Gott Sprüche – zeit
253 Sprüche gefunden
Ich kenne alle Wesen, die da waren, die da sind, Und die noch werden sein, mich kennet keiner.
Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders.
Ich bin alles, was gewesen, was ist und was sein wird, und mein Gewand hat noch kein Sterblicher gelüftet.
Die Übel will die Gottheit entweder nicht beseitigen oder sie kann es nicht; oder sie kann es, aber will es nicht; oder sie will es weder, noch kann sie es; oder sie will und kann es. Wenn sie es kann und nicht will, so ist sie mißgünstig: eine Eigenschaft, die ihr billigerweise fremd sein sollte. Wenn sie es weder will noch kann, so ist sie mißgünstig und schwach, also auch keine Gottheit. Wenn sie es aber will und kann, was allein der Gottheit würdig ist, woher kommen dann die Übel, oder warum werden sie nicht von ihr beseitigt?
Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll.
Wie Gott es fügt, so lacht und weint der Mensch.
Wer Gott nicht hat, der hat unfehlbar einen Götzen.
Der Zorn Gottes währt nur einen Augenblick, die göttliche Barmherzigkeit ist ewig.
Wenn auch der Mensch die Weltgeschichte macht, die Kapitelüberschriften macht Gott.
Gebt ihr dem Göttlichen irdische Form, wie wollt ihr es hindern, daß sie das irdische Los alles Vergänglichen teilt? Alternd erstarrt sie zuletzt, und im Dunkeln verkümmert der hohe Inhalt oder zersprengt, sich zu befreien, das Gefäß.
Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe? Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe? Ich bin dein Krug (wenn ich zerscherbe?) Ich bin dein Trunk (wenn ich verderbe?) Bin dein Gewand und dein Gewerbe, mit mir verlierst du deinen Sinn. Nach mir hast du kein Haus, darin dich Worte, nah und warm, begrüßen. Es fällt von deinen müden Füßen die Samtsandale, die ich bin. Dein großer Mantel läßt dich los. Dein Blick, den ich mit meiner Wange warm, wie mit einem Pfühl, empfange, wird kommen, wird mich suchen, lange – und legt beim Sonnenuntergange sich fremden Steinen in den Schoß. Was wirst du tun, Gott? Ich bin bange.
Unermeßbar Wer hat den Sand gezählt, welcher im Wasser haust? Wem hat kein Blatt gefehlt, Wenn der November braust? Wer weiß im Januar, Wie viel der Flocken weh'n? Wie viele auf ein Haar Tropfen aufs Weltmeer geh'n? Wer mißt den Ozean, Wo er am tiefsten fließt? Wer mag die Strahlen seh'n Welche die Sonne schießt? Wer holt das Lichtgespann Fliegender Blitze ein? Nenne den Wundermann? Keiner mag größer sein. Gott ist die Ohnezahl, Vor dem die Zahl vergeht, Der durch den Sternensaal Sonnen wie Flocken weht, Gott ist überall, Gott ist der Ohnegrund, Schneller als Licht und Schall, Tiefer als Meeresgrund. Sandkörner zählest du, Nimmer die Freundlichkeit, Weltmeere missest du, Wie die Barmherzigkeit; Sonnenstrahlen holst du ein, Nimmer die Liebe doch, Womit dein Gnadenschein Sündern entgegenflog.
Wer dem Himmel gehorcht, besteht; wer dem Himmel widersteht, vergeht.
Gott ist alles, weil er nichts ist, nichts Bestimmtes.
Was ist ein Stäubelein in Anschauung der Welt? Und was bin ich, wenn man, Gott, gegen dir mich hält?
Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.«
Wohin ich mich wende, immer finde ich des Ewigen Spur, des Allgegenwärtigen Nähe.
Er (Gott) will das Werdende. Menschen aber zerbrechen daran, daß sie Gewordenes nochmals oder daß sie nicht Werdendes wollen. Alle menschliche Schöpferkraft besteht nur darin, im großen göttlichen Wollen und Werden die Stelle zu finden, wo sie in das Werden hineinpassen.
Die Menschen sind durch die unendlichen Bedingungen des Erscheinens dergestalt obruiert, daß sie das e i n e Urbedingende nicht gewahren können.
Denn so redet mir die Gerechtigkeit: »Die Menschen sind nicht gleich.«
Was wir nicht aus Gottes Hand nehmen, beschlagnahmt der Teufel.