Leben Sprüche – erfahrung

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Weißt du das Leben nicht recht zu genießen, so weiche Erfahrenen.

Horaz, Briefe (Epistolae). II, 2, 213 Originaltext: Vivere si recte nescis, decede peritis!

Wie schade, daß wir unsere Lektion vom Leben immer erst dann erhalten, wenn wir davon keinen Gebrauch mehr machen können.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Der Weg der Lebensgestaltung (der sog. ‹Entwicklungsgeschichte›) ist ein Drängen nach Freiheit.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Das Leben bringt so viel Großes, das Groll erregt, daß man lernen muß, freundlich über das Kleine hinwegzugehen, wenn man nicht ein mürrischer Gesell werden will.

Ebers, Uarda. Roman aus dem alten Aegypten, 3 Bde., 1877

Je öfter wir Sterbende sehen, desto mehr lernen wir für das Leben. Im Tode ist das Leben enthalten – dieses ist ein verschlossenes Gefäß, jener der Schlüssel dazu. Shakespeare sagt: "Beachtet wird da Leben erst zuletzt!"

Hammer, Adlig und Bürgerlich. Novelle, 1838

Die gründlichste Wissenschaft ist die Erfahrung, die schönste Dichtung ist das Leben.

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Die Schule des Lebens kennt keine Ferien.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Suche dir nicht beständig deinen eigenen Weg, sondern folge dem, den du geführt wirst.

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Wer unter uns die Freuden und Leiden des Lebens am besten zu ertragen vermag, der ist meines Erachtens am besten erzogen.

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Das Leben korrigiert unsere Ideale später wie Schüleraufgaben und füllt die durchgestrichenen Stellen aus, welche sich zuletzt – durch unsere Erfahrung – als die rechte Logik bestätigen.

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Man badet zweimal nicht im selben Bach, erwacht nicht zweimal zu demselben Leben.

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Man soll nicht mehr lernen, als man unbedingt gegen das Leben braucht.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. III. Von Journalisten, Ästheten, Politikern, Psychologen, Dummköpfen und Gelehrten

Es gibt keinerlei Lebensbedingungen, an die sich der Mensch nicht gewöhnen könnte, namentlich wenn er sieht, daß seine ganze Umgebung das gleiche Leben führt.

Tolstoi, Anna Karenina (Анна Каренина), 1873-78

Es geschieht so oft, daß uns aus scheinbaren Vorzügen Schaden und aus scheinbaren Mängeln das Heil unseres Lebens erwächst.

Ebers, Uarda. Roman aus dem alten Aegypten, 3 Bde., 1877

Das Leben schüttelt den Baum eines jeden. Früher oder später, ohne Sturm geht es für niemand ab.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873

Wir erleben unser Leben mehr als einmal. Gar manches Ereignis wird erst spät, wenn wir uns dessen in andere Stimmung erinnern, zur Erfahrung. Was uns einst jubeln machte, erpreßt uns Seufzer, worüber wir klagten, darüber lächeln wir, oder segnen das Leid. Die Taten der Jugend begreifen wir ganz erst in der Mannheit, und der Greis erst versteht vielleicht ganz den Mann. Darum leben wir ein vielfaches Leben – nur der Flachkopf mit kaltem Herzen besitzt ein einziges, das sich nach dem Kalender abspinnt.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Jedes Leben ist ein Versuch, begangene Jugendtorheiten wieder gut zu machen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Zum Lebensweg Willst du tapfer schreiten lernen Mußt du nicht nach Himmelsfernen, Sondern auf die Erde schauen, Und dabei nach klugen Frauen.

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Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei.

Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. Mokshadharma

Auch in der Schule des Lebens gibt es trotzige Jungen, und auch hier leisten sie oft das Beste.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Jedes scheidende Jahr bringt dich unweigerlich eine Stufe dem Ende näher, es soll dich aber auch eine Stufe höher getragen haben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913