Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

2992 Sprüche in dieser Kategorie

Noch lebst du, bald bist du ein Weiland (Gewesener).

Immermann, Tristan und Isolde. Ein Gedicht in Romanzen, 1841

Ich lebe wieder! Leben heißt genießen.

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An die Jünglinge Trinkt des Weines dunkle Kraft, Die euch durch die Seele fließt Und zu heil'ger Rechenschaft Sie im Innersten erschließt! Blickt hinab nun in den Grund, Dem das Leben still entsteigt, Forscht mit Ernst, ob es gesund Jedem Höchsten sich verzweigt. Geht an einen schaur'gen Ort, Denkt an aller Ehren Strauß, Sprecht dann laut das Schöpfungswort, Sprecht das Wort: es werde! aus. Ja, es werde! spricht auch Gott, Und sein Segen senkt sich still, Denn, den macht er nicht zum Spott, Der sich selbst vollenden will. Betet dann, doch betet nur Zu euch selbst, und ihr beschwört Aus der eigenen Natur Einen Geist, der euch erhört. Leben heißt, tief einsam sein; In die spröde Knospe drängt Sich kein Tropfe Taus hinein, Eh' sie inn're Glut zersprengt. Gott dem Herrn ist's ein Triumph, Wenn ihr nicht vor ihm vergeht, Wenn ihr, statt im Staube dumpf Hinzuknieen, herrlich steht, Wenn ihr stolz, dem Baume gleich, Euch nicht unter Blüten bückt, Wenn die Last des Segens euch Erst hinab zur Erde drückt. Fort den Wein! Wer noch nicht flammt, Ist nicht seines Kusses wert, Und wer selbst vom Feuer stammt, Steht schon lange glutverklärt. Euch geziemt nur Eine Lust, Nur ein Gang durch Sturm und Nacht, Der aus eurer dunklen Brust Einen Sternenhimmel macht.

Hebbel, F., Gedichte

Ich lebe wieder! Ich fühl' es, weil ich leide [...].

Madách, Die Tragödie des Menschen (Az ember tragédiája), 1861. 13. Szene, Adam

Der Mensch wird in der Fremde geboren, leben heißt die Heimat suchen, und denken heißt leben.

Börne, Die Kunst, in drei Tagen ein Original-Schriftsteller zu werden, 1823

Es gibt Leute, die leben nicht ihr gegenwärtiges Leben sondern sind mit großem Eifer geschäftig, als ob sie noch ein zweites Leben zu leben hätten, nicht aber das gegenwärtige; und unterdessen vergeht die Zeit, die ihnen noch bleibt.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 14.

Unser großes und herrliches Meisterwerk ist: richtig leben.

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Wir leben im Grunde geistig einsam; durch eine besondere Erziehungsmethode oder zufällig gewählte besondere Lektüre hat jeder von uns eine verschiedene Charakterrichtung empfangen; jeder von uns, geistig verlarvt, denkt, fühlt und strebt anders als die andern, und des Mißverständnisses wird so viel, und selbst in weiten Häusern wird das Zusammenleben so schwer, und wir sind überall beengt, überall fremd und überall in der Fremde.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Zweiter Teil. Die Nordsee. 1826. Dritte Abteilung

Ist das Leben lebenswert? Das ist eine Frage für einen Embryo, nicht für einen Erwachsenen.

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In Erinn'rung nur zu schweben Wie im Wind ein welkes Blatt Hüte dich! Nur das heißt Leben, Wenn dein Heut ein Morgen hat.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Sprüche, 27.

Genieße deine Kraft; Man lebt nur, wenn man schafft.

Feuchtersleben, Gedichte, 1836

Zuerst wollte ich das Leben erobern, aber es besiegte mich. Dann versuchte ich das Leben zu ergründen, aber ich verlor mich in seiner Unendlichkeit. Schließlich meinte ich, man müßte das Leben sorgfältig einteilen, aber es entzog sich mir. Dann endlich, zögernd und unbeholfen, versuchte ich, das Leben zu lieben. Da umarmte es mich mit überwältigender Freude!

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Wege ... ... fordern Bewegung, machen uns Beine, sind ausgetreten oder neu. Sie führen uns zu vertrauten Plätzen oder ins Ungewisse, sie machen Hoffnung, bergen Spannung. Wege verzweigen sich in Auswege, Umwege, Irrwege, gerade oder verschlungene Wege. Am Ziel jedoch solltest Du sagen können: I did it my way

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Das Leben ist der Begleiter des Todes; der Tod ist der Anfang des Lebens.

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Das Sein ist etwas Unsichtbares, dem es nicht gelingt zu scheinen, das Scheinen etwas Schwaches, dem es nicht gelingt zu sein.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 4.

Es gibt keine Biographie, die sich nicht zu schreiben und nicht zu lesen lohnte.

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Der Mensch lebt nicht voll, wenn er nur für sich lebt und sein Dasein bewahrt.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Die Kunst gedeiht nur in des Lebens Gunst, Und recht zu leben ist auch eine Kunst, So schwer wie alle Künste im Vereine Im Kampf des Schönen gegen das Gemeine.

Bodenstedt, F., Gedichte. Aus: Kunst und Leben, 1877 (vorangestelltes Gedicht für Bodenstedts gleichnamiges Almanach)

Gott soltu und nit der Welt nach leben; Hab guten Muth, den Todt bedenk eben!

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Leben und nichts erlangen, Heißt fischen und nichts fangen.

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