Gott Sprüche – sinn

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Denkt euch: Gott saß vor der Orgel der Möglichkeiten und improvisierte die Welt. Wir Armen, Menschen, hören immer nur die vox humana heraus. Ist sie schon schön, wie herrlich muß das Ganze sein!

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Gott lieben ist nicht das Letzte. Das Letzte ist Gottseligkeit.

Rathenau, Auf dem Fechtboden des Geistes. Aphorismen aus seinen Notizbüchern, Verlag Der Greif, Wiesbaden 1953

Manche hast Du mit Gewalt geladen. Manche randvoll angefüllt mit Gnaden. In manchen Seelen sammelst du Geschick, daß sie tausend Leben leben in dem einen.

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…doch was Gott ist, bleibt unverständlich Dem Geist des Menschen, der ja doch nur endlich.

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Er, der hier im Menschen wohnt, und jener dort in der Sonne, die sind eins.

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Auf welche Weise soll ich dich suchen? Denn wenn ich dich suche, suche ich das glückselige Leben… Ich will dich suchen, auf daß meine Seele lebe. Denn mein Leib lebt durch meine Seele und meine Seele lebt durch dich.

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So viel kann ich Sie versichern, daß ich mitten im Glück in einem anhaltenden Entsagen lebe, und täglich bei aller Mühe und Arbeit sehe, daß nicht mein Wille, sondern der Wille einer höhern Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.

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Denke nicht, daß das Wohlgefallen vor Gott so sehr in vielen Werken besteht, sondern darin, sie mit gutem Willen zu wirken, ohne Besitzdenken und falsche Rücksichten.

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Gott lieben, heißt das wünschen, was Gott wünscht. Er wünscht aber allen das Gute.

Tolstoi, Aufruf an die Menschheit, 1901

Jeder Begriff von Gott ist leeres Geschwätz. Aber die Idee der Gottheit ist die Idee aller Ideen.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [15]

Ist mir der liebe Gott alles, dann muß mir mein Haben nichts sein.

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Es ist ein großer Verlust für den Menschen, wenn er die Überzeugung von einem weisen die Welt lenkenden Wesen verloren hat.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 855]

Der Mensch versteht nicht immer, warum Gott etwas zuläßt.

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Alles entsteht und vergeht nach Gesetz; doch über des Menschen Leben, dem köstlichen Schatz, herrschet ein schwankendes Los.

Goethe, J. W., Gedichte. Elegien 2. Aus: Euphrosyne

Unser Leben vergeht mit der Suche nach Gott, denn es vergeht mit der Suche nach dem, was uns fehlt.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Gott ist gestorben und sein Tod war das Leben der Welt.

Mainländer, Philosophie der Erlösung I, 1876

Angenommen, es sei sicher, daß es Gott gibt oder ihn nicht gibt, und daß es keinen Mittelweg gibt. Für welche Seite werden wir uns entscheiden? Lassen Sie uns ein Spiel spielen, bei dem es zu einer Entscheidung für "Kopf oder Zahl" kommt. Mit Vernunft können wir weder das eine noch das andere versichern; mit Vernunft können wir weder das eine noch das andere ausschließen. Verfallen Sie also nicht dem Irrtum, daß hierbei eine richtige Wahl getroffen werden könnte, denn Sie wissen nicht, ob Sie falsch liegen oder schlecht gewählt haben. Sowohl wer sich für Kopf entscheidet, als auch wer sich für Zahl entscheidet, beide liegen falsch: Die Wahrheit kann nicht durch eine Wette entschieden werden, aber es muß gewettet werden. Es gibt keine Freiwilligkeit, Sie müssen sich darauf einlassen. Wenn Sie nicht wetten, daß es Gott gibt, müssen Sie wetten, daß es ihn nicht gibt. Wofür entscheiden Sie sich? Wägen wir den Verlust dafür ab, daß Sie sich dafür entschieden haben, daß es Gott gibt: Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie alles, wenn Sie verlieren, verlieren Sie nichts. Setzen Sie also ohne zu zögern darauf, daß es ihn gibt.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Mein ganzes Leben war eine einzige, lange Suche nach Gott. Überall, zu jeder Stunde, an jedem Ort habe ich seine Spur, seine Gegenwart gesucht. Der Tod wird für mich nichts als ein wunderbarer Aufbruch sein.

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Gott ist ein Suchen – finden ist ein Götze.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Ich leb, ich sterb... Ich leb, ich sterb: ich brenn und ich ertrinke, ich dulde Glut und bin doch wie im Eise; mein Leben übertreibt die harte Weise und die verwöhnende und mischt das Linke mir mit dem Rechten, Tränen und Gelächter. Ganz im Vergnügen find ich Stellen Leides, was ich besitz, geht hin und wird doch echter: ich dörr in einem und ich grüne, beides. So nimmt der Gott mich her und hin. Und wenn ich manchmal mein, nun wird der Schmerz am größten, fühl ich mich plötzlich ganz gestillt und leicht. Und glaub ich dann, ein Dasein sei erreicht, reißt er mich nieder aus dem schon Erlösten in eine Trübsal, die ich wiederkenn.

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Gott: Summe aller unserer Entsagungen.

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