Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

521 Sprüche in dieser Kategorie

Besser weichen als die Schlacht verlieren.

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Wo kein Harnisch ist, da ist auch kein Ritter.

Wander (Hg.), Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 5 Bde., 1867-80

Wie das größte physische Übel der Tod ist, so ist das größte moralische zweifellos der Krieg.

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Fernab am Horizont, auf Felsenrissen, Liegt der gewitterschwarze Krieg getürmt.

Kleist, H., Gedichte. Aus: Das letzte Lied

Nicht die schlechtesten Männer rafft gerne der Krieg dahin, sondern immer die besten.

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Im Gefolge großer Armeen gibt es viele Jahre der Not.

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Es ist etwas Entsetzliches in einer Zeit, wo nur die Idee siegt, mit den Waffen in der Hand zu sterben.

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Kriegslied 's ist Krieg! 's ist Krieg! O Gottes Engel wehre, Und rede du darein! 's ist leider Krieg – und ich begehre Nicht schuld daran zu sein! Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen Und blutig, bleich und blaß, Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen, Und vor mir weinten, was? Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten, Verstümmelt und halb tot Im Staub sich vor mir wälzten, und mir fluchten In ihrer Todesnot? Wenn tausend tausend Väter, Mütter, Bräute, So glücklich vor dem Krieg, Nun alle elend, alle arme Leute, Wehklagten über mich? Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten Freund, Freund und Feind ins Grab Versammleten, und mir zu Ehren krähten Von einer Leich herab? Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre? Die könnten mich nicht freun! 's ist leider Krieg – und ich begehre Nicht schuld daran zu sein!

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Vierter Teil

Wenn das Reich dem Weg folgt, ziehen die Pferde Wagen mit Dünger über die Felder. Wenn das Reich den Weg verliert, ziehen die Pferde Streitwagen in die Städte.

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Wo Heerhaufen lagern, gehen Disteln und Dornen auf.

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Sich an der Eroberung zu ergötzen bedeutet, sich am Verlust menschlichen Lebens zu erfreuen.

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Wo Heere zogen, wachsen Disteln und Dornen. Nach Kriegen kommen stets Hungerjahre. Doch der Weise ist auf Entscheidung aus, aber er entscheidet fern der Gewalt.

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Es wird fieberhaft an neuen Kriegsmitteln gearbeitet. Naive Gemüter glauben, gerade das Schauderhafte dieser Kriegsmittel verhindere den künftigen Krieg. Aber hat man das vor 1914 nicht auch geglaubt? Sind die Bomben gefüllt, so werden sie eines Tages auch platzen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Kriege zeugen immer von enger und oberflächlicher Weltauffassung und falscher Zielsetzung.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Das Unglück der Erde war bisher, daß zwei den Krieg beschlossen und Millionen ihn ausführten und ausstanden, indes es besser, wenn auch nicht gut gewesen wäre, daß Millionen beschlossen hätten, und zwei gestritten.

Jean Paul, Dämmerungen für Deutschland, 1809. III. Kriegs-Erklärung gegen den Krieg

Der Krieg ist [...] der Kaiser-Schnitt der Menschheit; er entbindet gewaltsam die Geister.

Jean Paul, Freiheits-Büchlein; oder dessen verbotene Zueignung an den regierenden Herzog August von Sachsen-Gotha; dessen Briefwechsel mit ihm; – und die Abhandlung über die Preßfreiheit, 1805. Fünfter Abschnitt. Eintritt der Zensur

Es ist sonderbar, daß Deutschland nie sein Glück durch Waffen machen konnte.

Schiller, F., Gespräche. Mit Karoline von Wolzogen, 28. März 1801

Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.

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Krieg bestraft Strafende und Bestrafte.

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Es ist als ob die Völker die Gefahren liebten, weil sie sich in deren Ermanglung solche schaffen.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Der Krieg ernährt sich selbst.

Livius, Römische Geschichte. Von der Gründung der Stadt an (Ab urbe condita), entstanden ab 27 v. Chr. 34, 9, 12. Originaltext: Bellum se ipsum alet.