Krieg Sprüche – tiefgründig
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Kann es etwas Widersinnigeres geben, als daß ein Mensch das Recht hat, mich zu töten, weil er jenseits des Wassers wohnt und weil sein Herrscher mit dem meinigen in Streit geraden ist, obzwar ich mit ihm niemals einen Streit gehabt habe?
Der Krieg ist ein Rubelfresser.
Der Krieg ist ein Faß ohne Boden.
Der Krieg will ein Haupt mit guter Zunge und doppeltem Gehirn haben.
Im Krieg haben wichtige Ereignisse unscheinbare Ursachen.
Es ist im Kriege alles sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig.
Wir dürfen nicht vergessen, daß nur das Schwert das Schwert in der Scheide hält und daß unter solchen Umständen für uns Abrüstung Krieg ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen.
Wenn jemand gegen etwas vorgeht, so geht er nicht gegen das ganze Etwas vor: denn das sieht er dann gar nicht mehr. Sondern er sieht dann nur noch das ›rote Tuch‹ in dem Etwas. Nie wird gegen ›etwas‹ vorgegangen, immer nur gegen rotes Tuch. Und wenn zwei Völker gegen einander ziehen, so stürzt ein jedes bloß gegen rotes Tuch: denn wie könnte ein Volk wider ein andres Volk sein, wenn nicht die Helden vom roten Tuch wären, wenn nicht unaufhörlich von hüben und drüben auf rotes Tuch aufmerksam gemacht würde, so daß die Völker, die armen Stiere, zuletzt wild werden und einander anrennen.
Jeder Krieg wird erst nach dem Kriege entschieden.
In ihrer strengsten Auslegung bedeutet Krieg die Zustimmung zum Morden.
Ein Schlachten war's, nicht eine Schlacht zu nennen.
Krieg ist Unheil im größten Maßstabe.
Krieg ist, wenn ihn das Recht nicht heilig macht, bloß Hirnzerschmettern und Luftröhrenschneiden.
Jeder Krieg birgt gewissermaßen einen neuen in seinen Falten.
Man ist in Europa ein Mal Staatsbürger und zweiundzwanzig Mal Ausländer. Wer weise ist: dreiundzwanzig Mal.
Es ist unbegreiflich, daß die ganze menschliche Gesellschaft nicht gegen das eine Wort ›Krieg‹ revoltiert.
Der Krieg ist eine Landplage, die alle anderen aufwiegt, zu der sich noch alle möglichen Verbrechen gesellen.
Triff' ihn so, dass er das Sterben fühlt!
Krieg ist ein gewichtig Wort, aber die Ehre ist gewichtiger; Friede ist ein lieblich Wort, aber das Recht ist lieblicher; wo er Ehre und Recht angreift, muß der Krieg nicht abgewiesen sein, wenn auch der Friede willkommener wäre.
Krieg verlangt viele Hände, aber nur einen Kopf.
So ist der Krieg: am Morgen hoch oben, am Abend tief unten!