Leben Sprüche – kinder
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Drei gute Dinge sind: strenge Erziehung, heilsame Stöße des Schicksals und Durst nach Wahrheit. Man darf wohl fröhlich sein; drei Dinge sind schön: ein wohlgeratener Mann, eine wohlgetan hold Weib und der blaue lichte Himmel. Drei Dinge sind schöner: Gesang, edle Sitten und gutes Gespräch. Drei Dinge sind die schönsten: Erkenntnis, Tätigkeit und selbstlose Liebe. Drei Dinge sind klein: ein Floh, ein Zwerg und ein Mensch, der nicht sterben will den Tod des Ich. Drei Dinge sind häßlich: eine Kröte, die dumpfe Lust und die Angst vor dem Geistlicht.
Das Kind und das Tier und die Blume Sie wurden in meinem Sein Zum letzten Heiligtume, Allanders ist schwere Pein.
Wer unter uns die Freuden und Leiden des Lebens am besten zu ertragen vermag, der ist meines Erachtens am besten erzogen.
Auch in der Schule des Lebens gibt es trotzige Jungen, und auch hier leisten sie oft das Beste.
Im Concert Die traurige Kindheit, Des Vaters Tod. Der Jugend Blindheit, Die herbe Noth, Die Wintertage, Das dünne Kleid, Die Sorg' und Plage, Das Seelenleid … Die Gleichgiltigkeit, Die schwer wie Erz, Die schmerzlose Zeit – Die mehr als Schmerz … Das alles wogte, Wieder vorbei, Mit leisem Schluchzen Und dumpfem Schrei, Als deine Hand Durch die Saiten glitt – — — — O, wie ich litt! –
Es immer eine sonderbare Empfindung, wenn man so im Alter ein kleines Kind betracht', unwillkürlich kommt einem die Idee, wie schad' es is, daß man auf die Welt kommen is. Ich sag' immer, man richtet's viel leichter, wenn man gar nie dagewesen wär'.
Das Leben beseitigt manchen Fehler der Erziehung – und manchen Vorzug der Erziehung.
O versucht es nur, Blumen zwischen die öden Blätter des Lebens zu legen; fürchtet euch nicht, kindisch zu heißen bei zu klugen Köpfen; ihr werdet keine Reue empfinden, wenn ihr zurückblättert und auf die vergilbten Andenken trefft! —
Hin- und Rückweg Wer den Pfad der Jugend schreitet, Sieht, wie diese große Welt Sich vor ihm gewaltig weitet, Wert der Wünsche, prachtgeschwellt! Aber auf des Alters schwerer Wandrung, wird die Welt ringsum Immer kleiner, immer leerer, Hoffensbar und trüb und stumm.
"Hab' Acht, lieb' Mäuslein", sprach Mutter Maus, "Es frißt dich die Katze, gehst du heraus; Und entkömmst du auch ihren Krallen, So drohen auf allen Seiten dir Fallen. Und – thu mir nie nach dem Specke lungern!" – Da fiel Vater Maus begütigend ein: "Geh', Mütterchen, laß das Predigen sein; Im Leben heißt's: wagen oder verhungern."
Darum müssen die jungen Eheleute [...] Kinder erzeugen und auferziehen, indem sie wie eine Fackel das Leben von andern an andere weiterreichen [...].
Ich bin, trotz manchem Unterfangen, Als großes Kind durchs Leben gegangen.
Lasst uns also unser Leben wie ein Kinderspiel ansehen, in welchem nichts ernsthaft ist als Redlichkeit, ein gut Herz und Wohlanständigkeit (Pflicht gegen sich selbst).
Bis zum zwanzigsten Jahre bleibt das Kind in der Studienanstalt, wo sich alles um die Arbeit, das Verdienst, die Befähigung handelt. Tritt dann der Zwanzigjährige in die Welt ein, ist alles anders: es ist gerade das Gegenteil.
Ich war ein junges Mädchen, beinahe noch ein Kind, meine traumhaften Ansichten, meine Sympathien und Antipathien wechselten wie Aprilwetter; aber eines stand immer klar und felsenfest in mir: die Überzeugung, daß ich nicht über die Erde schreiten werde, ohne ihr eine wenigstens leise Spur meiner Schritte eingeprägt zu haben.
Uns haben sie, glaub ich, falsch geboren.
Es ist eine weise Fügung der Weltordnung, daß wir nicht wissen, wieweit wir selbst das Leben vergangener Menschen fortsetzen, und daß wir nur zuweilen erstaunt merken, wie wir in unseren Kindern weiterleben.
Man möchte oft zweifeln, ob die Kinderspiele das Leben nachahmen, oder ob dieses nur eine Erweiterung jener ist.
Das Leben ist uns, wie das Kind der Amme – zum Auferziehen gegeben.
Im Alter erträgt man das Leben; in der Jugend mißbraucht man es.
In ewig gleichem Maße fliegen Des Lebens Schalen auf und ab – Die Mutter an der Kinder Wiegen, Die Kinder an der Mutter Grab.