Leben Sprüche – familie

31 Sprüche gefunden

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Ich habe es schon häufig als bedauerlich empfunden, daß Noah und seine Sippe das Boot nicht verpaßt haben.

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Existieren heißt: Ahnen haben.

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Wie ein Kind, das von dem Vater ließ auf einen Gaul sich heben, also reitest du, o Bruder, also reit' ich durch das Leben. Weil des Rosses Zaum wir halten, glaubst du, daß wir es regieren? Sieh, der Vater geht daneben, an der Halfter es zu führen!

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Und wenn zerfällt die ganz Welt, wer sich an ihn hält, und wen er hält, wird wohlbehalten bleiben.

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Denke dir einen Teppich aus Wasser. Und als die Stickerei dieses Teppichs die Geschichte des Menschen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Das einzige, was mich hier noch hält, ist die Erdanziehungskraft.

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Nicht unnütz oder wertlos bin ich ins Dasein gestellt, sondern als Glied einer langen Kette, Brücke zwischen Menschen und Generationen.

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Eine flinke Zunge ist das einzige, von dem eine Mutter nicht möchte, dass ihre Tochter ihr dahingehend ähnelt.

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Alles hängt mit allem zusammen. Auch du selbst.

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Alle Dinge sind miteinander verbunden.

Chief Seattle, zugeschriebene Rede 1854

Bundeslied der Galgenbrüder O schauerliche Lebenswirrn, wir hängen hier am roten Zwirn! Die Unke unkt, die Spinne spinnt, und schiefe Scheitel kämmt der Wind. O Greule, Greule, wüste Greule! Du bist verflucht! so sagt die Eule. Der Sterne Licht am Mond zerbricht. Doch dich zerbrach's noch immer nicht. O Greule, Greule, wüste Greule! Hört ihr den Huf der Silbergäule? Es schreit der Kauz: pardauz! pardauz! da taut's, da graut's, da braut's, da blaut's!

Morgenstern, C., Gedichte. Galgenlieder

Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen.

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Bäume haben den Menschen eins voraus: Sie sind auch in Massen noch schön.

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Hoch zu kommen ist schwer, wo enge Lage im Hause hemmt die Entfaltung der Kraft.

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Die eine Schwester ergriff den Schleier und die andere den Hosen-Schlitz.

Lichtenberg, Sudelbuch C, 1772-1773. [C 5]

Ich bin, weil wir sind.

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Schwesterlein, Schwesterlein, Wann gehn wir nach Haus? Morgen, wenn die Hahnen krähn, Woll'n wir nach Hause gehn, Brüderlein, Brüderlein, Dann geh'n wir nach Haus. Schwesterlein, Schwesterlein, Wann geh'n wir nach Haus? Morgen, wenn der Tag anbricht, Eh' endet die Freude nicht, Brüderlein, Brüderlein, Der fröhliche Braus. Schwesterlein, Schwesterlein, Wohl ist es Zeit? Mein Liebster tanzt mit mir. Geh' ich, tanzt er mit ihr. Brüderlein, Brüderlein, Laß du mich heut. Schwesterlein, Schwesterlein, Was bist du blaß? Das macht der Morgenschein Auf meinen Wängelein, Brüderlein, Brüderlein, Die vom Thaue naß. Schwesterlein, Schwesterlein, Du wankest so matt? Suche die Kammerthür, Suche mein Bettlein mir, Brüderlein, es wird fein Unter'm Rasen seyn.

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Der Mensch lebt nicht für sich allein. Es gibt eine unsichtbare und unzerreißbare Gemeinsamkeit: das Band der Achtung, der Ehre, ein treues Gedenken, eine tätige Liebe.

Auerbach, Das Landhaus am Rhein. Roman, 5 Bde., 1869

Über den Dächern Über den Dächern schwebt Rauch und ein sanftes Gebimmel klingt von den Türmen der Stadt. Meine Sehnsucht fliegt in den Himmel. Wie es durch das Fenster zieht … ! Wozu arbeiten? Wozu tätig sein? Wozu in die Versammlungen gehn? Ich habe nur meine beiden Hände. Was steht am Ende –? Das habe ich an Vater gesehen. Wie es durch das Fenster zieht … ! Diese Dachkammer hat der alte Mann. Dafür fünfundfünfzig Jahre Arbeit, keinen Tag Urlaub, Sorgen und graue Haare. Meine Gedanken hängen am Horizont – Wo ist unser Glück … ? Und da kommen plötzlich alle meine Gedanken zurück. Gleich springe ich auf die Beine und werfe die Arme um den Leib, weil mich friert … Ich bin nicht mehr allein. Wir sind stark, wenn wir zusammenhalten: die Starken und Schwachen, die Jungen und Alten. Wenn nur der Wille fest bleibt und unsere Partei. Da bin ich dabei. Noch einmal sehe ich über die Stadt und die Dächer … Schon mancher hat mit trocken Brot und armseligem Essen in so einer zugigen Dachkammer gesessen. Mancher, der nachher ein Reich erobert hat.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931 (Kurt Tucholsky)

Freunde sind solche, die denselben Vater, Liebende solche, die dieselbe Mutter haben.

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Den Romanen, die unsere Nebenmenschen leben, glauben wir nie die Schuldlosigkeit. Das kommt vielleicht aus der Erkenntnis, daß wir alle von Adam und Eva abstammen, und uns vor der Sündenfälligkeit selbst nicht sicher fühlen.

Boy-Ed, Nicht im Geleise. Roman, 2 Bände in einem Band, 1890