Gott Sprüche – zeit

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Und magst in der Prosa den Herrgott du flieh'n – In der Dichtung kommst du nicht aus ohne ihn!

Vierordt, Deutsche Hobelspäne. Stoßseufzer und Stammbuchblätter, 1909

Selbst die Götter können ihre Geschenke nicht widerrufen.

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Nie wird der die Statue auf dem Altar gehörig verehren, der sie als einen Stamm im Garten gekannt hat.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [198.]

Die Welt ist nicht wie ein Gebäude, das weiter besteht, wenn auch sein Baumeister ruht und abwesend ist. Wenn Gottes Hand die Welt nicht mehr trägt und regiert, hört sie auf, zu sein.

Lesaar (Hg.), Wahrheit und Liebe. Belehrende und erbauende Gedanken aus den Werken des hl. Augustinus, zusammengestellt und übersetzt von Heinrich Hubert Lesaar, Mainz 1928

Es ist schlimm, daß die Leute Gott nicht kennen, aber über alles schlimm ist, daß sie für Gott anerkennen, was kein Gott ist.

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Gott macht keine Geldstücke, aber aus einem Beutel nimmt er und in den andern wirft er.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Wie groß ist Gott, Ozanam, und unser Wissen ein Nichts!

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Es gibt nichts auf Erden, das nicht das Elend des Menschen oder die Barmherzigkeit Gottes zeigt; die Ohnmacht des Menschen ohne Gott oder die Macht des Menschen mit Gott.

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Alles entsteht und vergeht nach Gesetz; doch über des Menschen Leben, dem köstlichen Schatz, herrschet ein schwankendes Los.

Goethe, J. W., Gedichte. Elegien 2. Aus: Euphrosyne

Der euch entgegentritt auf jeder Spur, den Allerhalter nennet ihr – Natur. Was sträubt ihr euch, ihn Gott zu nennen? Das macht, ihr wollt ihn nicht bekennen.

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Ich leb, ich sterb... Ich leb, ich sterb: ich brenn und ich ertrinke, ich dulde Glut und bin doch wie im Eise; mein Leben übertreibt die harte Weise und die verwöhnende und mischt das Linke mir mit dem Rechten, Tränen und Gelächter. Ganz im Vergnügen find ich Stellen Leides, was ich besitz, geht hin und wird doch echter: ich dörr in einem und ich grüne, beides. So nimmt der Gott mich her und hin. Und wenn ich manchmal mein, nun wird der Schmerz am größten, fühl ich mich plötzlich ganz gestillt und leicht. Und glaub ich dann, ein Dasein sei erreicht, reißt er mich nieder aus dem schon Erlösten in eine Trübsal, die ich wiederkenn.

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Bei Tag bist du das Hörensagen, das flüsternd um die Vielen fließt; die Stille nach dem Stundenschlagen, welche sich langsam wieder schließt. Jemehr der Tag mit immer schwächern Gebärden sich nach Abend neigt, jemehr bist du, mein Gott. Es steigt dein Reich wie Rauch aus allen Dächern.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch von der Pilgerschaft, 1901

Einmal lieb' ich, und einmal leb' ich, unsterbliche Götter! Wenn ihr das Eine mir raubt, nehmt auch das Andre dahin!

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Wenn du Götzen zerschlägst eines andern – vergiß nicht, daß es ihm Götter sind.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Gott hat auf Erden soviel Raum, als der Mensch ihm macht.

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Auch Gott spricht. Von der Sprache des Ewigen erblickt das Auge mehr, Wie das Ohr von ihr hört.

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Aber Gott will auch, daß der Mensch betrachte die vergangenen Zeiten; nicht als Eintagsfliege ohne Zukunft hat Gott den Menschen geschaffen, und wer die ihm geordnete Zukunft genießen will, muß sich dazu stärken an der Vergangenheit.

Gotthelf, Kurt von Koppigen. Erzählung, 1844/50

Daß ich geboren ward, verdank ich Deiner Huld, mein hohes Alter Deiner Langmut und Geduld. Nach hundertjährgem Sündenleben will ich sehn, ob Deine Gnade größer oder meine Schuld.

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Hymne an den Unendlichen Zwischen Himmel und Erd, hoch in der Lüfte Meer, In der Wiege des Sturms trägt mich ein Zackenfels, Wolken türmen Unter mir sich zu Stürmen, Schwindelnd gaukelt der Blick umher, Und ich denke dich, Ewiger. Deinen schauernden Pomp borge dem Endlichen, Ungeheure Natur! Du, der Unendlichkeit Riesentochter, Sei mir Spiegel Jehovas! Seinen Gott dem vernünftgen Wurm Orgle prächtig, Gewittersturm! Horch! er orgelt – Den Fels, wie er herunterdröhnt! Brüllend spricht der Orkan Zebaoths Namen aus. Hingeschrieben Mit dem Griffel des Blitzes:Kreaturen, erkennt ihr mich?Schone, Herr! wir erkennen dich.

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782

Ein Gott ohne Souveränität, Fürsorge und einem Endzweck, ist nichts anderes als Schicksal und Natur.

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Setze den Gott, mit dem du unzufrieden bist, immerhin ab, sorg aber für einen würdigeren Thronfolger.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910