Krieg Sprüche – tiefgründig

54 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Krieg tiefgründig

Kann es etwas Widersinnigeres geben, als daß ein Mensch das Recht hat, mich zu töten, weil er jenseits des Wassers wohnt und weil sein Herrscher mit dem meinigen in Streit geraden ist, obzwar ich mit ihm niemals einen Streit gehabt habe?

Internet

Der Krieg ist ein Rubelfresser.

Internet

Der Krieg ist ein Faß ohne Boden.

Internet

Der Krieg will ein Haupt mit guter Zunge und doppeltem Gehirn haben.

Internet

Im Krieg haben wichtige Ereignisse unscheinbare Ursachen.

Internet

Es ist im Kriege alles sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Wir dürfen nicht vergessen, daß nur das Schwert das Schwert in der Scheide hält und daß unter solchen Umständen für uns Abrüstung Krieg ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen.

Moltke, H., Reden. Im Reichstag, am 14. April 1874

Wenn jemand gegen etwas vorgeht, so geht er nicht gegen das ganze Etwas vor: denn das sieht er dann gar nicht mehr. Sondern er sieht dann nur noch das ›rote Tuch‹ in dem Etwas. Nie wird gegen ›etwas‹ vorgegangen, immer nur gegen rotes Tuch. Und wenn zwei Völker gegen einander ziehen, so stürzt ein jedes bloß gegen rotes Tuch: denn wie könnte ein Volk wider ein andres Volk sein, wenn nicht die Helden vom roten Tuch wären, wenn nicht unaufhörlich von hüben und drüben auf rotes Tuch aufmerksam gemacht würde, so daß die Völker, die armen Stiere, zuletzt wild werden und einander anrennen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1911

Jeder Krieg wird erst nach dem Kriege entschieden.

Internet

In ihrer strengsten Auslegung bedeutet Krieg die Zustimmung zum Morden.

Internet

Ein Schlachten war's, nicht eine Schlacht zu nennen.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 1. Akt, 9. Auftritt, Raoul

Krieg ist Unheil im größten Maßstabe.

Bentham, Grundlagen des internationalen Rechts (Principles of International Law), 1786-89

Krieg ist, wenn ihn das Recht nicht heilig macht, bloß Hirnzerschmettern und Luftröhrenschneiden.

Byron, Don Juan, 1819-24

Jeder Krieg birgt gewissermaßen einen neuen in seinen Falten.

Internet

Man ist in Europa ein Mal Staatsbürger und zweiundzwanzig Mal Ausländer. Wer weise ist: dreiundzwanzig Mal.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Nationales [2], in: Die Weltbühne, 25.11.1924, Nr. 48 (Peter Panter), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Es ist unbegreiflich, daß die ganze menschliche Gesellschaft nicht gegen das eine Wort ›Krieg‹ revoltiert.

Internet

Der Krieg ist eine Landplage, die alle anderen aufwiegt, zu der sich noch alle möglichen Verbrechen gesellen.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An Voltaire, 9. Oktober 1773

Triff' ihn so, dass er das Sterben fühlt!

Sueton, De vita Caesarum (Die Kaiserbiographien), 2. Jhdt. n. Chr. Kaiser Caligulas stetiger Befehl, die Leiden der Schlachtopfer zu verlängern

Krieg ist ein gewichtig Wort, aber die Ehre ist gewichtiger; Friede ist ein lieblich Wort, aber das Recht ist lieblicher; wo er Ehre und Recht angreift, muß der Krieg nicht abgewiesen sein, wenn auch der Friede willkommener wäre.

Internet

Krieg verlangt viele Hände, aber nur einen Kopf.

Internet

So ist der Krieg: am Morgen hoch oben, am Abend tief unten!

Internet