Gott Sprüche – nachdenklich

496 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Gott nachdenklich

Wer von Gott erhört werden will, der höre zuerst auf Gott.

Internet

Ich suche in mir den Gott, den ich außer mir überall finde.

Sanders (Hg.), Citatenlexikon. Sammlung von Citaten, Sprichwörtern, sprichwörtlichen Redensarten und Sentenzen, 1899

Der Instinkt, der einen Gott verlangt, ist erhabener als die Spitzfindigkeit, die ihn verwirft.

Vinet, Über die Moralisten des 16. und 17. Jahrhunderts (Études sur les moralistes aux XVIe et XVIIe siècles), übersetzt von Zimmermann 1859

Zum Ebenbild Gottes muss ein falsches Original gesessen haben.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Und merkwürdigerweise ist gerade die Gottlosigkeit am unduldsamsten, sobald sie das Recht erstritten hat, mit Frechheit offen sich zeigen zu dürfen. Sie will keine Gottesverehrung mehr dulden und verfolgt jede mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln, legt euch Glaubens- und Gewissensfreiheit so aus, daß niemand mehr einen Glauben haben, niemand ein Gewissen zeigen solle. Wer fühlt nicht diese zur Macht strebende Gottlosigkeit und den Zwang, den sie bereits auszuüben beginnt?

Gotthelf, Uli der Knecht (Originaltitel: Wie Uli der Knecht glücklich wird. Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute), 1841. 14. Kapitel

Es ist nicht meine Angelegenheit, an mich zu denken. Meine Angelegenheit ist es, an Gott zu denken. Es ist Gottes Sache, an mich zu denken.

Internet

Vorschlag O wie rinnt in meine Glieder Eine stille Seligkeit, Sonntag, Sonntag ist es wieder, Abgelegt das Werktagskleid. O wie machst du jede Plage, Alles wieder schön und gut, Nachgeschmack von jenem Tage, Da der Herr der Welt geruht. Rufst in unserer gescheiten Fleißigen Welt oft wunderbar Mir zurück die seligen Zeiten, Da es immer Sonntag war. Für die nächste Schöpfungsfrage Mach ich, Herr, den Vorschlag nun: Ruhen mögst du sechs der Tage Und am siebten gar nichts tun.

Paulus, Gesammelte Dichtungen, 1892

Es ziemt uns nicht, Gott menschliche Attribute beizulegen, es ziemt uns nicht, Gott nach unserm Bilde zu schaffen. Menschliche Gerechtigkeit, menschliche Güte, menschliche Weisheit, das Alles läßt sich unmöglich auf ihn übertragen.

Voltaire, Philosophisches Wörterbuch (Dictionnaire philosophique portatif), 1764. Über das Gute und das Böse in der physischen und in der moralischen Welt (›Bien‹ (Vom Guten))

[…] Wahrhaftig, gäbe es einen Gott, man müßte ihn an seinem Schlafrock auf das Schafott zerren für seine endlose Grausamkeit.

Heym, in: Georg Heym Lesebuch. Gedichte, Prosa, Träume, Tagebücher, hg. von Heinz Rölleke, Verlag C. H. Beck 1984. 17.8.1910

Jeder trägt den Gott in sich, den er sich verdient.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Stellt euch keine Götzen auf! Ihr überseht sonst die – Götter!

Peters, Aphorismen, 1931

Wir, Ebenbilder Gottes? Welche Gotteslästerung!

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Wenn Gott spräche, wäre jedes seiner Worte eine Gotteslästerung.

Leonhard, Aeonen des Fegefeuers. Aphorismen, 1917