Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Die Schranken, die dem Erkenntnisvermögen des Menschengeistes gesteckt sind, verglichen mit der Sehnsucht, dieselben zu durchbrechen, deuten ihn auf eine dem Erdenleben folgende Stufenleiter des Daseins hin, wo dem Verlangen nach Erkenntnis eine vollständigere Befriedigung vorbehalten ist. Erleuchten muß es, daß für eine beschränkte Lebensdauer auch nur ein beschränktes Maß von erreichbarer Erkenntnis zugeschrieben werden konnte.

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Auf uns kommt es an, wohin wir steuern. Im Kampf ums Dasein die Hände in den Schoß legen, ist der sichere Untergang.

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Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung desselben hinzukommt.

Hartmann, Die Philosophie des Unbewußten, 1869 (9. Auflage 1882 in zwei Bänden)

Wenn dieses unser Dasein der letzte Zweck der Welt wäre, so wäre es der albernste Zweck, der je gesetzt worden; möchten nun wir selbst, oder ein anderer ihn gesetzt haben.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 11. Nachträge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseins

Auch der größte Genius hat nie den geringsten Erfolg gehabt, wenn es galt, die Daseinsfrage zu erklären. Das Rätsel bleibt ewig ein vollkommen ungelöstes.

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Das Leben die Schule, nicht die Schule das Leben.

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So wäre denn auch dieses Stück Erdenweg wieder zurückgelegt, – und ich kann hoffen, auf demselben wieder etwas in mein Inneres aufgesammelt zu haben.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Woher – Wohin? Woher, wohin denn unser wirres Sein? Aus Dir hinaus, o Mensch, in Dich hinein!

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Ein Wendepunkt deines Lebens liegt nicht so sehr in den Ereignissen, als in den nachhaltigen Eindrücken, die deine Empfindungen von ihnen erhalten.

Schaible (Hg.), Geistige Waffen. Ein Aphorismen-Lexikon, 1901

Das Leben lügt, gleich verstockten Verbrechern, bis auf den letzten Augenblick; und bekennt seine Betrügereien nicht eher, als bis es stirbt. Seine kleinen Freuden verlöschen eine nach der andern und lassen endlich den armen Menschen in einer völligen Nacht zurück.

Young, Klagen oder Nachtgedanken (The Complaint or Night-Thoughts), 1742-45

Drei Dinge überwinden des Lebens Not: Friede, Geduld und ein seliger Tod.

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Was haben die Menschen schon alles erdacht, Und scheinen weit mehr noch zu wittern! – Am weitesten haben sie's darin gebracht, Das Leben sich selbst zu verbittern.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Nichts erschwert uns die Existenz so sehr, als daß wir so häufig an Definitiva glauben ... und daß wir die Zeit damit verlieren, uns eines Irrtums zu schämen, statt ihn einzugestehen und unser Leben einfach neu zu gestalten.

Schnitzler, Der Weg ins Freie, 1908

Töricht, dein Herz an den Klang einer Trommel zu hängen; denn die Welt ist ein bräutlicher Zug, der Gast einer Stunde.

Raverty (Hg.), Selections from the poetry of the Afghans, from the sixteenth to the nineteenth century, literally translated from the original Pushto; with notices of the different authors, and remarks on the mystic doctrine and poetry of the Sūfis, London 1867

... dass alles Entscheidende „trotzdem“ entsteht ...

Nietzsche, Ecce Homo. Wie man wird, was man ist, 1889 (erstmals gedruckt 1908). Also sprach Zarathustra

Heute schon gelebt?

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Sein führt zu Nichtsein.

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Ich denke nicht, ich bin lieber.

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Hilfe, ich lebe!

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Das Leben ist entweder sterbenstraurig oder zum Totlachen.

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Lieber spät und richtig als nie und falsch.

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