Gott Sprüche – liebe

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Gott ist handelnde Liebe.

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Rings um unsre Himmelsleiter toben Liebe, Lob, Haß, Spott, unter uns Millionen Streiter, über uns der stille Gott.

Dehmel, Kriegs-Brevier, 1917. Vorangestelltes Motto

Gott ist in Kreaturen unbegreiflich, doch kann man ihn in seinem Worte fühlen und betasten; wiewohl ers nicht macht, wie wir gern wollten, denn er hält nicht unsere Geometrie, Meß- und Rechenkunst.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit, ewig alt und ewig neu, spät habe ich dich geliebt! Und sieh, bei mir drin warst du, und ich lief hinaus und suchte draußen dich, und häßlich ungestalt warf ich mich auf das Schöngestaltete, das du geschaffen. Du warst bei mir, und ich war nicht bei dir. Und was von dir solang mich fernhielt, waren Dinge, die doch, wenn sie in dir nicht wären, gar nicht wären. Du aber riefst und schriest und brachst mir meine Taubheit. Du blitztest, strahltest und verjagtest meine Blindheit. Du duftetest, und ich trank deinen Duft und atme nun in dir. Gekostet hab ich dich, nun hungre ich nach dir und dürste. Und du berührtest mich, ich aber glühte in Sehnsucht auf, in Sehnsucht nach deinem Frieden.

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O wie schön und wie göttlich ist die Berührung zweier Seelen, die sich auf ihrem Wege zur Gottheit begegnen.

Schiller, F., Briefe. An Gottfried Körner, 3. Juli 1785

Zwei Stufen, wo man dem Schöpfer am nächsten ist: die höchste Erhöhung und die tiefste Erniedrigung. Beide verschmelzen an ihren Grenzen und gehen ineinander über.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Gott Was soll der häßliche Weltriß? Das All in Stücke zerschellt! Gott ist das Liebesverhältnis Der Teile der ewigen Welt.

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Die Liebe Gottes kann so werden übertrieben, Daß sie für Sünd' es hält den Menschen auch zu lieben.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Gott hat seine Höflinge, die ihm schmeicheln, als wenn er ein Fürst wäre.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [145]

Einem andern Menschen behilflich sein, daß er Gott liebe, heißt ihn lieben; von einem andern Menschen darin unterstützt werden, daß man Gott liebe, heißt geliebt werden.

Kierkegaard, Leben und Walten der Liebe (Kjerlighedens Gjerninger), 1847. Übersetzt von Albert Dorner, 1890

Sie [die Götter] reden nur durch unser Herz zu uns.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 1. Akt, 3. Szene, Iphigenie zu Thoas

Gott ist am nächsten, Wenn er ferner als fern und hart wie ein Felsen zu sein scheint!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Daß Gott gekreuzigt wird, daß man ihn kann verwunden, Daß er die Schmach verträgt, die man ihm angetan, Daß er solch Angst aussteht und daß er sterben kann, Verwundere dich nicht: die Liebe hats erfunden.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Es kann in Ewigkeit kein Ton so lieblich sein, Als wenn des Menschen Herz mit Gott stimmt überein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.

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Je mehr wir Gott lieben, um so mehr müssen wir auch seine Welt lieben.

Schaible (Hg.), Geistige Waffen. Ein Aphorismen-Lexikon, 1901

Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür; Der Weg der Wissenschaft bringt dich gar langsam für.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Was bist du, liebreicher Gott, und was bin ich Würmlein, dein kleiner Knecht?

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Es steht nirgends geschrieben, daß Gott unseren Kopf verlange, wohl aber unser Herz.

Kügelgen, Lebenserinnerungen des alten Mannes in Briefen an seinen Bruder Gerhard 1840-1867, Leipzig 1923

Gott lieben ist nicht das Letzte. Das Letzte ist Gottseligkeit.

Rathenau, Auf dem Fechtboden des Geistes. Aphorismen aus seinen Notizbüchern, Verlag Der Greif, Wiesbaden 1953

Was dem Menschen unversöhnlich scheint, weiß einer, der die Herzen lenkt, in Liebe zu vergleichen über alles Hoffen.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Marcus König. Bei den Augustinern