Leben Sprüche – neuanfang

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Änderungen und Wechsel sind ewig des Menschen Los.

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Der Mensch mag sich wenden, wohin er will, stets wird er auf jenen Weg wieder zurückkehren, den ihm die Natur einmal vorgezeichnet hat.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 1. Teil, 4. Buch

Willst du das Leben recht verstehn, mußt du's nicht nur von vorn besehn. Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Fang jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 101. Brief. Originaltext: Ideo propera [...] vivere, et singulos dies singulas vitas puta

Manche haben zu leben schon aufgehört, ehe sie anfingen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 23. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Quidam ante vivere desierunt quam inciperent

Deine Sinnesweise musst du ändern, nicht den Himmelsstrich.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 28. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Animum debes mutare, non caelum

Glaube, jeder Tag sei dir als dein letzter aufgeleuchtet.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 4, 13. Übersetzung: Internet Originaltext: Omnem crede diem tibi diluxisse supremum.

Es gibt Insekten, die nur einen Tag leben, und doch existiert ihre Gattung immer und immer fort.

Voltaire, Der Mann mit den vierzig Talern (L'Homme aux quarante écus), 1768

Wer etwas Neues wirklich kennenlernen will (sei es ein Mensch, ein Ereignis, ein Buch), der tut gut, dieses Neue mit aller möglichen Liebe aufzunehmen, von allem, was ihm daran feindlich, anstößig, falsch vorkommt, schnell das Auge abzuwenden, ja es zu vergessen: sodass man zum Beispiel dem Autor eines Buches den größten Vorsprung gibt und geradezu, wie bei einem Wettrennen, mit klopfendem Herzen danach begehrt, daß er sein Ziel erreiche.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Ein schlechtes Leben steht nicht still, es führt sich immer wieder.

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Wo alle Grenzen sich durchschneiden, alle Widersprüche sich berühren, da ist der Punkt, wo das Leben entspringt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1846

Kein Tod ist herrlicher, als der ein Leben bringt. Kein Leben edler, als das aus dem Tod entspringt.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Ein Wort nimmt sich, ein Leben nie zurück.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 6. Auftritt, Gordon

Wir erreichen jeden Lebensabschnitt als Neuling.

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Nackt, nass und hungrig werden wir geboren. Danach wird es nur noch schlimmer.

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Schmiegsam und geschmeidig ist der Mensch, wenn er geboren wird, starr, störrisch und steif, wenn er stirbt. Biegsam, weich und zart sind die Kräuter und die Bäume im Wachstum, dürr, hart und stark im Entwerden. Darum gehören Starre und Stärke dem Tode, Weichheit und Zartheit dem Leben.

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Die Wiederkehr ist der Weg des Sinns. Die Sanftheit ist die Wirkung des Sinnes. Alle Dinge dieser Welt entstehen aus dem Sein. Das Sein entsteht aus dem Nichtsein.

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Ins Leben treten heißt auch, in den Tod eingehen.

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Das Leben, besonders das sittliche, hat Flug, dann Sprung, dann Schritt, endlich Stand; jedes Jahr läßt sich der Mensch weniger bekehren, und einem bösen Sechziger dient weniger ein Missionär als ein Autodafé.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Kapitel. Wichtigkeit der Erziehung

Im Leben ist's wie am Himmel; eben dadurch, daß Sternbilder auf der einen Seite untersinken, müssen neue auf der andern heraus.

Jean Paul, Briefe. An D. Viktor

Fürchte dich nicht vor dem einstigen Aufhören des Lebens, vielmehr nur davor, daß du ein naturgemäßes Leben noch nicht einmal begonnen hast.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 12,1. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879