Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Das Leben ist eine Plünderung des inneren Menschen.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Man sollte gar nicht glauben, wie gut man auch ohne die Erfindungen des Jahres 2500 auskommen kann.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel [3], in: Die Weltbühne, 29.03.1932, Nr. 13 (Peter Panter)

Wer sich selber ewig besitzt, kann weder zu früh noch zu spät in die Welt kommen, und wer sich selber in seinem ewigen Wert besitzt, der findet auch einen Platz in diesem Leben, welchen er ganz und voll ausfüllen kann.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Zweiter Teil. Das Gleichgewicht des Ästhetischen und Ethischen in der Entwickelung der Persönlichkeit. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

»Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett!« »Und der Tod ist unser Arzt –«

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Vierter Teil. Die Stadt Lucca. Kapitel 5

Mit den Händen in dem Schooß Hoffe auf kein bess'res Loos! Kämpfe, kämpfe dich durch's Leben! Hoffnung ohne Streben Ist ein Anker ohne Schiff!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das nachdenkende, betrachtende, forschende Leben ist eigentlich das höchste.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 9. Juli 1824

Am Schachbrett des Lebens Beim Schachspiel saß ich. Ein Springerzug Ließ jäh meine Wangen erblassen. Das Herz hinauf bis zum Hals mir schlug: Die Königin mußte ich lassen. Ich nehme den goldenen Becher zur Hand Und leere ihn bis zum Grunde. Die Königin fuhr in das weite Land, Lacht über das Herz, das wunde. Jahre vergehen. Ich sitze still Gebückt überm Schachbrett wieder. Das Leben verloren? Verloren das Spiel? Verweht die Rosen, die Lieder? Wer bist du, Partner? Ich kenne dich doch! Deine Augen, die braunen, sie brennen. Märchen einst. Märchen auch heute noch. Jugend, so will ich dich nennen. Du selige Jugendpoesie Breit über mir aus die Hände. Ich sinne und spiele die alte Partie. Sie geht niemals zu Ende.

Bern/Zoozmann (Hg.), Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl aus vergangenen Jahrhunderten und aus unseren Tagen, Erstauflage hg. von Maximilian Bern, spätere Auflagen neu bearbeitet und hg. von Richard Zoozmann, 3 Bde., 1924-29 (EA: 1902)

Das Leben ist ein Schlaf, ein gedrückter heißer Schlaf, Vampyren sitzen auf ihm, Regen und Winde fallen auf uns Schlafende, und wir greifen vergeblich aus zum Erwachen.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Viertes Heftlein. 39. Hundposttag

Komm, mein Leben! Feld und Hain erglühen hold Unter Blütenträumen Und das Licht, wie helles Gold Rauscht es in den Räumen. Komm, mein Leben, meine Lust, Tritt in Gottes Helle, Daß sich wärmer Brust zu Brust, Lust zu Lust geselle!

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Ihre körperliche[n] Reize befanden sich gerade in dem sonderbaren Zeit-Punkt, wo sie anfangen, ihre anziehende Kraft mit der abstoßenden zu vertauschen.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799. [L 302]

Die Menschen freuen sich über den Aufgang und auch über den Untergang der Sonne und werden nicht gewahr, dass dabei auch ihr Leben dahinschwindet.

Böhtlingk (Hg.), Indische Sprüche. Sanskrit und Deutsch, 3 Bde., 1863-65. Bd. 1, 1411. Ramayana II, 105

Das Leben fließt wie ein Wasser dahin und nimmer wieder.

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Wie unglücklich würden neunundneunzig von hundert Teilen des menschlichen Geschlechts sein, wenn die mitleidige Natur nicht von Zeit zu Zeit etliche Tropfen aus diesem ihrem Zauberbecher [der Freude] auf die Beschwerden ihres Lebens fallen ließe!

Wieland, Sokrates mainomenos oder die Dialogen des Diogenes von Sinope. Aus einer alten Handschrift, 1770; späterer Titel: Nachlass des Diogenes von Sinope. Gedanken über eine alte Aufschrift, 1795

Das Leben ist eine Kunst, und ehrliches Leben der feinste und schwerste Theil dieser Kunst.

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Es gab in meinem Leben viele Katastrophen. Einige sind sogar passiert.

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Wiltu leben lang, so meid der Hure Gang.

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Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

Altes Testament. Das Buch Josua (#Jos 1,9)

Keiner lebt nur für sich selbst und um seiner selbst willen.

Dryander, Evangelische Predigten, 2. vermehrte Auflage 1884

Nirgends kann das Leben so roh wirken, wie konfrontiert mit edler Musik.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1908

Aber wenn ich mich einmal in das Notwendige fügen muß, so nehme ich mir das Angenehme heraus und gehe leicht über das Lästige hinweg [...].

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 7. April 1833

Sollst du dich dem Leben opfern, indem du es bejahst? Nein, es soll sich dir opfern. Das Leben soll dich bejahen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919