Gott Sprüche – zeit
253 Sprüche gefunden
Gott schließt den Toten mit den Augen auch die Ohren, er weiß wohl warum.
Gott schafft Alles aus Nichts – und Alles, was Gott gebrauchen will, macht er zuerst zu Nichts.
Niedergang »Er sinkt, er fällt jetzt« – höhnt ihr hin und wieder; Die Wahrheit ist: er steigt zu euch hernieder! Sein Überglück ward ihm zum Ungemach, Sein Überlicht geht eurem Dunkel nach.
Gleichartig sind Götter und die sterblichen Menschen geboren.
Confiteor Sieh', Du mußt es mir vergeben, Wenn ich manchmal schroff und hart: Toll und traurig war mein Leben, Eine wüste Pilgerfahrt. Schwer hab ich nach Haus' gefunden, Bitter mußt' ich irre geh'n, Und ich kenne Stunden … Stunden, Wo Gespenster auferstehen.
Was dir erscheint, ist nicht, es zerrinnt wie ein eitles Traumbild Spurlos: Einer nur ist, Gott, der dir nirgend erscheint.
Götter haben schon oft geringere Hütten betreten.
Denn im Anfang war der Mensch und seine GötterEins, da, sich selber unbekannt, die ewige Schönheit war.
Du wandeltest des Volkes Schmach Zu Hoheit, Glanz und Majestät: – O Gott, vernichte nicht das Werk, Das Dir zum Preis errichtet steht!
Die Götter leben, Erkenne sie, die furchtbar dich umgeben!
Wenn die Götter ihr verjagt, Kommen die Gespenster.
Entführung Wenn die leichte Kerzenflamme schwehlend sich gespenstisch hebt, die am runden weißen Stamme zuckend wie gefangen klebt, und ein Hauch im düstern Zimmer unbemerkt sie plötzlich treibt, daß ihr flüchtig blasser Schimmer schattend einen Kreis beschreibt: fühlst du dich im tiefsten Kerne wie von einem Ruf berührt, der dich in die große Ferne, in die Ewigkeit entführt, fühlst dich über diesem Leben körperfrei im Wirbelwind lautlos zu den Quellen schweben, draus die Zeit ins Dunkel rinnt.
Nicht eignet sich für Menschenzungen, Was nur der Himmel weiß und kennt.
Das, was Gott zum Heil gibt, wird entheiligt zum Fluch.
[...] Der weltregierenden Macht ist kein einzelner Mann unersetzlich.
Vorschlag O wie rinnt in meine Glieder Eine stille Seligkeit, Sonntag, Sonntag ist es wieder, Abgelegt das Werktagskleid. O wie machst du jede Plage, Alles wieder schön und gut, Nachgeschmack von jenem Tage, Da der Herr der Welt geruht. Rufst in unserer gescheiten Fleißigen Welt oft wunderbar Mir zurück die seligen Zeiten, Da es immer Sonntag war. Für die nächste Schöpfungsfrage Mach ich, Herr, den Vorschlag nun: Ruhen mögst du sechs der Tage Und am siebten gar nichts tun.
Ihm [Gott] ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen, So daß, was in Ihm lebt und webt und ist, Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermißt.
Es ziemt uns nicht, Gott menschliche Attribute beizulegen, es ziemt uns nicht, Gott nach unserm Bilde zu schaffen. Menschliche Gerechtigkeit, menschliche Güte, menschliche Weisheit, das Alles läßt sich unmöglich auf ihn übertragen.
Pantheismus: Die Lehre, dass alles Gott ist, im Unterschied zu der Lehre, dass Gott alles ist.
Der alte Gott der Schlachten ist nicht mehr.
Gott ist der ewige Geisterfrühling.