Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Hoffe, hoffe! daß auch Ich kann hoffen! Schleicht der Winter schon in unser Leben, das noch kaum ein Frühlingsstrahl getroffen? sahen darum wir den Himmel offen, daß wir nun zu Grabe sollen streben?! Glaube, glaube! nimm mir nicht den Segen, daß ich Einen durch mich glücklich wisse! Oh, es geht sich schwer auf meinen Wegen: Schnee und Eis starrt von den Höh'n entgegen, und im Abgrund gähnen Finsternisse! Nein! von Liebe will ich Nichts dir sagen! mußt es selber fühlen, ob die Gluten dir empor zu heil'gen Flammen schlagen, in der Lohe uns gen Himmel tragen, Schnee und Eis zerschmilzt in Lavafluten.
Ich wünsche dir die zärtliche Ungeduld des Frühlings, das milde Wachstum des Sommers, die stille Reife des Herbstes und die Weisheit des erhabenen Winters.
Wir sprechen von unsrem Herzen, unsern Planen, als wären sie unser, und es ist doch eine fremde Gewalt, die uns herumwirft und ins Grab legt, wie es ihr gefällt, und von der wir nicht wissen, von wannen sie kommt, noch wohin sie geht.
Leben ist ein Feuerprozeß. Je reiner der Geist, desto reiner und feuriger das Leben, die Säuerung oder Animierung.
Zu sein, zu leben, das ist genug, das ist die Ehre der Götter; und darum ist sich alles gleich, was nur ein Leben ist, in der göttlichen Welt, und es gibt in ihr nicht Herren und Knechte.
Des Knaben Alter ist Idylle. Der Jüngling braust des Herzens Fülle in Oden aus und Dithyramben. Der Mann schwankt hin und in Jamben. Der Greis beklagt in Elegien der guten Zeiten schnelles Fliehen. Der Tod macht auf den ganzen Kram ein bittres Epigramm.
Wir alle wünschen uns ein langes Leben, in dem die Zeit rasch dahineilt!
Unser langgepries'nes Leben Ist ein einz'ger Augenblick, O genieß' ihn! Götterkräfte geben Dir ihn nimmermehr zurück.
Alles, was ich möchte, ist, mein Leben so zugrunde zu richten, wie ich es gern möchte.
Auf der Bühne spielt einer den Fürsten, ein anderer den Rat, ein dritter den Diener, oder den Soldaten, oder den General usw. Aber diese Unterschiede sind bloß im Äußeren vorhanden, im Innern, als Kern einer solchen Erscheinung, steckt bei allen dasselbe: ein armer Komödiant mit seiner Plage und Not. Im Leben ist es auch so. Die Unterschiede des Ranges und Reichtums geben jedem seine Rolle zu spielen; aber keineswegs entspricht dieser eine innere Verschiedenheit des Glücks und Behagens, sondern auch hier steckt in jedem derselbe arme Tropf mit seiner Not und Plage, die wohl dem Stoffe nach bei jedem eine andere ist, aber der Form, d. h. dem eigentlichen Wesen nach, so ziemlich bei allen dieselbe; wenn auch mit Unterschieden des Grades, die sich aber keineswegs nach Stand und Reichtum, d. h. nach der Rolle richten.
Das Leben gern zu leben Musst du darüber stehn! Drum lerne dich erheben! Drum lerne — abwärts sehn!