Leben Sprüche – erfahrung
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Weißt du das Leben nicht recht zu genießen, so weiche Erfahrenen.
Wie schade, daß wir unsere Lektion vom Leben immer erst dann erhalten, wenn wir davon keinen Gebrauch mehr machen können.
Der Weg der Lebensgestaltung (der sog. ‹Entwicklungsgeschichte›) ist ein Drängen nach Freiheit.
Das Leben bringt so viel Großes, das Groll erregt, daß man lernen muß, freundlich über das Kleine hinwegzugehen, wenn man nicht ein mürrischer Gesell werden will.
Je öfter wir Sterbende sehen, desto mehr lernen wir für das Leben. Im Tode ist das Leben enthalten – dieses ist ein verschlossenes Gefäß, jener der Schlüssel dazu. Shakespeare sagt: "Beachtet wird da Leben erst zuletzt!"
Die gründlichste Wissenschaft ist die Erfahrung, die schönste Dichtung ist das Leben.
Die Schule des Lebens kennt keine Ferien.
Suche dir nicht beständig deinen eigenen Weg, sondern folge dem, den du geführt wirst.
Wer unter uns die Freuden und Leiden des Lebens am besten zu ertragen vermag, der ist meines Erachtens am besten erzogen.
Das Leben korrigiert unsere Ideale später wie Schüleraufgaben und füllt die durchgestrichenen Stellen aus, welche sich zuletzt – durch unsere Erfahrung – als die rechte Logik bestätigen.
Man badet zweimal nicht im selben Bach, erwacht nicht zweimal zu demselben Leben.
Man soll nicht mehr lernen, als man unbedingt gegen das Leben braucht.
Es gibt keinerlei Lebensbedingungen, an die sich der Mensch nicht gewöhnen könnte, namentlich wenn er sieht, daß seine ganze Umgebung das gleiche Leben führt.
Es geschieht so oft, daß uns aus scheinbaren Vorzügen Schaden und aus scheinbaren Mängeln das Heil unseres Lebens erwächst.
Das Leben schüttelt den Baum eines jeden. Früher oder später, ohne Sturm geht es für niemand ab.
Wir erleben unser Leben mehr als einmal. Gar manches Ereignis wird erst spät, wenn wir uns dessen in andere Stimmung erinnern, zur Erfahrung. Was uns einst jubeln machte, erpreßt uns Seufzer, worüber wir klagten, darüber lächeln wir, oder segnen das Leid. Die Taten der Jugend begreifen wir ganz erst in der Mannheit, und der Greis erst versteht vielleicht ganz den Mann. Darum leben wir ein vielfaches Leben – nur der Flachkopf mit kaltem Herzen besitzt ein einziges, das sich nach dem Kalender abspinnt.
Jedes Leben ist ein Versuch, begangene Jugendtorheiten wieder gut zu machen.
Zum Lebensweg Willst du tapfer schreiten lernen Mußt du nicht nach Himmelsfernen, Sondern auf die Erde schauen, Und dabei nach klugen Frauen.
Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei.
Auch in der Schule des Lebens gibt es trotzige Jungen, und auch hier leisten sie oft das Beste.
Jedes scheidende Jahr bringt dich unweigerlich eine Stufe dem Ende näher, es soll dich aber auch eine Stufe höher getragen haben.