Krieg Sprüche – leben
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Es ist der Krieg ein roh gewaltsam Handwerk, Man kommt nicht aus mit sanften Mitteln; alles Läßt sich nicht schonen.
Triff' ihn so, dass er das Sterben fühlt!
So ist der Krieg: am Morgen hoch oben, am Abend tief unten!
Es gibt kein widerlicheres Schauspiel unter dem Himmel als zwei Menschen, die zähneknirschend und zornfunkelnd einander ins Fleisch hacken und kostbare, lebensstrotzende Körper, ja, unschätzbare lebendige Seelen in eine unnennbare, verwesende Masse verwandeln, die man nur noch zum Düngen von Rübenfeldern verwenden kann.
Man soll nie gegen eine Nation kämpfen; dies ist der Kampf eines irdenen Geschirrs gegen einen eisernen Topf.
Deß Krieges Buchstaben Kummer, der das Marck verzehret, Raub, der Hab und Gut verheret, Jammer, der den Sinn verkehret, Elend, das den Leib beschweret, Grausamkeit, die unrecht fehret: Sind die Frucht, die Krieg gewehret.
Es ist ein schöner, glücklicher Traum, der vom ewigen Frieden, aber vielleicht wird immer Krieg in der Welt sein müssen, damit wir begreifen lernen, welchen Wert und Inhalt das Leben haben soll.
Der Krieg ist das Besäufnis des Todes.
Man sollte eine Schlacht nur beginnen, wenn man keine andere Wahl hat, da der Erfolg einer Schlacht von ihrer Natur her zweifelhaft ist. Von dem Moment aber, wo der Kampf beginnt, sind wir verpflichtet zu siegen oder zu sterben.
Wie kommen wir Menschen dazu, große Pläne auszubrüten, die so viel Blut kosten? Wir wollen leben und leben lassen!
Die Welt zu erobern, ist das eine. Sie auf die Dauer zu beherrschen und ihren Frieden zu erhalten, ist das andere.
All das Unglück, das ihr erlitten habt, hat euch noch nicht darüber belehrt, was ihr tun sollt, um den Krieg zu vermeiden.
Es ist eine Wirkung der Naturordnung, daß ein Mensch ehrgeizig ist und daß er manchmal andere Menschen als Soldaten anwirbt, daß er siegt oder geschlagen wird; aber nie wird man sagen dürfen: der Mensch ist von Gott geschaffen, um im Kriege umgebracht zu werden.
Eigentlich ist alles Handeln Krieg. Der eigentliche Krieg ist nur die roheste Darstellung davon.
Michel: Ja, ja, der Krieg ist das allerschrecklichste. Lehrer: Und doch muß man ihn, wie die Welt nun einmal ist, ein notwendiges Übel nennen. Michel: Geht denn Macht vor Recht? Lehrer: Ja.
Aller welt rat, macht, trotz und streit Ist lauter tand und eitelkeit, Macht doch mord, armut, herzeleid. Got helf und tröst in ewigkeit!
Man darf sich natürlich nicht täuschen und glauben, dass Krieg und Niedertracht aufhören können, solang er nicht völlig rein im privaten wie im öffentlichen Leben durchgeführt ist. Die Hunde haben ihre ausgezeichneten Nasen, aber wir Menschen gehen aneinander vorbei und vermögen uns nicht zu erkennen. Wir haben noch eine ganz ungeregelte und wilde Preisbildung für das, was wir wollen, und sind von denen, die uns brauchen, so wenig zu finden wie Bücher ohne Katalog.
Die höchste Weisheit der Schöpfung ist vielleicht, daß alles in der Natur seine Feinde hat; dies regt das Leben auf! Sterben ist nur ein scheinbares Aufhören und kömmt beim Ganzen wenig in Betrachtung. Alles, was atmet, und wenn es auch Nestor wird, ist ohnedies in einer kurzen Reihe von Tagen nicht mehr dasselbe.
Kein Volk will den Krieg, aber jedes hält sich einen Stand, dessen Angehörige den Krieg brauchen, wenn für ihr Gefühl nicht ihr ganzes Leben vergeudet sein soll.
Allein, ebenso wenig wie der Ausgang eines Duells zwischen zwei Individuen ein Gottesurteil darstellt, entscheidet bei Völkerduellen Sieg oder Niederlage über Wert oder Unwert, Recht oder Unrecht der Parteien. Mit erzgegossenen Kugeln erschießt sich keine Nation Recht, Freiheit und Fortschritt.
Der ganze Krieg setzt menschliche Schwäche voraus, und gegen sie ist er gerichtet.