Gedichte. Der Umkehrende, 4.

Gott läßt uns nicht im Finstern. Nur wenn wir ihn verlassen, gehen wir zugrunde.

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Gott verliert seine Freunde nicht aus den Augen.

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Gott weiß wohl, warum er der Geiß den Schwanz abgehauen hat.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Als Allah die Welt erschaffen hatte, schaute er sie sich an und alles, was ihn vom Wesentlichen ablenkte nahm er heraus. So entstand die Wüste.

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Wer Gott erkannt hat, streift alle Fesseln von sich, und nach den entschwundenen Leiden streift er Geburt und Tod ab.

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Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir! Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir! Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir!

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Herr, lasse uns niemals glauben, wir könnten alleine bestehen und bedürften deiner nicht.

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Gott sah die Welt und fing leise an zu weinen.

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Je unabhängiger wir von den Menschen werden, desto abhängiger werden wir von Gott.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Nicht dann, wenn ich mich zu Ihm begebe, sondern gerade dann, wenn ich mich von Ihm abwende, wenn ich Ihn verlasse, – gerade dann erkenne ich, daß Gott ist. Ich sage ›Gott‹, jedoch ich weiß nicht sicher, ob ich ihn recht nenne. Sie werden verstehen, was ich meine.

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Wenn die Halbgötter gehen, trifft Gott ein.

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Gelegentlich schafft ein Volk Gott ab, Gott ist zum Glück toleranter.

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