Gott Sprüche – zeit

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Gott schließt den Toten mit den Augen auch die Ohren, er weiß wohl warum.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Gott schafft Alles aus Nichts – und Alles, was Gott gebrauchen will, macht er zuerst zu Nichts.

Kierkegaard, Tagebücher

Niedergang »Er sinkt, er fällt jetzt« – höhnt ihr hin und wieder; Die Wahrheit ist: er steigt zu euch hernieder! Sein Überglück ward ihm zum Ungemach, Sein Überlicht geht eurem Dunkel nach.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen

Gleichartig sind Götter und die sterblichen Menschen geboren.

Hesiod, Werke und Tage, um 700 v. Chr

Confiteor Sieh', Du mußt es mir vergeben, Wenn ich manchmal schroff und hart: Toll und traurig war mein Leben, Eine wüste Pilgerfahrt. Schwer hab ich nach Haus' gefunden, Bitter mußt' ich irre geh'n, Und ich kenne Stunden … Stunden, Wo Gespenster auferstehen.

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Was dir erscheint, ist nicht, es zerrinnt wie ein eitles Traumbild Spurlos: Einer nur ist, Gott, der dir nirgend erscheint.

Anonym, Unumstößliche Beweise für die Unsterblichkeit der menschlichen Seele, niedergelegt in den erhabensten Gedanken und Aussprüchen der hervorragendsten Menschen aller Zeiten und Nationen, 1858

Götter haben schon oft geringere Hütten betreten.

Ovid, Metamorphosen, entstanden um 1 oder 3 bis 8 n. Chr

Denn im Anfang war der Mensch und seine GötterEins, da, sich selber unbekannt, die ewige Schönheit war.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Du wandeltest des Volkes Schmach Zu Hoheit, Glanz und Majestät: – O Gott, vernichte nicht das Werk, Das Dir zum Preis errichtet steht!

Wagner, Rienzi, der Letzte der Tribunen. Große tragische Oper in 5 Akten, uraufgeführt 1842

Die Götter leben, Erkenne sie, die furchtbar dich umgeben!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Zweiter Chor

Wenn die Götter ihr verjagt, Kommen die Gespenster.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter, Stuttgart 1865

Entführung Wenn die leichte Kerzenflamme schwehlend sich gespenstisch hebt, die am runden weißen Stamme zuckend wie gefangen klebt, und ein Hauch im düstern Zimmer unbemerkt sie plötzlich treibt, daß ihr flüchtig blasser Schimmer schattend einen Kreis beschreibt: fühlst du dich im tiefsten Kerne wie von einem Ruf berührt, der dich in die große Ferne, in die Ewigkeit entführt, fühlst dich über diesem Leben körperfrei im Wirbelwind lautlos zu den Quellen schweben, draus die Zeit ins Dunkel rinnt.

Schaukal, Gedichte, 1918

Nicht eignet sich für Menschenzungen, Was nur der Himmel weiß und kennt.

Schack, A. F., Gedichte. Erstdruck der ersten Gedichtsammlung 1866; Erstdruck der zweiten Gedichtsammlung (Weihgesänge) 1878. Aus: Du willst, daß ich in Worte füge

Das, was Gott zum Heil gibt, wird entheiligt zum Fluch.

Gotthelf, Zeitgeist und Berner Geist. Roman, 1851

[...] Der weltregierenden Macht ist kein einzelner Mann unersetzlich.

Schiller, Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs, 1790

Vorschlag O wie rinnt in meine Glieder Eine stille Seligkeit, Sonntag, Sonntag ist es wieder, Abgelegt das Werktagskleid. O wie machst du jede Plage, Alles wieder schön und gut, Nachgeschmack von jenem Tage, Da der Herr der Welt geruht. Rufst in unserer gescheiten Fleißigen Welt oft wunderbar Mir zurück die seligen Zeiten, Da es immer Sonntag war. Für die nächste Schöpfungsfrage Mach ich, Herr, den Vorschlag nun: Ruhen mögst du sechs der Tage Und am siebten gar nichts tun.

Paulus, Gesammelte Dichtungen, 1892

Ihm [Gott] ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen, So daß, was in Ihm lebt und webt und ist, Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermißt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott und die Welt. Aus: Proömion. Originaltext

Es ziemt uns nicht, Gott menschliche Attribute beizulegen, es ziemt uns nicht, Gott nach unserm Bilde zu schaffen. Menschliche Gerechtigkeit, menschliche Güte, menschliche Weisheit, das Alles läßt sich unmöglich auf ihn übertragen.

Voltaire, Philosophisches Wörterbuch (Dictionnaire philosophique portatif), 1764. Über das Gute und das Böse in der physischen und in der moralischen Welt (›Bien‹ (Vom Guten))

Pantheismus: Die Lehre, dass alles Gott ist, im Unterschied zu der Lehre, dass Gott alles ist.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Der alte Gott der Schlachten ist nicht mehr.

George, Der Krieg, 1917

Gott ist der ewige Geisterfrühling.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)