Gott Sprüche – nachdenklich

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Hätte mich der Herrgott bei der Schöpfung um Rat gefragt, hätte ich etwas Einfacheres empfohlen.

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Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, mir einpräge, Daß kein Zorn noch Stolz sich rege. Vor dir sonst nichts gilt, Als dein eigen Bild.

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Wo bist du, Gott? Wo bist du, Gott? Ich hab die Wälder Mit deinem Namen wachgeschrien, Ließ heißaufweinend durch die Felder Nach dir der Stimme Sehnsucht ziehn. Ich hab das Meer gefragt, die Stürme Nach ihrer Heimat Ewigkeit. Ich schrieb ins Glockenerz der Türme, Wie meine Seele nach Dir schreit. Die Frommen fragt ich, mit den Spöttern Hab ich beim Weine dich verlacht, Hab in des Meeres Blitzeswettern Nach dir gefiebert, Meer der Nacht. Mit Beten, Betteln, Grimm und Fluchen, Mit rastlos unerschöpfter Not – Jetzt steh ich still. Wer hilft mir suchen? Hörst du mich nicht? Wo bist du, Gott?

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Wir glauben immer, daß Gott uns selbst ähnlich sei: die Nachsichtigen verkünden ihn als nachsichtig, die Haßerfüllten predigen, daß er furchtbar sei.

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Glaubt Ihr, Gott lenke nur, wenn der Mensch denkt! – Da hätt' er ein Leben, wie der Herrgott in Frankreich.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Besser ist, du hast es mit Gott zu tun als mit seinen Heiligen.

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Vor Blumen und Sternen vor Quellen und rauschenden Hainen, neigt Euch in Ehrfurcht, andächtig gedenk des Einen, der in Schöpferfülle hinter den Dingen steht.

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Nicht auf Lichter und Lampen kommt es an, und es liegt nicht an Mond und Sonne, sondern was nottut ist, daß wir Augen haben, die Herrlichkeit Gottes sehen zu können.

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Welcher vernünftige Mensch wird zum Beispiel glauben, daß der erste, zweite und dritte Tag der Schöpfung … ohne Sonne, Mond und Sterne vor sich gegangen sei. …Wer ist so einfältig zu glauben, daß Gott nach Art eines landbebauenden Menschen ein Paradies in Eden gepflanzt und einen sichtbaren und genießbaren Baum des Lebens dareingesetzt hat…?

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Wenn ich Gott wäre, würde ich das Rezept für mich behalten.

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Wer die Menschen fürchtet, der fürchtet nicht Gott. Wer aber Gott fürchtet, der fürchtet nicht die Menschen.

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Wenn du Götzen zerschlägst eines andern – vergiß nicht, daß es ihm Götter sind.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, so möchte ich nicht der Gott sein: ihr Jammer würde mir das Herz zerreißen.

Schopenhauer, A., Nachlass. Reisebuch (1822?)

Heiliger und ehrfurchtsamer ist es, zu glauben, denn zu untersuchen, was die Götter tun.

Tacitus, Germania, 98 n. Chr

Gott bezahlt seine Schulden nicht mit Geld.

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Gott hat auf Erden soviel Raum, als der Mensch ihm macht.

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Es kommt mir so vor, als ob ich nichts aus mir heraus willkürlich tun kann, als ob ich geführt werde, sanft, wenn ich mich füge, rauh, wenn ich widerstehe.

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Halte dich nicht auf über das ›Wie‹ der Menschwerdung, sondern freue dich darüber, daß Gott sich mit dir verbinden will.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Und [du] darfst nicht sagen, daß du nicht in Gott lebest und bist oder daß Gott etwas fremdes sei, zu dem du nicht kannst kommen, sondern wo du bist, da ist die Porten Gottes.

Böhme, Aurora oder Morgenröte im Aufgang, 1612. 23. Kapitel: Von der Tiefe über der Erden

Streit mit der Welt bedeutet Frieden mit Gott.

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Wer einmal Gottes Willen wählt, muß Gottes ganzen Willen wollen. Nicht nur den Teil, der gerade nützlich trifft.

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