Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

2992 Sprüche in dieser Kategorie

Wir sind von solchem Stoff wie Traumgebild, und unser kleines Leben umgibt ein Schlaf.

Shakespeare, Der Sturm (The Tempest), Erstdruck 1623

Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehn, und wie dumpf und besinnungslos, von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Quälen, ein träumerisches Taumeln durch die vier Lebensalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Viertes Buch. Der Welt als Wille zweite Betrachtung: Bei erreichter Selbsterkenntnis Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

Sein oder nicht Sein.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603. Originaltext: To be or not to be.

So bringt ein Zufall der Liebe Schwingen über alle, manche trifft der Pfeil und manche fängt die Falle.

Shakespeare, Viel Lärmen um nichts (Much Ado about Nothing), Erstdruck 1600

Ihr nehmt mein Haus, wenn ihr die Stütze nehmt, worauf mein Haus beruht; ihr nehmt mein Leben, wenn ihr die Mittel nehmt, wodurch ich lebe.

Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice), Erstdruck 1600

Frühling, Sommer und dahinter gleich der Herbst und bald der Winter – ach, verehrteste Mamsell, mit dem Leben geht es schnell.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Willst du das Leben recht verstehn, mußt du's nicht nur von vorn besehn. Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Glaubwürdigkeit Wem zu glauben ist, redliche Freunde, das kann ich euch sagen: Glaubt dem Leben, es lehrt besser als Redner und Buch.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

So geht es nun einmal auf der Reise hienieden. Einer nach dem anderen steigt aus, und der Zug saust weiter, bis die Station kommt, wo man selber aussteigen muß.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Wer leben will, der muß was tun.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909. Aus: Unbeliebtes Wunder

Fang jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 101. Brief. Originaltext: Ideo propera [...] vivere, et singulos dies singulas vitas puta

Zu leben heißt freilich, Kriegsdienst zu leisten.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 96. Brief. Übers. Internet Originaltext: Atqui vivere [...] militare est.

Wie lange ich lebe, hat mit meinem wahren Wesen nichts zu tun. Wie lange ich aber leben werde, um im höheren Sinne zu leben, das hängt von mir ab.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius

Dummköpfe, die ihr seid, Überflüssigem nachzujagen, am Leben vorbeizugehen, während ihr die Mittel zum Leben aufzutreiben sucht.

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Manche haben zu leben schon aufgehört, ehe sie anfingen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 23. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Quidam ante vivere desierunt quam inciperent

Deine Sinnesweise musst du ändern, nicht den Himmelsstrich.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 28. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Animum debes mutare, non caelum

Es steht mit dem Leben ähnlich wie mit einem Theaterstück: nicht auf die Länge kommt es an, sondern auf die Güte des Spiels. Es liegt nichts daran, wo du aufhörst. Höre auf, wo du willst. Nur an einem guten Schluss lass es nicht fehlen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 77. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Das Leben aber – glaube mir – wird von viel schlimmeren Stürmen geschüttelt als irgendein Schiff. Hier kommt es nicht aufs Reden an, sondern hier gilt es, das Steuer fest in die Hand zu nehmen.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius

Sieh dir die einzelnen an, überschaue die Gesamtheit: keiner, dessen Leben nicht auf morgen berechnet wäre. "Was ist denn dabei Schlimmes?" fragst du. Unendlich viel. Denn man lebt nicht, man ist nur immer auf dem Sprunge zu leben. Man verschiebt alles.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 45. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Es gibt Zeiten, wo das Weiterleben selbst eine Tat von Kühnheit ist.

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Um lange zu leben, lebe langsam.

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