Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

2992 Sprüche in dieser Kategorie

Wer still und unbeachtet lebt, der hat gut gelebt.

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Gut hat der sein Leben geführt, der sich gut verborgen hat.

Ovid, Tristia (Trauriges oder Klagelieder), geschrieben im Exil von 8 bis 12 n. Chr. Originaltext: Bene vixit, qui bene latuit.

Glaube, jeder Tag sei dir als dein letzter aufgeleuchtet.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 4, 13. Übersetzung: Internet Originaltext: Omnem crede diem tibi diluxisse supremum.

Ein steter Kampf ist unser Leben; glücklich sind die früher, jene später, andere sind es nie.

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Ernte das Leben wie eine fruchtreife Ähre.

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Wahrlich, unser Leben währet nur kurz, darum durchmeßt seine Bahnen auf das fröhlichste.

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Manche rüsten sich ein Leben lang für das Leben und bemerken dabei nicht, daß uns allen das Gift des Werdens als ein todbringendes eingegeben ist.

Epikur, Vatikanische Spruchsammlung (Gnomologium Vaticanum Epicureum). [30]

Morgens die Sonne erwarten, abends die Nacht. Das ist alles.

Altenberg, Was der Tag mir zuträgt. Fünfundfünfzig neue Studien, 1901

Auf der Höhe des Lebens erblickt der Mensch sehr natürlich auch das Ende des Seins. Wer das Beste und Schönste genießt, fühlt eben in dem Augenblick, daß dieser nicht zum zweiten Mal wiederkehren kann.

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Und die Weisheit im Leben besteht vielleicht in der Frage: Warum?

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Ein gut beschriebenes Leben ist beinahe so selten wie ein gut gelebtes Leben.

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Das ganze Leben ist ein Experiment.

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Mein Leben ist wie ein Spiel im Frühling. Ich will so leben, wie es mir gefällt: ich will mit euren steifen Sitten und matten Bräuchen nichts zu tun haben. Blau ist der Himmel, grün die Wiese und Flur, frisch die Quellen, heiter die Flüsse, und von herrlicher Gastlichkeit sind Sonne und Sterne. Ich will mein Spiel zu Ende spielen.

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Das Schönste an einer Freundschaft ist nicht die ausgestreckte Hand, das freundliche Lächeln oder der menschliche Kontakt, sondern das erhebende Gefühl, jemanden zu haben, der an einen glaubt und einem sein Vertrauen schenkt.

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Der große Tag, das krönende Fest des Lebens kommt, wenn das innere Auge sich der Einheit der Dinge, der Allgegenwart des Gesetzes öffnet; wenn es erkennt, daß alles, was ist, sein muß und sein soll und daß es das Beste ist.

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Das Leben ist bezaubernd, man muß es nur durch die richtige Brille sehen.

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Unser großes und ruhmreiches Meisterstück ist es, angemessen zu leben. Alles andere – zu herrschen, Schätze zu bewahren, aufzubauen – sind bestenfalls Anhängsel und Requisite.

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Ein heilig Ding ist das Leben des Menschen.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Das lebendige Leben muß etwas unglaublich Einfaches sein. Und deshalb gehen wir an ihm vorüber, ohne es zu erkennen.

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Mit Würde leben und mit Aufwand leben ist nicht das nämliche. Ersteres wird durch Enthaltsamkeit, Genügsamkeit, durch geordnetes Wesen und durch Wohlverhalten, sowie durch Einfachheit erzielt; letzteres erscheint im Geleite von Zuchtlosigkeit, Üppigkeit, Unordnung und Sittenlosigkeit. Die Folge des einen ist aufrichtiges Lob, des andern Tadel. Willst du darum mit Würde leben, so strebe nicht nach dem Lobe, das der Aufwand bringt.

Epiktet, Fragmente. Nr. 27. Übersetzt von Hans Stich, 1884

Eben so wird die Menge der Abschnitte, die den letzten Teil des Lebens mit mannigfaltigen veränderten Arbeiten auszeichnen, dem Alten die Einbildung von einer längeren zurückgelegten Lebenszeit erregen, als er nach der Zahl der Jahre geglaubt hatte, und das Ausfüllen der Zeit durch planmäßig fortschreitende Beschäftigungen, die einen großen beabsichtigten Zweck zur Folge haben, ist das einzige sichere Mittel, seines Lebens froh und dabei doch auch lebenssatt zu werden.

Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Erster Teil. Anthropologische Didaktik