Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Manche Menschen haben soviel Angst vor dem Sterben, daß sie nie zu leben beginnen.

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Aus dem Stoff der Dauer schnitt der Himmel keine Schürze; Leben ist ein prächt'ges Kleid; sein Fehler ist die Kürze.

Dschami, Der dreifache Diwan (Divān-e sigāna), Sammlung von Gedichten aus Dschamis Jugend, Erwachsenenzeit und Alter

Eintagsfliegen sind wir zwischen Himmel und Erde. Ein Körnchen in der Unermeßlichkeit des Meeres. Ich beklage die Kürze des Augenblicks, der unser Leben ist, und beneide den großen Strom um seine Unerschöpflichkeit.

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Wer glaubt, dass man seine Vergangenheit nicht ändern kann, hat noch keine Memoiren geschrieben.

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Zwei Arten Menschen quälen sich umsonst und mühen sich vergebens: wer Geld sammelt und es nicht verzehrt und wer Wissen erwarb und es nicht anwendet.

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Wer nicht gelitten, hat nur halb gelebt, wer nicht gefehlt, hat wohl auch nicht gestrebt, wer nie geweint, hat halb auch nur gelacht, wer nie gezweifelt, hat wohl kaum gedacht.

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Wer über das Leben zu viel nachdenkt, vergisst es.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Leben ist ein Traum Wir sind nicht auf Erden, um zu leben. wir sind gekommen, um zu schlafen, nur um zu träumen. Unser Leib ist eine Blume, wie das Gras im Frühling ergrünt. so öffnen sich unsere Herzen und treiben Knospen, um zu blühen und dann zu verwelken. So lehrt der weise Tochihuitzin.

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Den Schatten kannst du von einem Menschen weder abschneiden noch weglocken.

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Um ein möglichst langes Leben zu haben, muss man sich einmal täglich totlachen!

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Hast in den Garten dieser Welt du einen Fuß gesetzt, dann sitze wie's die Rose tut, auch lächelnd nah am Dorn!

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Unser Leben ist ein Gesangbuch, viele schwarze Noten und wenig weiße.

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Was dich immer drückt, verzage nicht. Auch das Leiden adelt – klage nicht. Nur was wieder in den Staub dich zieht, das Gemeine nur vertrage nicht. Freude kann veredeln wie der Schmerz, drum des Lebens Lust entsage nicht. Vorwärts, unaufhaltsam rollt die Zeit, und ins Rad zu greifen wage nicht. Was du bist, das strebe ganz zu sein. und nach anderm Lohne frage nicht.

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Die Dinge sind für die Menschen da und nicht die Menschen für die Dinge.

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Denke dir einen Teppich aus Wasser. Und als die Stickerei dieses Teppichs die Geschichte des Menschen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Menschen, die das Leben nicht verstehen, können nicht umhin, den Tod zu fürchten.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Die Reue, welche die Menschen über die schlechte Anwendung der bereits durchlebten Zeit empfinden, bringt sie nicht immer dahin, von dem ihnen noch vergönnten Theile des Lebens einen bessern Gebrauch zu machen.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Gewiß, wir machen viel zu viel vorarbeitenden Aufwand aufs Leben. Anstatt, daß wir gleich anfingen, uns in einem mäßigen Zustand behaglich zu finden, so gehen wir immer mehr ins Breite, um es uns immer unbequemer zu machen.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 10. Kap., Eduard zu Charlotte und Ottilie

Eine schwere, weite Reise liegt vor den Jungen; darum hat Gott ihnen Reisekraft und Lust in's Herz gegeben, wohl ihnen, wenn sie munter sind und klug, Lust und Zeit wohl nützen und sorgfältig achten auf den Weg.

Gotthelf, Käthi, die Großmutter, oder: Der wahre Weg durch jede Not, 1847

Diese Disposition der Menschen, zur unbegrenzten Begierde mehr zu haben, kommt zum Teile daher, daß sie nicht sowohl danach trachten,glückseligzu leben, als nur danach, zuleben. Und da diese Begierde zum Leben ins Unendliche geht, so verlangt sie auch eben so unbegrenzt die Vermehrung der Mittel zum Leben.

Aristoteles, Politik. 1257b-1258a (I, 9.) Übersetzt von Christian Garve (1803)

Das Dasein des Menschen dauert gewiß über das Grab hinaus und hängt natürlich zusammen in seinen verschiedenen Epochen und Perioden. Es kommt also darauf an, die Gegenwart zu ergreifen und zu benutzen, um der Zukunft würdiger zuzureifen.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 1. Januar 1832