Leben Sprüche – erfahrung

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Wolle nicht zurückbleiben auf deinem Weg. Wolle nicht umkehren und nicht vom Weg abgehen. Wer nicht vorangeht, bleibt zurück. Wer zu dem zurückläuft, das er verlassen hat, der geht rückwärts. Besser der Lahme auf dem Weg als der Läufer auf dem Irrweg.

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Schlange vor dem Schalter. Alles geht, wenn auch langsam, so doch regelmäßig; du ruckst voran. Bis der Mann vor dir herankommt. Der Mann vor dir macht stets ungeahnte Schwierigkeiten, er will Herrn Eisenbahn persönlich sprechen und braucht für sich allein so viel Zeit wie alle andern Vormänner zusammen. So ist das Leben.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel [8], in: Die Weltbühne, 05.07.1932, Nr. 27 (Peter Panter)

Der Mensch muß sich durchs Leben drängen, wie die sich entwickelnde Blume durch den Kot.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Das menschliche Leben zerfällt in zwei Hälften, in der ersten wünscht man sich die zweite herbei, und in der zweiten wünscht man sich die erste zurück. Die Erfahrung besteht darin, daß man erfährt, was man nicht zu erfahren wünscht.

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»Erst habe ich gemerkt«, sagte ich, »wie es ist [das Leben]. Und dann habe ich verstanden, warum es so ist – und dann habe ich begriffen, warum es nicht anders sein kann. Und doch möchte ich, daß es anders wird. Es ist eine Frage der Kraft. Wenn man sich selber treu bleibt . . . «

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schloß Gripsholm, 1931. Zweites Kapitel

Es gab in meinem Leben viele Katastrophen. Einige sind sogar passiert.

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Das Leben gern zu leben Musst du darüber stehn! Drum lerne dich erheben! Drum lerne — abwärts sehn!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr 1882

Nicht der Platz ist wichtig, den wir einnehmen, sondern die Richtung, in welcher wir uns vorwärtsbewegen.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Denn wir müssen per gradus emporsteigen, auf einer Treppe zu andern Stufen; keiner wird auf einen Hieb der Erste.

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Man nützt und versteht nur solche Lebensregeln, von denen man die Erfahrungen, worauf sie ruhen, so durchgemacht, daß man die Regeln hätte selber geben können.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Erster Teil. 20. Sektor

Dann geleiten Alter und Erfahrung Hand in Hand ihn zum Tode und lehren ihn, nach so schmerzvollem und so langem Forschen, dass er sein ganzes Leben auf falschem Wege war.

Rochester, A Satyr Against Reason and Mankind, um 1674. II, 25-28. Originaltext: Then Old Age, and Experience, hand in hand, // Lead him to death, and make him understand, // After a Search so painful, and so long, // That all his Life he has been in the wrong.

Das Leben ist hart, aber es übt ungemein.

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Das Leben selbst ist der beste Erzieher des Menschen.

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Es hängt einem sein Leben nicht an, was man in der Jugend erhalten hat.

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Und man holt recht gut Luft, ohne zu wissen wie sie geholt werden muß und geholt wird.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Übungen im Stil. c) Bedenklicher Stil

Lebendiges kommt nie aus der Retorte.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Dieses Leben ist nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Wesen, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind es noch nicht, aber wir werden es.

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Perfektibilität Möcht' ich doch wohl besser sein, Als ich bin! Was wär' es! Soll ich aber besser sein, Als du bist, so lehr' es! Möcht' ich auch wohl besser sein Als so mancher andre! »Willst du besser sein als wir, Lieber Freund, so wandre.«

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigrammatisch.

Viel muß man lernen und an sich ändern; denn die Arbeit, die das Leben an uns tut, ist unermeßlich.

Freytag, Die verlorene Handschrift. Roman in fünf Büchern, 1864

Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.

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Lebt für die Gegenwart, träumt von der Zukunft, lernt von der Vergangenheit.

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