Gott Sprüche – kinder

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Gott leitet seine Kinder, die er auserwählt hat, wunderliche Wege.

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Alles, was uns Gott gemacht und gegeben hat, ist gut; aber wir haben keine Ruhe, bis wir alles wieder schlecht gemacht haben. Sind wir nicht, wie die Kinder mit ihrem Spielzeug? Es freut sie erst, wenn an jedem Stück etwas fehlt.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 103,17f)

Wenn ihr mit Gott zürnt, so ist kein Hilf; wo aber Gott mit euch zürnt, so ist noch wohl Rat da.

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Gott straft ohne Peitsche und ohne Worte.

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Die Weiber, die Kinder, die Tiroler und die Pfaffen Wollen uns ein neues Gottesreich erschaffen, Doch der Gott in ihrem Gottesreich Sieht Weibern, Kindern, Pfaffen und Tirolern gleich.

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Wenn ihr aus der Geschichte Gott studiert, Ist die Aussicht eine geringe, Studiert aus ihr nur, wie sich's gebührt, Die menschlichen Dinge. Denn im Verstehn von Gottes Art Sind wir und bleiben Kinder, Er straft vor allem die Dummen hart, Die Schlechten minder.

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Auf den Lippen und im Herzen der Kinder ist Mutter der Name für Gott.

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Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin. Und ihr sollt einst sagen, daß ich gnädig bin. Ihr sollt nicht ergrauen, ohne daß ich's weiß, müßt dem Vater trauen, Kinder sein als Greis. Ist mein Wort gegeben, will ich es auch tun, will euch milde heben: Ihr dürft stille ruhn. Stets will ich euch tragen recht nach Retterart. Wer sah mich versagen, wo gebetet ward? Denkt der vor'gen Zeiten, wie, der Väter Schar voller Huld zu leiten, ich am Werke war. Denkt der frühern Jahre, wie auf eurem Pfad euch das Wunderbare immer noch genaht. Laßt nun euer Fragen, Hilfe ist genug. Ja, ich will euch tragen, wie ich immer trug.

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Mein Kind, tu dir selbst so viel Gutes an, wie du kannst, und gib dem Herrn die Opfer, die ihm gebühren.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 14,11)

Gott will nicht engherzige Gemüter und leere Köpfe zu seinen Kindern, sondern solche, deren Geist von sich selbst arm, aber reich an Erkenntnis seiner ist, und die in diese Erkenntnis Gottes allein allen Wert setzen.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1837 (posthum). Einleitung

Der Vater will es also, daß die Ohnmacht uns zur Demut bringt, die Demut zur Gnade in der Erkenntnis, daß der Vater auf dem schwersten Wege seine liebsten Kinder führt.

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Was alles für den »lieben Gott« Kinderstubenunart ist!

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht gerieten, — das war eine Sünde wider den guten Geschmack.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Außer Dienst

Gott schläft nicht, dass du ihn aufwecken müsstest mit Geschrei.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630

Aufrecht hat Gott den Menschen erschaffen, vorwärts, aufwärts soll er schauen: das scheidet ihn von der ganzen Tierwelt. Aufrecht muß man zu stellen wissen, wenn man versunkene Menschenkinder zu Gotteskindern machen will.

Gotthelf, Die Armennot – Ein Silvestertraum. Traktat, 1840/51. 7. Kapitel

Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.

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Wir verstoßen nicht gegen wissenschaftliche Methoden, wenn hinter den Naturerscheinungen wir einen himmlichen Vater vermuten, der die Bitten seiner Kinder erhört und infolgedessen den Gang der Dinge ändert.

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Vor Menschen sei ein Mann, vor Gott ein Kind.

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Ein französischer Bischof, zur Zeit Ludwigs XIV., besuchte ein vornehmes Haus und fragte dort den achtjährigen Sohn der Familie, einen aufgeweckten Jungen, indem er eine Orange aus einem Körbchen auf dem Tisch nahm: "Mein Kind, ich will dir diese Orange geben, wenn du mir sagst, wo Gott ist." — "Und ich, Herr Bischof, werde Ihnen den ganzen Korb voll Orangen geben, wenn Sie mir sagen, wo Gott nicht ist", erwiderte ihm der Knabe.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930. An Bischof von Keppler am 12. Dezember 1899

So will's ja der Berater Der Welt, daß in der Kunst Das Kind den eignen Vater Erlöst vom ird'schen Dunst, Und für die heil'ge Schüssel Voll Blut's, die er vergießt, Ihm dankt mit einem Schlüssel, Der ihm das All erschließt.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Ein Geburtstag auf der Reise