Leben Sprüche – gedanken

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Man weiß erst, daß man ist, wenn man sich in anderen wiederfindet.

Goethe, J. W., Briefe. An Auguste Gräfin zu Stolberg, 13. Februar 1775

Gescheit gedacht und dumm gehandelt, so bin ich mein’ Tage durchs Leben gewandelt.

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Deine flüchtigen Sekunden Miß mit deines Herzens Schlag! Deine Wahrheit ist dein Tag, Und mit ihm ist sie entschwunden. Antwort forderst du vergebens, Wo kein Puls des Blutes schlägt - Was dein Innerstes bewegt, Ist die Wahrheit deines Lebens.

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Nichts kann von außen Wunder in uns wirken, wenn es nicht aus unserem Interesse eine wundersame Antwort erhält.

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Ideen sind wie Schatten, gegenständlich genug, bis wir sie zu fassen versuchen.

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In dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben! Und in’s Unergründliche schien ich mir da zu sinken.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Tanzlied

Der so überaus wohltätige Einfluss, den eine zurückgezogene Lebensweise auf unsere Gemütsruhe hat, beruht größtenteils darauf, daß eine solche uns dem fortwährenden Leben vor den Augen anderer, folglich der steten Berücksichtigung ihrer etwaigen Meinung entzieht und dadurch uns uns selber zurückgibt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

Herb ist des Lebens Innerster Kern.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Punschlied, 1803

Auf dem Faulbett Auf mein Faulbett hingestreckt Überdenk' ich so meine Tage, Forschend, was wohl dahintersteckt. Daß ich nur immer klage. Ich habe zu essen, ich habe Tabak, Ich lebe in jeder Sphäre, Ich liebe je nach meinem Geschmack Blaustrumpf oder Hetäre. Die sexuelle Psychopathie, Ich habe sie längst überwunden - Und dennoch, ich vergess' es nie, Es waren doch schöne Stunden.

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Die geistige Schönheit der Seele ist darin gelegen, daß der Wandel und das Tun des Menschen gemäß und wohl angepaßt sei der geistigen Klarheit der Vernunft.

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Das Leben besteht in dem, was ein Mensch den ganzen Tag über denkt.

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Das Leben ist eine Plünderung des inneren Menschen.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Wir steuern durch dieses bunte Weltgewühl Geleitet vom Gedanken und Gefühl. Wohl dem, in dem sich beide so verbinden, Daß sie zum Ziel die rechten Bahnen finden!

Blumenthal (Hg.), Neue Monatshefte für Dichtkunst und Kritik, 1875-77. 1875

Eine Ruhe, im Sinn der Verholzung, besitz ich noch nicht. Ich hab nur sagen gewollt, daß ich mich fein still auf dem Platze halte, der mir zugewiesen, und von da aus in angemessener Bescheidenheit mit einer, sozusagen, mehr unparteiischen Heiterkeit diese Welt betrachte als ehedem.

Busch, W., Briefe. 1841 bis 1892. An Johanna Keßler

Es ist nötig, daß wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.

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Ich trage allein Ich klage still, Weil ich nicht will Daß man mich höre klagen; Ich trag' allein, Die Last ist mein, Kein andrer soll sie tragen.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien

Auf einen Humoristen Ich will mein Streben als belohnt betrachten, Erkannt was ich gemeint, Wenn von den Vielen, die mich einst belachten, Mich Einer nur beweint.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1885

Der kleine Affenpinscher kläfft jeden an, auch wenn ihm keiner was tut – der große Bernhardiner bellt nur, wenn er gereizt wird. So ist die geistige Überhebung der Dummen stets in der Offensive, während die geistige Überlegenheit der Klugen nur in der Defensive zutage tritt.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

Oft fühl ich in scheuen Schauern, wie tief ich im Leben bin. Die Worte sind nur die Mauern. Dahinter in immer blauern Bergen schimmert ihr Sinn. Ich weiß von keinem die Marken, aber ich lausch in sein Land. Hör an den Hängen die Harken und das Baden der Barken und die Stille am Strand.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Mir zur Feier (1909)

Sonst hab' ich mir selbst Impulse gegeben; Jetzt leb' ich nicht mehr, ich lasse mich leben.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Teilen kann ich nicht das Leben, Nicht das Innen noch das Außen, Allen muß das Ganze geben, Um mit euch und mir zu hausen. Immer hab ich nur geschrieben, Wie ich fühle, wie ich's meine, Und so spalt ich mich, ihr Lieben, Und bin immerfort dereine.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 6