Krieg Sprüche – leben

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Der Krieg besteht unter den Völkern, wie er in der ganzen Natur und in dem Herzen des Menschen besteht.

Proudhon, Der Krieg und der Friede (La Guerre et la Paix), 1861

Kriege und Geschäftsbücher werden mit Gott geführt.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. VI. Nachts

Es kämpfen die Parteien und im Wald entrollt sich der Farn.

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Der Krieg lohnt seinen Herrn wie der Teufel seinen Knecht.

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Der Krieg wird Freunden und Feinden schwer.

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Ich bin nur in Krieg gegangen, um mich in meiner Liebe zum Leben zu befestigen.

Büchner, Woyzeck, 1836/37

Es ist im Kriege alles sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Apage, Josephine, apage -! In Wien zuckte neulich die Baker mit ihrem Popo, denn es zieren die Kugeln ihrer Brüste manch schönes Revue-Tableau. Auch tanzt sie bald auf dem rechten, bald auf dem linken Bein – und schielen kann sie, daß das Weiße nur so erglänzt in ihren Äugelein. Dies haben die Zentrums-Schwarzen, die jungen und die alten, leider für eine Anspielung auf ihre Kirche gehalten. Auch fühlten sie sich bedroht in ihrer Sittlichkeit, und sie ließen die Glocken läuten, ganz wie in schwerer Zeit. Drei Sühnegottesdienste stiegen auf zum österreichischen Himmel, und die Bußglocke gefiel sich in einem moralischen Gebimmel. Denn: Wenn eine Tänzerin gut gewachsen ist und einen Venus-Körper hat, der nicht aus Sachsen ist; und wenn sie tanzt, daß nur der Rhythmus so knackt, und wenn sie ein ganzes Theater bei allen Sinnen packt; und wenn das Leben bunt ist hierzulande –: das ist eine Schande. Wenn aber Christus, der gesagt hat: »Du sollst nicht töten!«, an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten; wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen; und wenn die Vertreter Gottes auf Erden Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden; und wenn die Glocken läuten: »Mord!« und die Choräle hallen: »Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!« Und wenn jemand so verrät den Gottessohn –: Das ist keine Schande. Das ist Religion.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 27.03.1928, Nr. 13, S. 486, wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Jeder Krieg ist eine Niederlage. Denn Krieg vernichtet Leben.

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Wir dürfen nicht vergessen, daß nur das Schwert das Schwert in der Scheide hält und daß unter solchen Umständen für uns Abrüstung Krieg ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen.

Moltke, H., Reden. Im Reichstag, am 14. April 1874

Der Krieg ist das Gericht der Könige; die Siege sind seine Urteile.

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Der Krieg wird jetzt den Franzosen beweisen, daß man für die Ewigkeit und für alle leben muß, nicht aber sein Leben leben. "Il faut vivre sa vie" ist die größte Gotteslästerung.

Unamuno, M., Briefe

Er [der Krieg] ist ein abnormer Zustand und die größten Erfolge, die er auch bringen mag, wiegen die Übel nicht auf, welche er verursacht.

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Im Krieg und in der Lotterie, wer gewinnt, das weiß man nie.

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Der Krieg mit all seinen Übeln ist einem Frieden vorzuziehen, in welchem man nur Anmaßung und Ungerechtigkeit findet.

Pitt der Jüngere, Reden (Parliamentary Speeches)

Der Krieg ist eine der schwersten Kalamitäten, welche die Einwohner eines Staates bedrücken können. Gleichviel, ob wir auf die Verluste der Menschenleben, oder auf den Ruin der Agrikultur blicken; auf die Stockung im Handel und Gewerbe und die daraus hervorgehende Not in den Familien oder auf die grausamen Gesinnungen, welche durch den Zusammenschluß mächtiger Reiche erzeugt werden; seine Folgen sind stets verderblich für das Glück und die Sitten der menschlichen Gesellschaft.

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In jeder Zeit ist Krieg, wenn nicht körperlicher, doch geistiger und körperliche Siege fordern geistige heraus.

Jean Paul, Politische Nachklänge, 1832 (posthum). Für Manchenmann und Jedermann

Im Kriege selber ist das Letzte nicht der Krieg.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Octavio

Bedenkt auch, wie unberechenbar der Verlauf eines Krieges ist, bevor ihr euch noch in denselben einlasset.

Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges. I, 78. Übersetzt von Adolf Wahrmund (1859). Athener

Ich liebe Schlachtfelder, denn so furchtbar auch der Krieg ist, so bekundet er doch die geistige Größe des Menschen, der seinem mächtigsten Erbfeinde, dem Tode, zu trotzen vermag.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua. Kapitel 30

Der Krieg ist eine Landplage, die alle anderen aufwiegt, zu der sich noch alle möglichen Verbrechen gesellen.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An Voltaire, 9. Oktober 1773