Gott Sprüche – zeit
253 Sprüche gefunden
Je edeler ein Ding, je mehr ist es gemein; Das spüret man an Gott und seiner Sonnen Schein.
Er aber wandelt hin zu Unsterblichen; Denn nirgend darf er bleiben, als wo Ihn in die Arme der Vater aufnimmt.
Gott ist der Herr aller Geschichte und die Geschichte ist eigentlich eine fortgehende Offenbarung.
Die Welt ist entweder ein zufälliges Gemisch von Dingen, die sich bald miteinander verflechten, bald voneinander lösen, oder ein Ganzes, worin Einheit und Ordnung und Vorsehung walten. Ist sie nun das erstere, warum sollte es mich verlangen, in einem ordnungslosen Gewirr, in solch einem Gemengsel zu verweilen? Was könnte mir dann erwünschter sein als einst wieder Erde zu werden? Warum mich auch beunruhigen? Denn was ich auch tun mag, die Auflösung wird über mich kommen. Im anderen Falle verehre ich den Allbeherrscher, bin ruhigen Gemütes und vertraue ganz auf ihn.
Das beständige Schicksal Gottes in seiner Wirksamkeit im Menschen ist, mißverstanden zu werden.
Wer da unter der Tür seines Hauses wartet, bis Gott seines Weges komme – der sieht ihn nie, er sehe ihn denn in allem, was da froh und elend vorübergeht an seinem Hause.
Der Herr läßt Gras wachsen auf den hohen Bergen; aber als lieber Gott hat er seinen schönen Blumen den Aufenthaltsort durchschnittlich doch mehr im Tal angewiesen.
Nicht gleich anfangs zeigten die Götter den Sterblichen alles, Sondern sie finden das Bessere suchend im Laufe der Zeiten.
Die Werke des Menschen überleben ihn; Gott aber überlebt seine Werke.
Gott ist ein lauter Nichts, ihn rührt kein Nun noch Hier: Je mehr du nach ihm greifst, je mehr entwird er dir.
Allmacht Forschen Fragen du trägst Antwort Fliehen Fürchten du stehst Mut! Stank und Unrat du breitst Reine Falsch und Tücke du lachst Recht! Wahn Verzweiflung du schmiegst Selig Tod und Elend du wärmst Reich! Hoch und Abgrund du bogst Wege Hölle Teufel du siegst Gott!
Was soll mir ein Zeiger, der sich so rasend schnell dreht, daß er tausendmal in einem Tag die richtige Minute und doch niemals die richtige Stunde weist?
Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann.
Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott zu besänftigen.
Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht gerieten, — das war eine Sünde wider den guten Geschmack.
Es scheint, daß bei der Schöpfung der Welt und der Dinge der Schöpfer weder frei noch allmächtig gewesen ist. Man möchte meinen, daß er durch eine Reihe von Bedingungen gebunden war: er muß es Winter werden lassen, damit es wieder Sommer werden kann.
Die Majestät und Herrlichkeit des göttlichen Wortes ist unaussprechlich und wir können Gott nimmermehr dafür danken.
Gleich den übrigen Göttern und Götzen ist das Eigentum ein menschliches Produkt.
Dann was Gott haben will, Das kann niemand verhindern Aus allen Menschenkindern, So viel ihr sind im Spiel.
Schwinde, schwinde, sterbliches Leben, dürftig Geschäft, wo der einsame Geist die Pfennige, die er gesammelt, hin und her betrachtet und zählt! wir sind zur Freude der Gottheit alle berufen!
Es erfüllt sich des Schicksals Spruch, nicht Träne versöhnt, nicht Klagegeschrei, nicht Jammer den nie auslöschenden Zorn der beleidigten himmlischen Mächte!