Krieg Sprüche – klassisch

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Der Krieg ist das größte Übel, das einem Staate, das einer Nation widerfahren kann. Es muß daher die Hauptsorge sein, alle nur immer mögliche Kraft gleich beim ersten Ausbruche aufzubieten, alles anzuwenden, damit derselbe so kurz als nur immer sein kann und bald auf die möglichst günstigste Art entschieden wird.

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Man wählt mithin den Krieg um des Friedens willen, die Arbeit der Muße wegen, das Notwendige und Nützliche des sittlich Schönen wegen.

Aristoteles, Politik. 1333a (VII, 14.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Wenn der Krieg, wie man gern sagt, der Vater großer Tugenden wäre, so müßten die Menschen vor lauter Morden und Brennen schon Heilige oder Götter sein.

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Feldherrnruhm hat für die Menschheitsgeschichte die geringste Bedeutung.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Man soll nie gegen eine Nation kämpfen; dies ist der Kampf eines irdenen Geschirrs gegen einen eisernen Topf.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Vermeidet den übermäßigen Geist. Er ist im Krieg unbrauchbar. Was gebraucht wird, sind: Genauigkeit, Charakter, Einfachheit.

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Der Krieg ist der geadelte Parvenü aus der bürgerlichen Familie der Prügel.

Erwin (Pseudonym), Hundert Gedanken ueber den Krieg, 1884

Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm So viel uns, wie ihr wollt, verkünden, Nur schweigt von eurem Christentum, Gepredigt aus Kanonenschlünden! Bedürft ihr Proben eures Muts, So schlagt euch wie die Heiden weiland, Vergießt so viel ihr mögt des Bluts, Nur redet nicht dabei vom Heiland. [...] Noch gläubig schlägt das Türkenheer Die Schlacht zum Ruhme seines Allah – Wir haben keinen Odin mehr, Tot sind die Götter von Walhalla. Seid was ihr wollt, doch ganz und frei, Auf dieser Seite wie auf jener; Verhaßt ist mir die Heuchelei Der kriegerischen Nazarener.

Bodenstedt, F., Gedichte. Zeit- und Gelegenheitsgedichte. Aus: Die kriegerischen Nazarener, 1854

Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold.

Schiller, Demetrius. Fragment, 1805; uraufgeführt in Weimar am 15. Februar 1857. Erster Aufzug, 4. Szene, Marina

Wenn Fürsten Krieg wollen, so beginnen sie ihn und lassen dann einen arbeitsamen Rechtsgelehrten kommen, der beweist, daß es also Recht sei.

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Oben ziehen still die Kraniche, Unten zanken sich laut die Wölfe. Der Krieg läßt mich nicht schlafen. Wer hat die Kraft und ordnet Himmel und Erde?

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Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Wie töricht sind Nationen, die ihre Größe im Ruhm der Waffen suchen. Eine jede besaß solchen einmal und verlor ihn wieder.

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Von allen Leiden, die ein innerer Krieg über ein Land bringen kann, ist es das größte, daß eine der beiden Parteien sich zuletzt stets um Hilfe an das Ausland wendet.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Denn auch der Mächtigste bedarf der Gunst der Einheimischen, um in ein Land eindringen zu können.

Machiavelli, Der Fürst (Il Principe), verfasst 1513; päpstliche Druckgenehmigung 1532 (posthum)

Wehe dem Fürsten, wehe dem Volke also, das einen unrechtmäßigen Krieg aus bloßem Ehrgeiz anfängt.

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Du Gott des Krieges, laß die Erde! Dein Schritt, mit Blut bemerkt, ist fürchterlich, ist schwer, Verändre doch die schreckliche Gebärde, Und schüttle länger nicht den Speer.

Karsch, Gedichte, 1792 (posthum). Aus: Ein Gebet an den Mars, 1762

Ich habe im Kriege Gott immer auf Seiten der größten Bataillone gesehen.

Voltaire, Briefe. An M. le Riche, 6. Februar 1770

Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.

Ossietzky, in: Die Weltbühne. Offener Brief an Reichswehrminister Groener, 8. Dezember 1931

Der ird'schen Güter bestes ist der Frieden; Nichts Schlimm'res gibt es, als den Krieg hienieden.

Scheich Hîlalî, König und Derwisch, um 1500

Krieg und Liederlichkeit! die bleiben immer in der Mode.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610. V, 2, Thersite