Krieg Sprüche – nachdenklich

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Wer aufhört zu reden, beginnt den Krieg.

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Die Ersten, die auf dem Schlachtfeld eintreffen, erwarten den Gegner mit Ruhe. Die Letzten, die eintreffen und sogleich in die Schlacht geführt werden, sind bereits erschöpft [und verlieren.]

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Der Krieg würde aufhören, wenn die Toten zurückkehren könnten.

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Kriege und Gemälde muß man mit einer gewissen Distanz beurteilen.

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Das angriffsweise Vorgehen elektrisiert die Gemüter, aber die Erfahrung hat gezeigt, daß diese gehobene Stimmung bei überaus großen Verlusten in das volle Gegenteil umschlagen kann.

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Die Kriegsgreuel zwischen zivilisierten Völkern werden erst dann aufhören, wenn diejenigen, welche berufen sind, die Geschicke jener zu leiten, die menschliche Solidarität und die daraus entspringende Pflichten begriffen haben, oder vielmehr, wenn die Völker selbst sich genügend von ihren Leitern emanzipiert haben werden, um diesen ihre Pflichten begreiflich zu machen.

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Die Weisen führen Krieg um des Friedens willen.

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Willst du offenkundig sehen, was für eine gottlose Sache der Krieg ist, so nimm wahr, von welchen Leuten er geführt wird.

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Die Zeit ist vorbei, um über die Nachteile des Krieges zu raisonnieren. Darüber ist schon alles gesagt worden. Jetzt bleibt nur eines zu tun, das, womit jeder Mensch hätte beginnen sollen: das heißt, nichts zu tun, wozu man nicht sittlich verpflichtet ist.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Es ist leicht für einen Staatsmann, sei es in dem Cabinete sei es in der Kammer, mit dem populären Winde in die Kriegstrompete zu stoßen und sich dabei an seinem Kaminfeuer zu wärmen oder von dieser Tribüne donnernde Reden zu halten und es dem Musketier, der auf dem Schnee verblutet, zu überlassen, ob sein System Sieg und Ruhm erwirbt oder nicht. Es ist nichts leichter als das, aber wehe dem Staatsmann, der sich in dieser Zeit nicht nach einem Grunde zu Kriegen umsieht, der auch nach dem Kriege noch stichhaltig ist.

Bismarck, Gedanken und Erinnerungen, 2 Bde., 1898 (3. Band nach langen Auseinandersetzungen zwischen der Familie Bismarck, dem Verlag und dem ehemaligen Kaiser Wilhelm II. publiziert im Jahr 1921). Erstes Buch. Drittes Kapitel

So lang nur ein Mensch da ist, dem der Krieg Vorteil bringen kann, und dieser eine hat Macht und Einfluß genug, diesen Krieg zu entfesseln, ist jeder Kampf gegen den Krieg vergeblich.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Im Krieg haben wichtige Ereignisse unscheinbare Ursachen.

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Apage, Josephine, apage -! In Wien zuckte neulich die Baker mit ihrem Popo, denn es zieren die Kugeln ihrer Brüste manch schönes Revue-Tableau. Auch tanzt sie bald auf dem rechten, bald auf dem linken Bein – und schielen kann sie, daß das Weiße nur so erglänzt in ihren Äugelein. Dies haben die Zentrums-Schwarzen, die jungen und die alten, leider für eine Anspielung auf ihre Kirche gehalten. Auch fühlten sie sich bedroht in ihrer Sittlichkeit, und sie ließen die Glocken läuten, ganz wie in schwerer Zeit. Drei Sühnegottesdienste stiegen auf zum österreichischen Himmel, und die Bußglocke gefiel sich in einem moralischen Gebimmel. Denn: Wenn eine Tänzerin gut gewachsen ist und einen Venus-Körper hat, der nicht aus Sachsen ist; und wenn sie tanzt, daß nur der Rhythmus so knackt, und wenn sie ein ganzes Theater bei allen Sinnen packt; und wenn das Leben bunt ist hierzulande –: das ist eine Schande. Wenn aber Christus, der gesagt hat: »Du sollst nicht töten!«, an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten; wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen; und wenn die Vertreter Gottes auf Erden Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden; und wenn die Glocken läuten: »Mord!« und die Choräle hallen: »Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!« Und wenn jemand so verrät den Gottessohn –: Das ist keine Schande. Das ist Religion.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 27.03.1928, Nr. 13, S. 486, wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Wir dürfen nicht vergessen, daß nur das Schwert das Schwert in der Scheide hält und daß unter solchen Umständen für uns Abrüstung Krieg ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen.

Moltke, H., Reden. Im Reichstag, am 14. April 1874

Ein Krieg gegen Kriege ist ein gerechter und berechtigter Krieg.

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Ein guter Befehlshaber sichert sich stets den Weg nach hinten.

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Bedenkt auch, wie unberechenbar der Verlauf eines Krieges ist, bevor ihr euch noch in denselben einlasset.

Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges. I, 78. Übersetzt von Adolf Wahrmund (1859). Athener

Wer Krieg predigt, ist des Teufels Feldprediger.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man muß stets vollkommen zum Kriege gerüstet sein, um nie in die traurige Notwendigkeit versetzt zu werden, ihn zu führen.

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Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert außer unserer Denkweise, und deshalb treiben wir auf Katastrophen zu, die nicht ihresgleichen haben.

Einstein, in: Über den Frieden. Die Originalquelle ist ein vom Emergency Committee formuliertes Telegramm vom 23./24. Mai 1946, das Einstein mitunterzeichnet hat. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Es ist unbegreiflich, daß die ganze menschliche Gesellschaft nicht gegen das eine Wort ›Krieg‹ revoltiert.

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